... 
Produkt-Bild: Monster/Ltd.Edition inkl. DVD

Monster/Ltd.Edition inkl. DVD von Oomph!

Audio CD von GUN (Sony BMG)
Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 13,94

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: August 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Monster/Ltd.Edition inkl. DVD

Tracks:

  • Beim ersten Mal tut’s immer weh
  • Labyrinth
  • 6 Fuß tiefer
  • Wer schön sein will muss leiden
  • Die Leiter
  • Lass mich raus
  • Revolution
  • Auf Kurs
  • Bis zum Schluss
  • In deinen Hüften
  • Wach auf
  • Geborn zu sterben
  • Brich aus

Produktbeschreibung


MONSTER LTD.

Aus der Amazon.de-Redaktion


Oomph! geben sich keine Blöße: Auch nach fast 20 Jahren sind bei dem Wolfsburger Trio keinerlei kreative Abnutzungserscheinungen erkennbar, Monster zählt im Gegenteil sogar zu den besten Alben im Bandkatalog.
Der zehnte Longplayer der Gruppe, die maßgeblich Pate für den typischen Rammstein-Sound stand, überzeugt mit der bewährten Oomph!-Mixtur aus unwiderstehlichen Hitmelodien, variantenreichen Arrangements und einer kleinen Prise Provokation. Auch diesmal jongliert man mit heiklen Themen, experimentiert mit Klängen und stilistischen Schlenkern, im Mittelpunkt stehen aber jederzeit die originellen Refrains, die Monster deutlich von allen Nachahmern und Trittbrettfahrern abheben. Ohrwürmer wie "Beim ersten Mal tut´s immer weh", "Wer schön sein will, muss leiden" oder "Labyrinth" setzen sich schon nach dem ersten Durchlauf im Langzeitgedächtnis fest und reihen sich problemlos in die Trophäengalerie der großen Oomph!-Hymnen ein.
Amazon.de bietet euch eine exklusive Version von Monster an, die neben der Limited-Edition-DVD mit zwei Videoclips und einem Making-of den nur hier erhältlichen Bonustrack "Ich will dich nie mehr sehen" auffährt. -- Michael Rensen
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Wenn das mal nicht monstermässig ist!!!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Tja, mal wieder mal ein durchweg hörbares Album nach "Glaube, Liebe, Tod". Der vermehrte Einsatz von Synthezizern und Keyboards geht nicht zu Lasten der Gitarren, die kommen noch genauso fett rüber. Es wird ein Knalleralbum abgeliefert, wo sich ein Hit an den anderen reiht. Die nun kommende und völlig neue Single "Sandmann" lässt wiedermal nichts vermissen. Ich denke, nur noch eine Frage der Zeit bis zum nächsten Nummer 1 Hit!!!
Einfach Klasse!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Nicht nur die Monster CD... auch Live Waren die neuen Songs der Hit!
Bin super begeißtert und kann die CD nur weiter empfehlen!
Oomph! is oomph
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ihr habt 2 Möglichkeite...
1) ihr kauft dieses hammer album und seht, was gut musik is
oder
2) ihr lasst es bleiben, geht von der seite weg, und begeht den größten fehler eures lebes ;P
nein, echt jetzt
ich kann Oomph! nur jeden menschen mit musikverstand empfehlen!!
Album so lala, Verkaufsstrategie pfui!
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Zum Album:

1. Beim ersten Mal tuts immer weh
Recht kommerziell, eingängig, guter track den ich jedesmal mit gemischten Gefühlen höre (alte/neue Oomph - was ist es jetzt?) 4/5

2. Labyrinth
Überkommerz vom Feinsten - an sich nur eine neue Version von Augen auf. Platt ohne Ende, aber auf Erfolg getrimmt. Klarer Hitkandidat. Rein objektiv gesehen 5/5

3. 6 Fuß tiefer
Einer der wenigen tracks, die an alte Scheiben erinnern. Düster, nicht ganz so flott - dennoch gute 4/5

4. Wer schön sein will muss leiden
Wie "Beim ersten Mal..." weiß ich nicht, höre ich alte/neue Oomph. Ich hätte mich über Bösartiges a la "Unrein" oder "Gekreuzigt" gefreut und gehe hierbei davon aus, dass ich alte Oomph höre und vergebe 4,5/5

5. Die Leiter
Gibt mir gar nichts - irgendwie dümpelt der track vor sich hin und ist dann irgendwann vorbei. Schwache 2/5

6. Lass mich raus
Auch einer der schwächeren songs, der wohl auf Kommerz auszielte, aber meiner Meinung nach nichtmal diesen erreicht. Besser als "Die Leiter" daher wohlgemeinte 3/5

7. Die Revolution
*seufz* Was soll man noch sagen. Durchschnitt auf Erfolg ausgerichtet. Kommerztauglichkeit wird jedenfalls erreicht, gute 3/5

8. Auf Kurs
Schöne Ballade, textlich nuja... Durchschnittskost (Ich lass mich nicht unterkriegen Phrasen bis zum abwinken) gut verpackt. Gute 3/5

9. Bis zum Schluss
Schaff ich es noch, das Album "Bis zum Schluss zu hören"? Alles schon zu Anfang verpulvert? Scheint jedenfalls so. Schwacher track - gut gemeinte 2/5

10. In Deinen Hüften
Aufhorchen - Kommerz? Doch böse? Grübeln, dann leichtes mitschunkeln... nach einigen Durchläufen find ich ihn doch irgendwie gut. Klar einer der besseren tracks 4,5/5

11. Wach auf!
Guter track, der einen auch wieder zwischen alte böse Oomph und neue, voll auf Kommerz getrimmte Oomph stehen lässt. Aber rein objektiv klare 4/5

12. Geborn zu sterben
Das wird wohl Jeder, geboren um zu sterben. So auch dieser track, der meiner Meinung nach lieber früh sterben geht. Schwache 2/5

13. Brich aus
Mach ich jetzt auch, CD raus und schnell was Anderes rein. Schwache 3/5

Fazit:
Durchschnittliches Album, auf Verkaufs-/Charttauglichkeit ausgelegt. Man müsste sich eigentlich nur ein paar "Augen auf"-Remixes besorgen, um einen Eindruck von dem Album zu kriegen.

Ein Album in verschiedenen Versionen (Lim.CD, Lim.mit DvD usw) rauszubringen ist schlichte Verarsche der Fans und kann meiner Meinung nach absolut nicht gut geheißen werden. In dem Maße wie das hier praktiziert wird hat dies eine ganz klare Abwertung zur Folge.

Album für sich: gaaaaaanz schwache 4/5 Punkte
Album inkl. dreister Verkaufsstrategie: gut gemeinte 3/5 Punkte

Die ich hiermit auch vergebe. Sorry Oomph, aber nicht so!
Immer wieder ein bisschen besser...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Es ist schon erstaunlich wie Oomph! es schaffen ihren musikalischen Weg, den sie seit "Wahrheit oder Pflicht (2004)" eingeschlagen haben, mit jedem Album ein Stückchen weiter in Richtung Perfektion zu treiben.
"Ego (2001)" war mehr elektronisch denn rockig. Das wurde dann 2004 korrigiert - Oomph! rockten wieder, doch wirkte "Wahrheit oder Pflicht" in sich nicht wirklich rund. Dann kam "GlaubeLiebeTod (2006)" - Hier klang das Album in sich stimmig und es gab auch ein paar interessante Experimente zu vermelden. Dafür fehlte es einigen Songs etwas an Tiefe.
Nun schreiben wir das Jahr 2008 und Oomph! ließen ihr neustes Album "Monster" von der Leine. Und ja... Man kann von der Musik von Oomph! seit 2004 halten was man will, aber: "Monster" ist das beste Album seit 2004. Es stimmt einfach alles diesmal. Der Sound ist wieder härter geworden - klar nicht so wie auf "Wunschkind (1996)" oder "Unrein (1998), aber man kann mit Fug und Recht behaupten, dass sie nichts verlernt haben! Als gutes Beispiel dienen da die Songs "Beim ersten Mal tut's immer weh", "Bis zum Schluss" oder auch "Die Leiter". Die Songs haben auch wieder mehr Tiefe, zum Teil gar richtige Gänsehautmomente wie etwa der Song "Auf Kurs" eindrucksvoll beweist. Eine wunderschöne Ballade in der Dero auch mal wieder zeigt wie irre toll der Mann singen kann. Experimente gibt es auch auf "Monster" wieder einige. Da sei zum einen erstmal "In deinen Hüften" genannt. Hier kriegt man doch tatsächlich einen waschechten Metal-Tango um die Ohren gehauen, der textlich das Thema HIV und Aids und behandelt. Und dann ist da noch "Geborn zu sterben" - ein rotziger Blues-Rock Song mit düster-morbidem Text. Ein bisschen elektronisch geht es natürlich auch immer noch zu - was wäre diese Band aber auch ohne Elektro-Sounds. Mit "Revolution" hat sich obendrein auch noch ein Elektrostampfer fast wie aus alten Tagen eingeschlichen. Die obligatorische Hit-Single ist mit "Labyrinth" natürlich auch mit dabei. Ich bin überzeigt, dass der Song in Zukunft zum festen Live-Repertoire der Band gehören wird!
Ein absolutes Highlight, dass noch Erwähnung finden sollte ist der Song "6 Fuß tiefer". Hier haben Oomph! es geschafft mit satten Gitarrenwänden und einem absolut toll gesungenen Refrain eine wahre Hymne zu schreiben! Das Lied begeistert mich immer wieder aufs Neue!
Oomph! mögen in den letzten Jahren von ihrer Vorreiterfunktion etwas eingebüßt haben, aber sie sind mit ihrem Sound nach wie vor absolut einzigartig. Vergleiche mit Rammstein, Eisbrecher u.ä. NDH Bands sind meiner Meinung nach deswegen völlig unangebracht. Weiter so...
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: The Heart of Everything (Limited Edition)

The Heart of Everything (Limited Edition) von Within Temptation

Audio CD von Gun Record (Sony BMG)
Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 5,65

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: März 2007
Zoom ± Produkt-Bild: The Heart of Everything (Limited Edition)

Tracks:

  • The howling
  • What have you done (Album Version)
  • Frozen
  • Our solemn hour
  • The heart of everything
  • Hand of sorrow
  • The cross
  • Final destination
  • All I need
  • The truth beneath rose
  • Forgiven
  • What have you done (Rock Mix)

Produktbeschreibung


THE HEART OF EVERYTHING/LTD.

Aus der Amazon.de-Redaktion


Nach dem sensationellen Erfolg von The Silent Force war die Erwartungshaltung riesengroß, doch Within Temptation haben nicht den Fehler gemacht, einen zweiten Aufguss ihres Megasellers abzuliefern.
Schon nach dem ersten Durchlauf ist klar: The Heart Of Everything klingt düsterer, härter und damit streckenweise weniger radiokompatibel als das Vorgängerwerk. Zwar haben die Holländer auch wieder einige Balladen und getragene Bombast-Rock-Nummern im Gepäck, das bezaubernde Fantasy-Flair von The Silent Force weicht aber in vielen Songs etwas aggressiveren, dunkleren Vibes, die eher an Evanescence als an Nightwish erinnern. Nicht nur das bereits aus dem Online-Rollenspiel The Chronicles Of Spellborn bekannte "The Howling" und die erste Single "What Have You Done", die Sharon den Adel mit Keith Caputo von Life Of Agony eingesungen hat, zeigen neue Facetten einer Band, die bislang vor allem auf lebensfrohen Breitwand-Metal festgelegt war. Das extrem hohe Ohrwurm-Niveau von The Silent Force wird auf The Heart Of Everything zwar nicht ganz erreicht, Freunde deftiger Gitarren-Riffs dürften an der CD aber eher Gefallen finden als an der Vorgängerscheibe. -- Michael Rensen
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Dunklere Vibes, aber auch gefühlvolle Balladen!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Within Temptation überzeugen mit dieser Platte bestimmt auch noch die letzten Kritiker!

Diese Cd ist besser, als alles andere zuvor!

Ich liebe die Mischung aus den leicht aggressiven Vibes und den gefühlvollen Balladen!

Mein Lieblingssong ist "Forgiven"!
Diese Stimme, diese Melodie! Das geht unter die Haut!
Und der Song "Our Solemn Hour" bringt den Puls wieder zum rasen!

Einfach klasse diese Scheibe!
Für Fans ein absolutes Muss!!!!!
In gewohnter Hochleistung..
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
..gehen Within Temptation ihren Weg. Auf diesem, meiner Meinung nach bestem, Album zeigen Sharon den Adel und ihre Jungs anderen Bands des gleichen Genres "Wie man}s macht". Im jahr 2007 mussten wir einige Enttäuschungen hinnehmen, genannt seien nur Bands wie Tristania, die früher einmal groß waren, jetzt aber qualitativ absolut abgebaut haben. Doch zu diesen Enttäuschungen gehört dieses Album keineswegs! Wir mussten nicht allzu lange auf den Nachfolger von "The Silent Force" warten, und es wäre naheliegend gewesen dass dieses Album auf Zeit produziert wurde. Ist es aber nicht! Within Temptation geben ein Album ab, das von vorne bis hinten stimmig ist, ein Konzept hat und keinerlei Tiefpunkte erreicht. Die Höhepunkte dagegen sind weit gesät, wie das powervolle "What Have You Done Now", das mein persönlicher Favorit und damit Anspieltipp ist.
Wie schon jemand erwähnt hat fühlt man sich in einem Soundtrack eines Fantasy-Films gefangen, imposant und pompös verschmmilzt Sharons Stimme mit dem Orchester und den Instrumenten. The Heart Of Everything gehört zu einer der Platten die momentan auf Dauer neben meinem Player liegen! Sicherlich hat das Album 5 Sterne verdient! Die bekommt es auch, obwohl ich sagen muss: Live ist mir diese Stimme immernoch ein Grauen.
Ich habe die Special Edition mit der DVD und den Bonustracks auf der CD, und ich habe generell das Bedürfnis das Gesicht zu verziehen wenn Frau den Adel live singt, das mag an mir liegen, vielleicht mag ich es nur einfach nicht.
Trotzdem ist dieses Album absolut empfehlenswert, auch den Neulingen in der Szene!
Wow
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Klasse Musik! Jede CD immer wieder ein Erfolg. Eingehende Melodieen, Frauenpower auf der ganzen Linie... Bei "The silent force" dachte ich, es gäbe keine Steigerungen mehr - bis "The Heart of Everything" kam. Ich freue mich schon auf das nächste Album und hoffe, dass wir nicht so lange warten müssen.
Wow !!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Im Moment frag ich mich echt warum dieses Album das erste ist was ich von Within Temptation im Regal stehen habe. Ich liebe diese Art von Metal, doch irgentwie war ich dann doch eher der Nightwish-Fan. Wohlbemerkt war - ich liebe dieses Album !!! Ich habe, was diese Gruppe angeht, echt Nachholbedarf - ich werde auf jeden Fall in nächster Zeit "einkaufen gehen".
Dieses Album ist bombastisch - zum rauf-und-runter-hören. Arg viel mehr kann man dazu nicht sagen - die Stücke hauen einen einfach weg !!!
Jeder der Nightwish mag muss dieses Album auf jeden Fall auch haben !!!
die beste von within temptation
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
kurz und knapp, wie ich finde bislang die beste cd von within.
sie bläst einem das gehirn durch und so muss das sein.

gehört in jede cd sammlung ohne zweifel.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Disintegration

Disintegration von the Cure

Audio CD von Fiction (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 4,99

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 1989
Zoom ± Produkt-Bild: Disintegration

Tracks:

  • Plainsong
  • Pictures of You
  • Closedown
  • Love Song
  • Last Dance
  • Lullaby
  • Fascination Street
  • Prayers For Rain
  • The Same Deep Water As You
  • Disintegration
  • Homesick
  • Untitled

Produktbeschreibung


DISINTEGRATION
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Traurig düstere & wunderschöne Songs
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Sie mögen traurige, düstere und melancholische Songs? Kaufen Sie sich diese außergewöhnliche und bezaubernde Platte. Songs, die einen tief berühren, voller Traurigkeit, sehr bewegend und fast mystisch interpretiert. Schon der erste wunderbare Track "Plainsong" spiegelt die Stimmung dieses Albums hervorragend wieder. Man ist wahrlich ein wenig verzaubert und taucht ab in eine (musikalische) Welt voller Grautöne. Vorsicht: Es gibt keine "Muntermacher" auf dieser Scheibe, keinen einzigen fröhlichen Popsong (ala "Love Cats" oder "Friday I am In Love"), für die "The Cure" auch bekannt sind. Es ist eher ein Album für verregnete Wochenenden, neblige Tage oder für einen Abend allein zuhaus! Allerdings kann man eine so berauschende Platte eigentlich immer auflegen...
Geniales Album!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dies ist ein kompaktes, atmosphärisch dichtes Album. Es berichtet von Verlust ("Pictures", "Last Dance"), Angst ("Lullaby","Same Deep..."), Verzweiflung ("Closedown","Prayers for Rain"), aber auch Liebe ("Lovesong"). Musikalisch geprägt durch dichte Keyboard-Klänge und weiche Gitarren mit oft hypnotischen Gitarren-Riffs. Übrigens mitnichten ein Album "nur für eingefleischte Fans" Disintegration hat (gerade in Deutschland) den Bekanntheitsgrad von The Cure erheblich gesteigert!
Hochkaräter für die Ewigkeit
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Oft hat man Rezensionen, in denen leichtfertig das Wort Meisterwerk verwendet wird. Das ist schlecht für die Kunden, denn wenn man es dann mal wirklich mit einem richtigen Meisterwerk zu tun hat, denken viele:
na, es wird doch wieder nur ein halbes Meisterwerk sein.

Jetzt können Sie mal alle Bedenken über Bord werfen, denn hier haben wir ein wahres Meisterwerk. Ein Meilenstein der Musikgeschichte. Eine Sternstunde der Independent-Kultur. Ein Wunderwerk vor dem Herrn.
Jedes Lied ein Volltreffer - und fast jedes Lied mit Überlänge. Man gewöhnt sich dran, dass Robert Smith auf "Disintegration" immer erst nach zwei Minuten zu singen beginnt.

Als dieses Album fertig war, hatte The Cure ein echtes Problem: wie konnten sie das noch toppen ? Wer die Messlatte einmal so hoch gelegt hat, kann mit allem was folgt nur nachlassen. Aber diesen Preis war es wert. Ohne "Disintegration" wäre der Musikmarkt ein bisschen ärmer.
DAS BESTE CURE ALBUM?
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Nun gut, sollen sich die Cure Fans untereinander streiten, ob Pornography, Disintegration und Bloodflowers ein Trilogie bilden.
Für Robert Smith ist es so und er sollte es wohl am besten wissen.

Robert Smith nannte "DISINTEGRATION" seiner Zeit ihr "Meisterwerk" und fand tragischer Weise wenig Verständniss beim Plattenlabel. Aber dieses wurde eines besseren belehrt.
Das so wunderbare an diesem Album ist, das der Sound gigantisch -und der Anspruch enorm hoch ist. Selbst Pop-Stücke wie Lovesong und Lullaby sind wunderbar integriert und führen zu keiner unerwartenden Stimmungswandlung. Wie jemand behaupten kann, dass dieses Album kein dunkles sei, kommt mir nicht in den Sinn. Während Robert Smith bei "Pornography" seinen Ängsten und Gefühlen noch mit grotesker Sprache Ausdruck verleiht, geht er hier offener und direkter damit um, ohne jedoch den Sinn zum lyrischen zu vernachlässigen.

The Cure's Disintegration ist auch deßhalb ein außergewöhnliches Album, da es (ähnlich wie andere Cure-Alben wie: Faith, Pornography und Bloodflowers) sich in einer "Soundlinie" befindet. Bei jedem Song kann man auf jeden Fall sagen, dass es von dieser Platte stammt und nicht von einem anderen Album.

Dieses Album machte "The Cure ~ The Cure" (von 2004) im Vorhinein unnötig(zumindest den Titel), weil Disinegration der eigentliche Fixpunkt der Cure Geschichte ist.
Ob es das Beste ist oder nicht? Nun ja, jeder hat seinen eigenen Geschmack. Mein persönlichis Lieblingsalbum ist "Bloodflowers". Disintegration ist meineserachtens jedoch das Cure-Album, das die Pop- und die dunkle- Seite The Cure's am besten zu einem Ganzen vereint.
das absolute meisterwerk
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Auch wenn viele jetzt aufstöhnen werden und lästern, aber für mich ist *Disintegration* Das Cure-Album überhaupt.
I think it's dark and it looks like rain...", alleine diese ersten Zeilen des Openers verraten schon, wohin das Album den Hörer führen und entführen will. Wer hätte nach dem Vorgängeralbum noch einen Heller auf The Cure gegeben? Und doch hätte man den Braten riechen müssen, oder nicht? ein letztes kraftvolles Aufbäumen, noch einmal alles in eine Waagschale werfen schien die Devise bei den Aufnahmen zu dem Album gewesen zu sein. Und es hat alles, was ein gutes Cure-Album benötigt. Die entsprechende Lyrik und dazu die elegischen Wehklänge der Gitarren. Nach dem Plainsong kommt mit Pictures of you ein eleganter Popsong, der haarscharf am Kitsch vorbei geschrammelt ist, aber dafür auch umso mehr wirkt. Haben wir das nicht alle schon einmal erlebt? Es geht nicht mehr nur ausschließlich um irgendwelche Todesphantasien oder Drogenphantasmogorien. Robert Smith ist längst in der Wirklichkeit angekommen und weiß die Medien zu bedienen. Mit der Fasciation Street kommt der nächste Knaller (wir lassen mal die altbekannten Singles dazwischen aus). Hier schrammeln mal wieder die Gitarren und der Baß wird einem um die Ohren gehauen, um wenig später für Regengebete Platz zu machen. Doch nun kommt, ach der beste Teil des ganzen Albums. Das nicht enden wollende Same deep water as you, das auch nie aufhören müsste. Wer in der gesamten Musikgeschichte konnte besser jammern und leiden als Herr Schmidt? Doch der Kracher schlechthin ist der Titelsong. Trennungsgeschädigte müssen reihenweisen Suizidgedankens aufgekommen sein, dem hier wird schlichtweg die volle Wahrheit an den Kopf geknallt. So ist es nun einmal im Leben, und wer die Wirkung dieses Songs schon einmal live mitbekommen hat, weiß, wie sehr gerade dieses Lied einem unter die Haut geht (wer ist nicht schon in stücke gerissen worden oder wusste schon, wie das ende sein wird). Der Text ist ein Glanzstück in der Smith'schen Lyrik.
Aber als ob das noch nicht genug wäre, gibt es zum Abschluss noch Untitled. Diese Akkordeonklänge, oder was auch immer das sein soll, fährt das Gemüt erst einmal runter, um es dann volle Granate auf die kommende Stille und Einsamkeit vorzubereiten. Das Monster der Einsamkeit wird herauf beschworen oder auch der Verlust einer Liebe (ist jedem selbst vorbehalten). ...never dream of you again...
Nein, diese Platte kann ewig laufen, in einer Endlosschleife, das hält man aus. Und wenn die letzten traurigen Töne irgendwo in der Atmosphäre verhallen, dann weint man seine Tränen, wohl auch, weil man weiß, dieses Album ist nicht zu schlagen. Robert Smith ist mit seinen Mannen The Top. Höher und besser geht es nicht (und die Geschichte gibt mir Recht). Doch was sie mit Disintegration erschaffen haben, dass ist für die Ewigkeit, und viele Nachahmer werden sich daran die Zähne ausbeißen. Und an alle, für die Cure eh zu poppig wurden, denkt mal daran, womit alles begann. Sie sind und bleiben trotz allem ein Urgestein der alternativen Musik.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Wake-the Best of

Wake-the Best of von Dead Can Dance

Audio CD von 4ad/Beggar (Indigo)
Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 13,91

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 2003
Zoom ± Produkt-Bild: Wake-the Best of

Tracks:

Disk 1
  • Frontier (demo)
  • Anywhere Out Of The World
  • Enigma Of The Absolute
  • Carnival Of Light
  • In Power We Entrust The Love Advocated
  • Summoning Of The Muse
  • Windfall
  • In The Kingdom Of The Blind The One-Eyed Are Kings
  • The Host Of Seraphim
  • Bird
  • Cantara
  • Severance
  • Saltarello
  • Black Sun
Disk 2
  • Yulunga
  • The Carnival Is Over
  • The Lotus Eaters
  • Rakim
  • The Ubiquitous Mr. Lovegrove
  • Sanvean
  • Song Of The Nile
  • The Spider's Stratagem
  • I Can See Now
  • American Dreaming
  • Nierika
  • How Fortunate The Man With None

Produktbeschreibung


WAKE-THE BEST OF

Aus der Amazon.de-Redaktion


Dead Can Dance? Tote können tanzen? Klingt ja düster. Ist es auch. Aber noch viel schöner. Überwältigend. Nicht von dieser Welt. Fans von Brendan Perry und Lisa Gerrard sind um Superlativen nicht verlegen und man kann sagen: meist zu Recht. Wake belegt das nachdrücklich mit 26 Tracks aus 15 Jahren, vom semi-legandären "Frontier"-Demo, durch das 4AD-Labelchef Ivo Watts-Russell 1983 auf das Duo aufmerksam wurde, bis zur letzten Aufnahme des Duos, "The Lotus Eaters" (1998).
Genre-, Zeit- und kulturelle Grenzen schien es für die beiden Iren niemals zu geben. 1980 begannen sie, mit Cello, Blechbläsern, Elektronik und Hackbrett, früher Renaissance, Barock und gregorianischen Einflüssen zu hantieren, während der Punk im kommerziellen Zenit stand. Gesanglich sind beide eine Klasse für sich. Während Perry seine Prägnanz und Ausdrucksstärke in für nordwesteuropäische Ohren vergleichsweise üblichen Skalen und Frequenzen entwickelte, ließ sich Lisa Gerrard sich stilistisch wie geografisch kaum festlegen. Wer Ridley Scotts Hollywood-Blockbuster Gladiator gesehen hat, hat ihren eindrucksvollen, mitunter erschütternd schönen Gesang bereits wahrgenommen, wie sie Wörter eher als Transportmittel für vokale Klangfarben zu benutzen scheint als anders herum.
Das merkwürdige Rezept ging besser auf als ein gelungener Hefeteig, und schon ihr zweites Album Spleen And Ideal geriet zum Meisterwerk, zum Paradoxon eines vom gehobenen bürgerlichen Feuilleton vereinnahmten modernen Klassikers, der aber hauptsächlich von Pop-Hörern gekauft und geliebt wurde (was, nebenbei, einen Umstand darstellt, der dem 4AD-Label durchaus häufiger geschah). Für Dead Can Dance nur ein Schritt vor den nächsten, den das merkwürdige Pärchen mit neuer Klassik, spritueller Chormusik aus Osteuropa und dem Mittleren Osten, afrikanischer, asiatischer und lateinamerikanischer Rhythmik in Berührung brachte -- Kreuz- und Querverweise extra!
Dead Can Dance mögen den Tod im Bandamen tragen, ein Totentanz ist ihre Musik nicht. Im Gegenteil: Sie feiert das Leben. --Rolf Jäger
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Vielseitig, spannend, mystisch, magisch ...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
... all diese Begriffe passen zu Titeln auf dieser sehr guten Zusammenstellung von Dead Can Dance.
Schwebende elektronische Soundscapes, treibende Rhythmen zwischen Mittelalter, Afrika, Orient, dazu immer wieder faszinierende Gesangslinien.

Anspieltipps: Yulunga, How fortunate..., Lotus Eaters, Rakim ... und vor allem Sanvean, der absolute Übertitel von Lisa Gerrard, der mich beim ersten Hören zwischen Gänsehaut und Tränen hin- und herriss und dies bei jedem Hören immer wieder schafft. Schamanenmusik erster Güte!
Mystisch und magisch
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
ok,ok...diese Doppel-CD ist 'nur' eine Best-Of. Und für Fans, die das Box-Set haben, bietet diese CD musikalisch nichts Neues.
ABER: für alle anderen, die Dead Can Dance erst später entdeckt haben, ist diese Veröffentlichung absolut empfehlenswert. 2 CDs und 26 Titel lang präsentieren DCD eine Werkschau ihres musikalischen Schaffens. Die beiden Protagonisten - Brendan Perry und Lisa Gerrard - folgen stets keinerlei aktuellen Trends, sondern agieren frei von kommerziellen Vorgaben.
Musikalisch nur schwer einzuordnen ist das weit gefächerte Spektrum dieser Klangkunst einzigartig. Ähnliche Bands und Künstler oder Einflüsse? Deep Forest, Cocteau Twins, Clannad, Kate Bush, Nick Cave, Tangerine Dream, Gregorianische Gesänge, Brian Eno. So ungefähr vielleicht, aber wirklich nur ungefähr...
Das Duo zelebriert mit 'Wake' einen ureigenen, unverwechselbaren Stil und kreiert einen eigenen Kosmos, bedrohlich und düster, zugleich aber fast majestätisch und feierlich. Faszinierender Gesang; Texte voller geheimnisumwobener Geschichten und fremdartiger Mystik; die Musik zudem bereichert durch WorldBeat-Einflüsse, mittelalterliche Kirchenchöre, ambientartige Klanglandschaften, Didgeridoo und/oder asiatische Saiteninstrumente.
Kombiniert mit den vielfältigen ethnischen Elementen und elektronischem Zeitgeist entsteht wunderbare Musik voller Magie, der man das Prädikat 'zeitlos' verpassen muss. Es gibt wohl kaum ein schöneres Lob.
Ein Traum für immer
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Der Name Dead Can Dance steht bereits seit 1981 für musikalische Evolution, Tiefe, Mystik und das Suchen nach vielfältigen Ausdrucksformen. Lisa Gerrard und Brendan Perry, die Hauptprotagonisten, setzen sich keine Grenzen beim Ausloten instrumentaler Tiefen. Das Ergebnis ist eine Faszinosum aus Klang und Traum.
Ordentlich für Einsteiger, überflüssig für Fans
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Zur Musik von Dead Can Dance ist jedes weiteres Wort wohl überflüssig und für Fans ist es diese CD auch! Denn Fans haben eh das Box- Set und somit jeglichen Song, den "Wake" enthält. Und so empfiehlt sich diese Doppel- CD eher für Einsteiger und Neugierige Musikfans, die die faszinierende Welt von Lisa Gerrard und Brendan Perry entdecken wollen, ohne sich für eines der immer verschieden ausgefallenen Alben entscheiden zu müßen.
Da aber die Auswahl sich aus Tracks aus dem Boxset beschränkt, fehlen trotz des generösen Platzes von zwei CDs einige der wirklich wichtigen Stücke aus dem umfangreichen Repertoire, wie z.B. "The carnival is over", "Spirit" und das grandiose "Ulysses".
Und auch bei dieser "Best of" werden die Stücke in einer eher willkürlichen Reihenfolge präsentiert, genauso wie DCD es schon bei "A passage in time" gemacht hatten. Dort allerdings war die Auswahl so exzellent getroffen, die Reihenfolge so geschickt gewählt und ferner so genial ineinander gemixt, daß dieses Prinzip brillant funktionierte. Bei "Wake" wäre eine strikt chronologische Tracklist auf Grund des anders gewählten Materials allerdings besser gewesen.Nichtsdestotrotz gab es diese Musik nie in besserer Klangqualität zu hören und Dead Can Dance sind und bleiben sowieso die beste Gruppe der Welt! Deshalb gibts trotz einiger Unzulänglichkeiten auch noch vier Sterne.
EMPFEHLENSWERT!!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Nach langer Zeit wiedermal etwas v. DCD zu hören ist an sich schon den Kaufpreis wert. OK, ist zwar 'bloß' ein Best Of... Werk, im Vergleich zu all dem anderen Schrott welcher derzeit durch die Charts bzw. Musikszene geistert aber immer noch lange gut. Jemand der DCD kennt und zu schätzen weiß, wird wohl auch an WAKE nicht vorbei kommen. Weiterempfehlen kann ich die CD und die Musik v. DCD in jedem Fall...
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Murder Ballads

Murder Ballads von Nick Cave & The Bad Seeds

Audio CD von Mute (EMI)
Preis bei Amazon: EUR 10,95, Angebote ab EUR 6,40

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Juli 2001
Zoom ± Produkt-Bild: Murder Ballads

Tracks:

  • Song of joy
  • Stagger Lee
  • Henry Lee
  • Lovely creature
  • Where the wild roses grow
  • The curse of millhaven
  • The kindness of strangers
  • Crow Jane
  • O'Malley's bar
  • Death is not the end

Produktbeschreibung


MURDER BALLADS
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Verbale Gewaltorgie für Fans des Düsteren
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Als musikalisches Must-Have werden die Murder Ballads zurecht gehandelt. Allerdings zeigt sich mal wieder, dass Geschriebenes (oder in diesem Fall Gesungenes) als weitaus weniger schlimm empfunden wird als visuell dargestellte Gewalt.
Würde man einen Episodenfilm zu den Nick Caves Balladen drehen, hätte er die FSK 18 zurecht und wäre eine einzige Gewaltorgie, vergleichbar mit Filmen wie Desperado oder The Shining, das leise Grauen verbunden mit schlichten Exzessen der Brutalität.
Ein künstlerisches Meisterwerk sind die Murder Ballads dennoch, aber wie bei vielen Meisterwerken gilt auch hier: Vorsicht.
Der Poe der Musik
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das vorliegende Album ist wirklich ein Pandämonium des Düsteren - jedes Lied handelt vom Mord oder vom Morden.Obwohl die CD sich wirklich auf dieses Thema beschränkt,behandelt Nick Cave es auf erschreckend vielfältige Weise:So ist der Akt des Tötens mal explizit beschrieben(Stagger Lee),mal werden die genauen Umstände im Dunklen gelassen(The kindness of strangers)oder sie sind voll poetischer Schönheit(Where the wild roses grow)

Ebenso vielfältig wie Nick Caves Texte,ist seine klangliche Welt.So wechseln sich klassische Klavierbegleitungen mit elektrischem Minimalismus ab.

Die Cd ist also jedem zu empfehlen,der es gerne mal düster mag und nicht vor experimenteller Musik zurückschreckt.
Poet der Nacht...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Bei diesen Liedern muss man fast schon an einen Poeten der Nacht denken. Nick Cave ist definitiv eine Ausnahmeerscheinung: Er dichtet Lieder über Mörder und Morde, die unter die Haut gehen.- er ist zweifellos einer der kritischsten Lyriker und Sänger: Gewagt, grandios, dunkel und wunderschön - Nick Cave!
auch für High-Ender ein Genuß!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Neben dem zuvor gesagten muß ich einmal ganz klar meine Freude und Faszination angesichts der super-räumlichen Abmischung kund tun! Ich hätte nie geglaubt, bei solch schaurig-schöner Mucke auch noch über meine gepflegte Anlage derartige Raumdimensionen kennen zu lernen! Das ist kein Schrammel-Sound, sondern ein ganz ausgebufftes Klangerlebnis; alle Stimmen und Instrumente sind in den Raum genagelt, klar umrissen und vor allem so vollkommen losgelöst vom Lautsprecher! Also nicht nur etwas für Fans, sondern auch für Menschen, die auch noch mit zwei Ohren hinhören können, ...möglichst nach Zwölf, wenn die Endstufe richtig warm ist und das Netz weniger belastet ist von störenden Oberwellen.
Großartiges morbides, melancholisches Meisterwerk
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein sehr ruhiges Album hat Nick Cave abgeliefert. Doch wirklich entspannend ist es nicht. Das liegt nicht nur an dem markerschütternden Schrei von Blixa in Stagger Lee sondern an 9 Meisterwerken mit Texten voller Mord, Gewalt und bedaurnswerten Schicksalen. Der Abschlusssong Death Is Not The End, ist sozusagen der Gegenpol zum rest des Albums und bringt den Hörer wieder zurück in unsere Welt. Man muss sich Nick Cave, musikalisch sowie textlich erst einmal erschließen um diesen Künstler und die Kunst die er zusammen mit den Bad Seeds macht wirklich geniessen zu können.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Pornography (Remastered)

Pornography (Remastered) von the Cure

Audio CD von Fiction (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 6,45, Angebote ab EUR 3,90

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Sept. 2005
Zoom ± Produkt-Bild: Pornography (Remastered)

Tracks:

  • One Hundred Years
  • A Short Term Effect
  • The Hanging Garden
  • Siamese Twins
  • The Figurehead
  • A Strange Day
  • Cold
  • Pornography

Produktbeschreibung


PORNOGRAPHY REMASTERED
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Einfach genial!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Was kann man zu Pornography noch sagen? Es ist sicher das intensivste, frenetischste, härteste und düsterste Album, das die Band je gemacht hat. Wie man so einen Meilenstein zustande bringt zu einem Zeitpunkt als Smith nach eigenen Angaben vor lauter Drogen zum Teil gar nicht wusste, wo ihm der Kopf stand, ist mir ein Rätsel. Im Nachhinein sind die Songs wohl intensive Hilferufe und ein Kampf mit den Drogendämonen. Ob es die Platte in der Form gegeben hätte, wenn Smith nicht in jeder Hinsicht bis an die Grenzen gegangen wäre (er arbeitete, glaube ich, gleichzeitig als Gitarrist im Studio und auf der Bühne für Siouxsie & the Banshees und nahm nachts dann Tracks für Pornography auf) bleibt fraglich. Es war derart intensiv, besonders die Tour zum Album, dass ein Endpunkt erreicht war. Die besten Songs, und dies ist ein Album ohne Füller oder auch nur einen einzigen schlechten Song, sind für mich 100 Years, Siamese Twins, The Hanging Garden, der Titeltrack. In einer eigenen Superliga der Meisterklasse-Songs spielen The Figurehead und Cold (der Bass als einzigartiges Melodieinstrument über diesem wabernden Synthie- und Celloteppich, Wahnsinn!) Diesen Song 1996 und 2000 live zu hören zeigte mir erst recht seine Extraklasse. So ein Lied gibt es sonst nicht, das macht niemand so, das ist ein ganz eigenes Klangerlebnis. Toll natürlich auch die Tom-tom-Rhythmen auf "Figurehead" und "Hanging Garden", die Smith höchstpersönlich entwickelte, da Lol Tolhurst wohl manchmal noch indisponierter war als er.
Wer Pornography noch nicht gehört hat, hat eines der großen Alben der Musikgeschichte noch vor sich, oder vielleicht wird er es nie verstehen. Jedermanns Sache ist das Album nämlich bestimmt nicht, doch wer es für sich entdeckt hat, den lässt es nicht mehr los.
Pornography
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das Album ist zwar schon recht alt (1982) ist aber trodzem klasse!
So wie ich gelesen habe ist die Band beinahe an diesen Album zerbrochen mmmhhhh
mag wohl an den Texten gelegen haben zu den ich mich nicht äussern möchte denn
ich beschäftige mich nicht mit allen Texten weil mein Englisch auch nicht so gut
ist. Oder hatten sie damals vielleicht Angst nie wieder so ein klasse Album so
produzieren? Denn musikalisch stimmt einfach alles: Gitarren und Bass harmonieren
wunderbar zusammen das Schlagzeug wirkt zwar leicht monoton aber nie langweilig
der Gesang von Robert Smith wirkt zwar schwerfällig auch von Simon Gallup und
Laurence Tolhorst die auch ein paar mal stimmlich zu hören sind dennoch verbirgt sich dahinter
immer ein Hauch von Hoffnung auch der Cellopart von "Cold" bei der soviel ich weiss von
Robert Smith höchst persönlich übernommen worden ist veursacht bei mir wegen dieser
unglaublichen Intensensitiv eine Gänsehaut und die Syntesiser sind auch nicht zu verachten.
Oder es war damals wohl anders gewesen was die Musik angeht weil dies alles düster wirkt
kann mich nicht dazu äussern war 2 Jahre vor meiner Geburt. Aus heutiger Sicht gesehen
kann ich "Pornography" nur empfehlen.
Bedrückend. Verstörend. Depressiv - Goth Rock at it's best!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
"It doesn't matter if we all die!" - Schon die Eröffnungszeile zu The Cures 1982er Machwerk 'PORNOGRAPHY' lässt einen verstört staunen. Gut, die Gruppe gehörte lyrisch gesehen nie zu den fröhlichsten und lebensbejahenden, dennoch, ein derartiges Programm war man trotzdem nicht gewohnt. "Waiting for the death blow"? Robert Smith, sie sind beängstigend. 'PORNOGRAPHY' ist während einer sehr düsteren Schaffensphase der Goth Rocker entstanden, die sich eindeutig von den frühen naiv-alternativen Nummern und den späteren, verspielten und experimentellen Alben unterscheidet, und das nicht nur textlich.

Das Album wird durchgehend von einem sehr beklemmenden Synthie-Drum-Beat begleitet, unter dem sich teils verwirrende, wehleidige, teils aber auch sehr einfach gehaltene Gitarrenmuster bewegen. Die Drums sind tragen einen nicht unwesentlichen Teil zur Atmosphäre bei. Hart und beissend bei Songs wie 'ONE HUNDRED YEARS' oder 'THE HANGING GARDEN', zurückhaltend und bedrohlich bei 'SIAMESE TWINS', dann wieder donnernd und erdrückend bei 'COLD'. Die Rhytmussektion lädt diesmal sicher nicht zum Wohlfühlen ein. Unterstrichen wird das stellenweise von den sehr genauen Basslinien oder dröhnenden Synthieflächen, die eine unglaublich dichte Endzeitstimmung erzeugen, wie man sie wohl nur Anfang der 80er empfinden konnte. Über all dem schwebt die klangende Stimme von Robert Smith, die diesmal weit verlorener wirkt, als man es sonst gewohnt ist. Eine bilderbuchartige Albtraumszene.

Nach mehrmaligen Hören kristallisiert sich 'A STRANGE DAY' als absolutes Highlight heraus. Das verspielte Riff im Refrain stellt einen hervorragenden Kontrast zur klinischen Atmosphäre, die von Drums und Synthies erzeugt wird dar, und auch der Gesang wirkt eine Spur weniger wehleidig, als in den anderen Songs.

Ganz klar, 'PORNOGRAPHY' ist alles andere als Gute-Laune Musik. Verstörend, beängstigend und nihilistisch, aber trotzdem auf ihre Art und Weise ein ganz besonderes Kleinod im Back Katalog der Gruppe. Nichts für den Alltag, aber ein Must Have im Plattenschrank für die gewissen Momente, an denen man im Selbstschmerz versinken möchte. Ganz gemäß dem Ende: "Find a sickness, find a cure!"
gothic pur !
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
hier waren the cure noch jenseits vom mainstream-pop. finster, düster und unmelodiös, so würde ich dieses album beschreiben. viele die die gothische
musikrichtung nicht kennen, sollen zu diesem album greifen, hier werden sie
eines besseren belehrt.
das album ist eigentlich die personifizierung von den cure alben.
wenn viele an the cure denken, denken die meisten an gothic-rock oder songs,
wie "boys don`t cry" , "lullaby" und "friday , I`m in love". solche songs
sind auf "pornography" nirgends zu finden. an regnerischen tagen, sollte man
sein zimmer verdunkeln sich bleich schminken, schwarze sachen anziehen und eine dunkle fete feiern und welche platte wird bei dieser veranstaltung 30
mal umgedreht: "pornography" von the cure aus dem jahre `82.
sehr depressive und traurige stimmung bei dieser platte !
kalt und schwarz
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
....nach dieser platte hätten cure aufhören können, weil die absolut nicht mehr zu toppen ist. (die nächste hiess ja auch the top, warum wohl?)....allerdings empfehle ich sie nicht als einsteiger scheibe für angehende cure-fans....sie ist ziemlich erschreckend..aber wie war das als kind in der geisterbahn?
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Elect the Dead

Elect the Dead von Serj Tankian

Audio CD von Wb (Warner)
Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 14,44

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Elect the Dead

Tracks:

  • Empty Walls (Album Version)
  • The Unthinking Majority (Album Version)
  • Money (Album Version)
  • Feed Us (Album Version)
  • Saving Us (Album Version)
  • Sky Is Over (Album Version)
  • Baby (Album Version)
  • Honking Antelope (Album Version)
  • Lie Lie Lie (Album Version)
  • Praise The Lord And Pass The Ammunition (Album Version)
  • Beethoven's C*** (Album Version)
  • Elect The Dead (Album Version)

5 Kundenrezensionen:

Ein Album der extra Klasse
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Nun ich hatte dies CD heute in meinem Postfach und musste sofort reinhören. Ich muss sagen sie Ist eine ganz Besondere Scheibe. Politisch das Beste was ich je gehört habe. Ich kannte den Sänger bereits von System of a Down und habe auch einige CDS von System Of A Down. Aber SOLO hat er es genau so drauf wie bei SOAD. Ich kann jedem SOAD Fan diese Cd nur empfehlen. Eine Cd der Extra klasse von dem ersten Titel bis zu zum letzen.
Meilenstein der Rock-Geschichte
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Also ich kann gar nicht viel sagen, außer: "Kauft Euch Dieses Album!"
Es ist perfekt und man kann fast nichts aussetzen - ich finde es nur schade, dass "Blue" und Falling Stars" nicht drauf sind, also würde ich euch raten, die Deluxe-Edition zu kaufen, aber ansonstens ist Elect the Dead ein Muss für jeden Musik-Liebhaber!
Sehr schön
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Serj}s Solo ist ohne Frage ein großes Album mit einigen Knallersongs, die den Vergleich mit SOAD nicht zu scheuen brauchen. Das er einer der ausdruckstärksten Sänger im Rockbusiness ist, düfte ebenfalls bekannt sein. Der Härtegrad ist ein wenig nach unten geschraubt worden ist aber immer noch satrk genug um die Matte dazu zu schwingen. Die Instrumentierung ist sehr breit, die Songstrukturen nicht so vertrackt wie auf dem letzten Süssem Album. Aber wie bei Scars on Broadway, fehlt auch hier der letzte Funke der Begeisterung. Gegen Ende lassen die Songs auch ein wenig nach und können den grandiosen Einstieg nicht halten. Mir gefällt es insgesamt besser als das Scars on Broadway Debüt, aber System wär mir trotzdem lieber...
Sollte jedem SOAD-Fan eigentlich gefallen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Jeder SOAD-Fan, der die zwei bis drei letzten CDs der Band mag, sollte mit dem vorliegenden Solo-Album kaum Mühe haben und bei der ungewissen Lage, ob SOAD jemals wieder ein Album veröffentlichen werden,
bestens getröstet werden. Dies auch für den Fall, dass die Band ihre temporäre Auflösung als dauerhaft bestätigen sollte. Bei allen musikalischen Qualität, die Serj Tankian Mitstreiter haben, ist doch der Gesang, besser die gesangliche Crazyness des Sängers und die Melodien das, was SOAD gegenüber anderen metallischen Bands auszeichnet.
Genau das wird auf dem Album geboten. Das instrumentale ist ansonsten der Hauptband von Serj ebenfalls sehr nah, etwas mehr "alternative" als "metal" und dazu gibt es jede Menge starker Songs wie Empty Walls, Unthinking Majority (genials Video), Feed us, Saving us
und und und.... Sollten sich SOAD wirklich auflösen, bleibt zu hoffen, das Serj in dieser Art und Weise weiter musiziert und nicht meint, sich auf Teufel komm' raus von seiner Band unterscheiden zu müssen....
Elect the Dead - Vote for Serj Tankian
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das erste Soloalbum von Serj Tankian und direkt so ein Kracher!
Der Stil der Band "System of a Down" ist auch in diesem Album erkennbar, aber die neuen Einflüsse und die neue Richtung von Serj Tankian stechen auf jeden Fall hervor.
Songs wie "Empty Walls", "The Unthinking Majority", "Saving Us", "Sky Is Over" oder "Baby" brennen sich nicht nur beim ersten Hören direkt ins Ohr, sie kommen dort auch nicht mehr raus. Das Album wird auch nach mehrfachen Durchläufen alles andere als langweilig, im Gegenteil - es erscheint immer besser, zumal man öfters mehrmals hinhören muss, um die Intention Tankians zu erfahren.
Die weiblichen Gesangsparts in "Lie Lie Lie" und "Saving Us" übernahm übrigens Opernsängerin Ani Maldjian.
Zusammenfassend bleibt zu sagen: Wenn das erst der Anfang sein soll, dann ist eine Solokarriere schon bald Kult - wie es zum Beispiel auch bei altbekannten Künstlern wie Farin Urlaub der Fall ist.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: A Slight Case of Overbombing - Greatest Hits Volume One

A Slight Case of Overbombing - Greatest Hits Volume One von Sisters of Mercy

Audio CD von Eastwest (Warner)
Preis bei Amazon: EUR 10,95, Angebote ab EUR 2,98

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: August 1993
Zoom ± Produkt-Bild: A Slight Case of Overbombing - Greatest Hits Volume One

Tracks:

  • Under The Gun
  • Temple Of Love (1992)
  • Vision Thing
  • Detonation Boulevard
  • Doctor Jeep
  • More
  • Lucretia My Reflection
  • Dominion/Mother Russia
  • This Corrosion
  • No Time To Cry
  • Walk Away
  • Body And Soul

Produktbeschreibung


A SLIGHT CASE OF OVERBOMBING G
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Gruftig Cool
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Greatest Hits Volume One darf sich diese Compilation der Sisters meiner Meinung nach zu Recht nennen. Eine gruftig coole Scheibe, die man nachts um 24h nicht alleine auf dem Friedhof hören sollte.

"More", ein Klassiker der Sisters, könnte man als eine Art dunklerer Love Songs bezeichnen. Spannend wird es bei dem tiefgründigen "This Corrosion", wo die abgrundtiefe innere Verzweiflung, welche das Stück beinhaltet durch die Stimmlage des Sängers bestens zum Ausdruck kommt.

Die Highlights sind für mich das bitterböse sarkastische "Detonation Boulevard",(Explosionsprachtstrasse) und "Doctor Jeep" mit seinen zynischen politischen Anspielungen.

Eine Scheibe jedenfalls, die in keiner gut sortierten Hardcore Rock Sammlung fehlen darf. Allerdings mag ich das Stück "Temple of Love", mit Ofra Haza überhaupt nicht auf der CD, es ist mir zu mainstreamig versüsst.

First & Last & Always von der gleichnamigen Sisters CD hätte zur Compilation besser gepasst, aber zum Glück besitze ich auch diese Scheibe.
Zwischen Rock, Gothic und Cyberpunk
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Greatest Hits Volume One, ist der Untertitel der CD. Alleine, dass eine CD einen Untertitel braucht, ist eine Beleidigung an die Konventionen des Rock. Dem Greatest Hits noch ein Volume One anzuhängen, ist schon dreist, es die letzte ernsthafte Veröffentlichung der Sisters Of Mercy werden zu lassen, dann schon wieder cool.
Und mal ganz im Ernst: Eine CD; auf der die Hälfte der Lieder über sieben Minuten lang sind, kann man nicht als eine normale Greatest Hits bezeichnen. Ich muss sagen, ich liebe diese CD. Trotz ihres Daseins als Best Of Scheibe, steckt viel Kunst in ihr. Und die Musik? Wunderschön. Bei den Sisters steht man in etwa so sehr zwischen den 80ern und den 90ern wie sonst nur bei Guns N Roses. Die Sisters sind sowohl stilistisch wie auch zeitlich linear von Type O Negative abgelöst worden - sie sind düster, lyrisch hochwertig, selbstironisch und rocken. Also: Yeah yeah!
Wenn ich von all meinen CDs nur drei behalten dürfte: DIE wäre dabei!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
The Sisters of Mercy polarisieren und ich kann mir vorstellen, dass diese "Best of" den Fans der frühen Sisters-Alben ein Dorn im Auge ist. Die wirklich harten, treiben Songs wie "Vision Thing" oder "Temple of Love (in der Remix Version)" sind weitaus weniger experimentell und düster als die frühen Songs, aber wer auf Dark Wave / Gothic steht und auch der Metal-Schiene nicht abgeneigt ist, der MUSS hier zugreifen! Die über 8-minütige Version von "More" ist für mich einer der besten Songs, die ich je gehört habe. Zum Ende der Platte wird es dann mit "Lucretia my reflection", "Dominion" und "This Corrosion" etwas düsterer und ruhiger und mit "Walk away" bzw. "Body and soul" hat man dann auch die Kurve hin zu der frühen Ära geschafft. Sicher dominieren die kommerziell erfolgreicheren, geschliffeneren Songs auf dieser Platte, aber für die Puristen gibt es ja noch die Zusammenstellung "Some girls wander by mistake".
Diese Platte ist (fast) perfekt: Lediglich den Opener "Under the gun" würde ich durch "Ribbons" ersetzen...
Meine LieblingsCD
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich hatte noch so gut wie nichts von den Sisters of Mercy gehört und kaufte die CD eher auf gut Glück. Ich bin total begeistert, könnte die Scheibe wieder und wieder anhören. Ich finde auch nicht, dass die Stücke zu lang sind. Sie sind so gut, dass man sich wünscht, sie würden nie aufhören.
Gothic? Ausverkauf? Nicht bei dieser CD!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Best-Of-Platten kommen immer wieder in Mode, heute wie auch in 1993. Wobei diese Auswahl exklusiv ist, denn bei dieser Band lohnt es sich, über den Tellerrand der Créme de la Créme auf dieser CD hinwegzuschauen, um weitere große Songs von Eldritch und Co. zu entdecken.
"Gruft-Rock" findet sich hierbei nicht auf der CD, es ist vielmehr das Image, womit die Sisters behaftet wurden, welches weder mit der Musik noch mit der Band viel zu tun haben kann. Kraftvolle Songs aus der Zeit zwischen 1984 und 1993 wurden ausgewählt, um eine möglichst repräsentative Perspektive um das Schaffen der Band zu erlangen.
Die Tatsache, dass es Wechsel im Line-Up der Band gab, die auch den Sound geprägt haben, ist nicht weiter erheblich. Die Konstante in der Bandgeschichte, Andrew Eldritch nämlich, ist es, die den recht wilden Sisters-Mix auf der CD immer einzigartig wie die Sisters klingen lassen.
Diese "Best Of - Vol. 1" ist die bislang letzte CD der Sisters. Man darf auf Knien zu den Göttern der Welt beten, dass es auch mal ein "Vol. 2" geben wird, damit diese Kultband endlich den Status bekommt, den sie verdient.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Blackwater Park

Blackwater Park von Opeth

Audio CD von Zomba (Sony BMG)
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 6,22

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Juni 2006
Zoom ± Produkt-Bild: Blackwater Park

Tracks:

  • The Leper Affinity
  • Bleak
  • Harvest
  • The Drapery Falls
  • Dirge For November
  • The Funeral Portrait
  • Patterns In The Ivy
  • Blackwater Park

Produktbeschreibung


BLACKWATER PARK
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Das zweitbeste Album der besten Band des Planeten
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Es ist echt schwierig, diese Schweden zu kategorisieren. In einem Song, der schon mal ganz gerne 10 Minuten dauert, spielen sie heftigsten, aber dennoch progressiven sprich: technisch anspruchsvollen - Death Metal (ohne Blastattacken!), nur um von einem Moment zum nächsten auf herrlich verträumte Akustik-Passagen umzusteigen, in denen die 70er-Krautrock/Prog-Wurzeln insbesondere von Mastermind Mikael Akerfeldt durchscheinen. Dank der hervorragenden technischen und kompositorischen Fähigkeiten der 4 Musiker gibt es dann auch nach dem x-ten Durchlauf immer mal wieder etwas neues zu entdecken, so dass Fans von komplexer, harter aber gleichwohl melancholischer Musik bedenkenlos zuschlagen dürfen. Für Durchschnittshörer (Limp Bizkit-Fans zum Bsp.) gilt hingegen: Finger weg!
Wie schön Musik doch sein kann...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Der Progressive oder Death Metal Fan war ich, bis auf wenige Ausnahmen wie Dream Theater und Porcupine Tree im Progressive Bereich und Death oder Cynic im Death Metal Bereich, ehrlich gesagt noch nie. Nun, Opeth waren mir eigentlich schon seit geraumer Zeit ein Begriff, aber viel gekümmert haben sie mich nie bis zu dem Zeitpunkt an dem ich dieses Album das erste mal in kompletter Länge gehört habe. Die Mischung aus den oben genannten Genres führte dann letztlich dazu, das ich mir diese Band mal anhörte, und da stieß ich (glücklicherweise) gerade als erstes auf Blackwater Park.

Nun, nach dem ersten Durchlauf bleibt nicht viel hängen, auch nicht nach dem zweiten, aber die Musik hinterlässt dennoch ihren ersten Eindruck, und der war gut. Die Musik die hier geboten wird, erfordert jede Menge Zeit und Aufmerksamkeit, zum so nebenbei hören definitiv nur dann geeignet, wenn man schon text- und melodiesicher ist. Was macht dieses Album nun so dermaßen gut? Hauptsächlich die Melodielinien und die auftretende kalte Atmosphäre! Gesanglich wechselt man sich zwischen tiefen growlen und dann wieder Engelsstimmchen ab. Die Songs haben alle Überlänge, jede Menge Tempowechsel und bieten vor allem diese Art von Überraschungen die man definitiv nicht erwartet, beispielsweise taucht nach drei Minuten Dauergegrunze und Metalriffs eine akustische Gitarre auf, die mit klarem schönen Gesang begleitet wird. Man kann hier definitiv keinen einheitlichen Songaufbau erkennen, zumindest keinen der sich durchs komplette Album zieht, a la Strophe-Refrain-Schema. Harvest, zum Beispiel, kommt ganz akustisch daher und beweist einmal mehr, wie schön Musik doch sein kann. Desweiteren bauen die Schweden eine dermaßen klasse Atmosphäre in den Songs auf, wie sonst keine andere Band. Das nette Cover passt sich vollkommen der Musik an, die Produktion ebenfalls. Die Texte veranlassen zum nachdenken, die Gitarren-Soli zum Gitarre lernen, wenn mans nicht schon kann. Bei diesem Album gibt es keine Grenzen, was Fremdgenre Einflüsse betrifft, in Bleak zum Beispiel taucht ein jazz-ähnliches Stück auf, und das Piano-Outro bei The Leper Affinity, nebenbei mal bemerkt: eines der besten Lieder die ich kenne, ist ebenfalls genial. Das doomig-progressive The Drapery Falls veranlasst ebenso wie alle anderen Lieder zum träumen. Am besten hört man das Album kurz vorm einschlafen oder an grauen, regnerischen Tagen und beobachtet dazu den Regenfall bei einer Tasse schwarzem Tee, das ist aber jedem selbst überlassen, so gefällts mir ganz gut, und so ist auch die Atmosphäre.

Wer gerne Progressive hört, und von Opeth bisher nichts kennt oder den die Death Metal Parts abschrecken, dem sei gesagt, unbedingt eine Chance geben, denn was hier abgeliefert wird, ist der reinste Wahnsinn, im positiven Sinne. Die Death Metal Parts, obwohl so offensichtlich raushörbar, hören sich mehr nach Progressive als nach Death Metal an und stören in keinster Weise, weder Atmosphäre noch die schönen Melodien. Blackwater Park ist meiner Meinung nach das beste was Opeth bis heute abgeliefert haben, und gehört auch in jede geordnete Metal-Sammlung, und wer mit dieser Platte Spaß hat, der soll sich auch den Vorgänger Still Life zulegen, denn der ist ähnlich klasse, wer dennoch lieber reinen Progressive ohne Growlen bevorzugt, dem sei Damnation (auch von Opeth) ans Herz gelegt, dort fallen diese nämlich weg. Anspieltipps könnte ich nennen, müsste ich aber jeden Track einzeln auflisten, denn dies ist ein absolut perfektes Gesamtwerk!
Monumental
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Als die CD die ersten Umdrehungen tat und die ersten Klänge aus den Lautsprechern kamen, war ich zunächst noch skeptisch. Das also sollte die beste Scheibe der Schweden sein? Wie ich es mir bei Opeth angewohnt hatte, lagen die Lyrics der Lieder vor mir und ich hatte mich eigentlich auf alles vorbereitet... Dachte ich! Es war ja nicht so, dass ich nun zum ersten Mal Opeth hörte, nein. Aber die folgenden 67 Minuten voller Gänsehaut und fassungslosem Staunen kann man nur mit einem Wort beschreiben: Monumental!

Nach den ersten Sekunden Schweigens und Ruhe vor dem Sturm wurde ich von einem gewaltigen Riff-Gewitter überrascht, als "The Leper Affinity" auf mich einprasselte. Nicht nur, dass die Musik, die Komposition, für Gänsehaut allein sorgt... Auch die Lyrics tragen dazu bei. Während ich also dem Klängen lauschte erschienen erste Bilder vor meinem geistigen Auge: Eine düstere Winterlandschaft, auf der schwerer Nebel hängt. Wie verzweifelte Hände wirkend strecken kahle Bäume ihre Äste in den grauen Himmel während der Winterwind eine einsame Melodie pfeift und unter der Erde ruht ein Sarg. Die Natur, das lyrische Ich in diesem Lied, flüstert dem Leichnam und heißt ihn in ihrer Umarmung willkommen: "We entered Winter once again / Naked, freezing from my breath / Neath the lid all limbs tucked away / This coffin is your abode from now and onwards / Your body is mine to avail / Such a tragic sight you are"
Für 10 Minuten und 22 Sekunden Gänsehaut gibt es von mir 5/5 Sternen. Doch wer glaubt, dass dieses Lied der Höhepunkt des Albums ist, wird im nachfolgenden Lied eines besseren belehrt.

"Bleak" beginnt mit einem Feuerwerk. Mikaels Grabesstimme und die geniale Melodie kreieren eine schaurig schöne Todeshymne. "Break of morning, coldness lingers on / Shroud me into nightmares of the sun". Wieder erscheint ein ähnliches Bild vor dem inneren Auge, wieder ist es eine nebelverhangene Winterlandschaft. Ein Mann treibt eine Frau durch den Nebel vor sich her, während er halb mit sich selbst, halb mit der Frau spricht. Sie selbst versucht ihn mit flehender Stimme und Tränen in den Augen zu beschwichtigen, während sie weiter zurückweicht/mitgezerrt wird. Und schließlich passiert es. Sie halten an, Nebelschwaden wabern um die Beine und mit den Knöcheln stehen sie im Wasser, während im Lied das Break kommt. Melodiös, süß wie der Tod, erklingen Akerfelds und Wilsons (zum ersten Mal auf dieser Schreibe) Stimmen. "Devious movements in your eyes / Moved me from relief". Der Dolch - welche Waffe auch sonst? - erscheint in den Händen des Mannes während die Frau panisch weiterredet. "Breath comes out white clouds with your lies / And filters through me". Und schließlich stößt er zu, die Klinge gräbt sich in die blasse Haut. "You're close to the final word / You're staring right past me in dismay / A liquid seeps from your chest / And drains me away". Er fängt ihren erschlafften Körper auf und trägt sie weiter in den Wasser, während Nebelschwaden ihren Körper umschmeicheln: "Mist ripples round your thin white neck / And draws me a line / Cold fingers mark this dying wreck / This moment is mine". Er genießt den Augenblick... Während die Musik wieder seichter, ruhiger wird, gleich der Stimme und der Atmung der Sterbenden, redet er sich ein, alles sei zu ihrem besten gewesen. Er versucht von ihr loszukommen, während er vor seinem geistigen Auge die Tat Revue passieren lässt. Wieder sieht er ihren angsterfüllten Blick, wieder sorgen Akerfeld und Wilson für Gänsehaut. Ein letztes Zittern überzieht die Frau in seinen Armen, die Augen brechen und er ist alleine: "Night fall again / Taking what's left of me / Slight twist, shivering corpse / Ornated with water, fills the cracks / Clasped in my lims by tradition / This is all you need". In einem furiosen Finale klingen schließlich die Töne aus und man wird fassungslos ob des grade Gehörten zurückgelassen.
Alle Zweifel sind längst wie weggespült, Musik kann nicht mehr besser werden. Tatsächlich geht dieses Erlebnis weiter über das hinaus, was wir heute unter Musik verstehen. Die Messlatte wurde hoch gelegt, 5/5 Sternen.

Völlig ausgelaugt vom grade gehörten braucht man erstmal eine Pause, und tatsächlich; man bekommt sie. "Harvest" beweißt, zum ersten, wohl aber nicht zum letzten Mal auf diesem Album, dass Opeth auch mit ruhigen Parts stimmungsvolle Klangwelten schaffen kann.
Unendlich traurig beginnt das Lied mit einem mehr als eine Minute langen Instrumental-Part. Ein Mann liegt auf dem Sterbebett und wünscht sich nichts sehnlicher, als nicht alleine sterben zu müssen. "Stay with me awhile / Rise above the vile / Name my final rest / Poured into my chest". Während er die Allee des Todes beschreitet - wir erinnern uns vielleicht an Master's Apprentices vom Deliverance-Album - hörte er die Klagen seiner Mitmenschen.
Totale Sinnlichkeit in dem Moment des Ablebens, typisch für Opeth und musikalisch unglaublich schön umgesetzt. Auch hier kann man wohl nicht weniger als 5/5 Sternen geben, einfach nur wunderschön.

Die Verschnaufpause ist vorbei, mit "The Drapery Falls" folgt ein weiterer Kracher des Albums, gnadenlos und wunderschön. Von dieser Gnadenlosigkeit fühlt man jedoch am Anfang nicht. Ein traurig klingender Mikael Akerfeld eröffnet das Lied melancholisch. "Please remedy my confusion / And thrust me back to the day / The silence of your seclusion / Brings night into all you say". Thema dieses Liedes ist, Überraschung, mal nicht der Tod. Vielmehr handelt es von einer Hassliebe zwischen einem Paar. Dabei mangelt es primär an der Kommunikation. Und trotzdem kann er nicht von ihr lassen, denn immer wieder fühlt er sich zu ihr hingezogen: "Pull me down again / And guide me into pain / I'm counting nocturnal hours / Drowned visions in haunted sleep". Während er nachts an ihrer Seite liegt, denkt er über die Situation nach und sieht ein, dass er einfach nicht von ihr lassen kann. Die Melancholie untermauert Akerfeld mit seiner traurigen Stimme und der langsamen, fast schläfrig wirkenden Melodie. Doch das währt nicht ewig. Wieder lehnt er sich auf, düstere Melodie und dunkle Stimme folgen. Er betrachtet seine metaphorischen Fingernägel, die vom Kampf blutig sind, während er einsieht: "Nails bleeding from the struggle / It is the end for the weak at heart / Always the same". Er betrachtet sie, während sie sich streiten. In ihrem Amulett spiegeln sich seine düsteren, ureigenen Triebe und Bedürfnisse und er schwört ihr aufs Neue den Tod. "My gleaming eye in your necklace reflects / Stare of primal regrets / You turn your back and you walk away / Never again". Ruhe kehrt ein und wieder muss er sich geschlagen geben. Wieder kann er nicht umhin, sie trotzdem zu begehren, und die Misere setzt sich fort: "Waking up to your sound again / And lapse into the ways of misery".
Das Lied ist eigentlich ein Paradebeispiel dafür, wie dynamisch Opeth's Musik ist. Ruhe und schnelle Parts, Growls und clean Vocals wechseln sich fließend ab, erzeugen einen überwältigend schönen Klangteppich. Beeindruckend, 5/5 Sterne von mir.

Auch wenn Harvest schon traurig war, folgt mit "Dirge for November" das tatsächlich melancholischste und traurigste Lied des Albums. Es geht wieder um den Tod, nur dieses Mal stirbt der Protagonist alleine, durch seine eigene Hand.
Akerfeld beginnt das Lied mit einer sauberen, endlos traurigen Einleitung während mit der Gitarre leiste die Melodie einsetzt. Wie erwähnt, ist das lyrische Ich alleingelassen in seiner schwersten, traurigsten Stunde. "Lost, here is nowhere / Searching home still / Turning past me, all are gone / Time is now". Schließlich ist die Zeit des Trauerns abgeschlossen, der erste der Drei Teile des Liedes ist beendet, die Zeit des Handelns ist gekommen. Die Musik schwillt an. Mit unendlich düsteren Stimme treibt Mikael die Handlung voran, während die Person auf Knien am Rande eines Sees sitzt und sein Spiegelbild betrachtet. Resignierend begeht er die Tat. "The mere reflection brought disgust / No ordeal to conquer, this firm slit".
Die Musik gibt dem Zuhörer einige Sekunden Pause, ehe der dritte Part ansetzt. Immer noch auf den Knien beobachtet er mit glasigen Augen, wie das Blut auf den Boden läuft. Nacht umfängt ihn und in ihm kehrt Ruhe ein: "Grant me sleep, take me under / Like the wings of a dove, folding around / I fade into this tender care".
Wow, schöner und trauriger geht es kaum. Soviel Emotionen, soviel Gefühl und Gänsehaut pur zeugen davon, dass 5/5 Sternen mehr als nur angebracht sind.

"The Funeral Portrait"... Ich habe viele gehört die gesagt haben, dass sei das schlechteste Lied auf dem Album, das Stück mit der wenigsten Bedeutung. Das Gegenteil ist der Fall, die Geschichte dahinter ist eine der besten und bildlichsten, die ich bisher gehört habe!
Ähnlich der ersten beiden Lieder entstehen auch hier wieder unweigerlich Bilder vor dem geistigen Auge und wieder ist es ein ähnliches Bild: Eine Winterlandschaft, mit Nebel verhangen. Eine Frau sitzt am Fenster ihres Hauses und blickt sehnsüchtig und gelangweilt nach draußen. "You wait by the window / Morning's breath on the sill / Idle hands given another try / So you wait and you savour the moment"
Draußen erscheint eine Gestalt im Nebel, rote Augen leuchten aus dem Dunst während der Nebel die Sünden des Mannes fortgewaschen hat. "Ruby eyes in the fog / Rain washing clean all the sins / A liquid gown that covers all". Welche Sünden? Dazu kommt es noch, denn es ist eine nicht enden wollende Schleife. Bei dem Mann handelt es sich um eine mit einer tödlichen Krankheit infizierte Person, die von Ort zu Ort zieht. Und überall wohin er geht, warten Frauen - welche natürlich repräsentativer Natur sind -, die gelangweilt von ihrem Alltag auf der Suche nach neuen Erlebnissen sind. "Like a derelict child / Heart burning for a stranger / Ascending to the meek / Flock round the liars in awe". Er will nicht der einzige sein, der dieser Krankheit erliegt, also teilt er sie. Nachdem er mit ihnen Kontakt hatte - egal welcher Natur - stößt er sie von sich wie einen benutzen Gegenstand. "Enough of this / You will leave me now / You will see it now / Perish at my hands". Für ihn deutlich zu erkennen sind sie nun gekennzeichnet und die Krankheit wird seine Opfer auch für die Gesellschaft deutlich kennzeichnen. "Fresh stigma look / Shall I take you with me". Der Kreis schließt sich, er lässt die Opfer zurück und zieht zur nächsten Stadt, zu den nächsten Wartenden. Dabei wendet er sich in einem inneren Monolog an seine zukünftigen Opfer und verhöhnt sie: "And you are just like them all / Stained by the names of fathers / I'm greeting my downward fall / Leaving the throes to others". Während er also seinen nahenden Tod begrüßt, hat er Freude daran, noch Menschen mit ihn den Tod zu reißen.
Was für eine Metapher... Eigentlich genauso eine, wie bei den restlichen Liedern auch, nur hier wirklich universeller, sodass sie jeder für sich deuten kann. Schwere Kost, hohes Tempo und kaum Verschnaufpausen. Grandios, melodisch brutal und sehr intelligent geschrieben. Sichere 5/5 Sternen.

Nach der Pause durch Patterns in the Ivy folgt mit "Blackwater Park" der tatsächliche Höhepunkt des Albums, das große Finale, das Inferno.
Das Lied handelt von all den menschlichen Abgründen in unserer Gesellschaft, unsere morbide Faszination für alles Kranke, für das Leid anderer und für jedes blutige Detail in den Medien. Eine Faszination, die in jedem von uns steckt. Dabei agiert der Erzähler als genau das; er beschreibt, was er sieht, als er - bildlich gesprochen - von einem Hügel auf den stereotypischen Vorort der modernen Gesellschaft, namentlich Blackwater Park, blickt.
Nach einem mehr als einminütigen instrumentalen Intro beginnt Akerfeld, mit gnadenloser Stimme zu berichten: "Confessor / Of the tragedies in man / Lurking in the core of us all". Dieses steht, wie oben erwähnt, von dem kranken Erbe, dass wir in uns allen tragen und von der Gesellschaft weitergereicht, gezüchtet und gefördert wird. Nach einer kurzen Verschnaufpause, in welcher sich der Beobachter umblickt, gibt er wieder, was er sieht. "Lepers coiled neath the trees / Dying men in bewildered soliloquys / Perversions bloom round the bend / Seekers, lost in their quest / Ghosts of friends frolic / under the waning moon". Dabei sind diese Bilder natürlich sehr metaphorisch und beschreiben alle Abgründe, das schlimmste, was man sehen kann. Beinahe biblische Ausmaße nehmen die Sünden, die Missstände, welcher er sieht, an. Dies wird von einer infernalischen Stimme und einer gnadenlos schönen Melodie begleitet. Dabei ist der Beobachter stolz drauf, über dem allen zu stehen, sieht sich nur als Beobachter und distanziert sich damit klar. Vielmehr betrachtet er sich als Privilegierten, als Evolution der Gesellschaft, der sich über die Menschen unter ihm lustig macht. "I am just a spectator / An advocate documenting the loss / Fluttering with conceit / This doesn't concern me yet / Still far from the knell / Taunting their bereavement".
Natürlich berührt es ihn und er ahnt, dass er nicht für immer außerhalb der Reichweite dieser Krankheit stehen kann. Mit Grabesstimme und nach wie vor gnadenloser Melodie schleudert das lyrische Ich dem Zuhörer die Vorwürfe an den Kopf: "Mod round the dead / Point fingers at the details / Probing vomits for more". Dabei beschreibt er genau das von ihm kritisierte Verhalten. Er zeigt auf, wie die Menschen aus dem Leid anderer eine Mode gemacht haben, wie sie jedes kleine Detail hervorheben und selbst die Überreste nach noch mehr Schmutz durchwühlen. Er sieht keine Hoffnung mehr für die Gesellschaft "We have all lost it now". Diese Morbidität ist zu einem Alltagsfaktor geworden, wie eine düsterer Herzschlag der Gesellschaft: "Regular pulse midst pandemonium". Statt nach Nahrung dürstet es uns Menschen nach Leid, Tod und allem Krankhaften. "You're plucked to the mass / Parched with thirst for the wicked". Schließlich zieht der Beobachter seine Schlüsse während Mikael zusammen mit der Musik zu einem, die Ohren umschmeichelnden, Finale ansetzt:
"Sick liaisons raised this monumental mark / The sun sets forever over Blackwater park". Während der erste Teil relative klar ist - das krankhafte Verhalten hat etwas zurückgelassen, was wie ein Monument, wie ein dunkles Mal von der menschlichen Morbidität zeugt - lässt sich die zweite Aussage in vielerlei Hinsicht deuten: Auch wenn der Sonnenuntergang vielleicht romantisch aussieht, schön aussieht, steht er doch für einen untergehenden Stern, für die heraufziehende Nacht. Düstere Gedanken also. Verstärkt wird das durch die Tatsache, dass tatsächlich jeden Abend die Sonne untergeht, also es etwas komplett Alltägliches ist. Jedoch handelt es sich dabei nicht um den normalen Sonnenlauf, schließlich geht über der stereotypischen Vorstadt Blackwater Park immer die Sonne unter. Aus dem Alltäglichen ist also etwas geworden, was die Menschen immer verfolgt, was wie ein Damokles Schwert über der Vorstadt hängt und von ihrem Untergang zeugt. Die Stelle ist ein unglaublich schönes Beispiel dafür, wie vielschichtig und intelligent die Musik von Opeth gestaltet ist. Einfach unbeschreiblich!
Die Stimme verklingt langsam und man wird mit etwas zurückgelassen, das man nur als "Aftermath" bezeichnen kann. Tatsächlich kann man kaum glauben, was sich in den letzten Minuten für ein musikalisches Gewitter über einem entleert hat. Man saugt jede Sekunde auf, begierig nach mehr und ist schon beinahe enttäuscht, dass es nach 67 Minuten tatsächlich zuende ist, dass die Scheibe ihre letzte Umdrehung vollführt und schließlich zum stehen kommt. Die darauf folgende Stille lässt einen peinlich berührt zurück, unfähig, etwas zu tun oder zu sagen. Eindeutig 5/5 Sternen und in meinen Augen der beste Lied, das ich jemals gehört habe....

Ich muss mich dafür entschuldigen, derart viel geschrieben zu haben. Tatsächlich bin ich der Ansicht, dass weniger zu schreiben einfach unverschämt wäre angesichts der Tatsache, was für ein Meisterwerk, was für ein Meilenstein der Musikgeschichte hier geschaffen wurde. Es geht eigentlich über den Begriff der Musik hinaus, vielmehr ist es eine Komposition, eine Geschichte, eine Oper. Daher war es für mich auch unbedingt nötig, die Bedeutung der Lieder zu erläutern und daraus zu zitieren, denn eine schöne Melodie schaffen mehrere Bands. Was Opeth dagegen abhebt, ist die Stimmigkeit aus wirklich genialen Lyrics und die perfekt dazu passende Melodie. Jede Sekunde ist stimmig, passt perfekt zu der Geschichte, die erzählt wird. Und eben das macht den Reiz der Musik aus. Wer nur auf der Suche nach einem Hintergrundgedudel ist, wie es in 99,9% der anderen Bands der Fall ist, ist hier definitiv falsch. Auch hebt sich die Musik insofern von anderen Musikrichtungen ab, dass Opeth einfach nicht zuzuordnen ist, die Band hat sich eine komplett eigene Musikrichtung geschaffen. Ich bin musiktechnisch weit gereist, habe überall nach der richtigen Musik für mich gesucht und schließlich bin ich hier gelandet. Ich glaube auch, dass meine Wanderung hier zu Ende ist, dass ich hier Musik gefunden habe, die nicht mehr zu schlagen ist. Um jemanden zu zitieren: "Music doesn't get better then this. Thank you, Opeth. "
Beinahe 100% perfekt!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Und ein weiterer Meilenstein in der Metalgeschichte stellt dieses Album dar.
Erstmals wird hier mit dem Porcupine Tree Fronter (Steve Wilson) zusammen gearbeitet, er ist nicht nur Produzent, sondern hat auch einige gesangliche Auftritte auf der CD.

Die Lieder sind eine Symbiose aus dem genialen Still Life und den älteren Werken und ist somit die damals logische Fortsetzung gewesen.

Song für Song Vergleich ist hier unangebracht, deshalb einfach noch ein paar Worte zu dem, was den Hörer erwartet:

Mal drischt die Double Bass auf einen ein, dann wiederholt sich ein Riff mit zig Variationen, Soli und komplexen Bass-Läufen und Drumpatterns, dann wird es ruhig, von melancholisch bis schönste Melodienläufe ist alles vertreten.

Aus den Liedern sticht jedoch am meißten das geniale The Drapery Falls heraus, welches mit rund 12 Minuten recht lang ist, aber keinesfalls langweilig.

Es gibt nur eine Zutat auf dem Album, die mir nicht schmecken will: Steve Wilson. Sein weinerlicher Gesang ist eher schlechtr als recht, weniger von ihm wäre zudem passender gekommen. Gut, dass Akerfeld auf Ghost reveries erkannt hat, dass seine Cleanstimme deutlich besser als die Steve Wilsons ist!

Nichtsdestotrotz haben wir hier ein Album, dass an die typische Opeth-Qualität anschließen kann und jeden Fan melancholischen und progressiven Metals überzeugen kann (was auch das geniale Cover einem regelrecht andeutet).
Unerreicht...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
...ist dieses Album von Opeth.
Schon alleine der Opener The Leper Affinity ist ein super Song, doch das darauffolgende Bleak ist einfach nur über alles erhaben. Wo einem zunächst nur Geschredder, Gewalt und irgendeine Melodie entgegenfegt wird mehrmaligem Hören ein Song, der an Atmosphäre, Intensität, Ideenreichtum und bombastischem Sound eigentlich nur noch in The Drapery Falls einen ebenbürtigen Gegner findet.

Auch die anderen Songs, Harvest, The Funeral Portrait oder Dirge for Novembre sind wirklich Spitzenklasse, aber im Ernst, anders will man es doch von Opeth auch nicht erwarten.

In meinen Augen ist Black Water Park das größte Werk, dass Opeth bisher auf die Beine gestellt haben.
Natürlich, der Einstieg ist wie bei jedem Opeth Album nicht gerade einfach, da dauert es bei manchen Liedern schon vier oder fünf mal, bis es "Klick" macht. Aber wenn man dann einmal drin ist, dann gibt es kaum schöneres als sich von dem unglaublich genialen Anfang von The Drapery Falls, dem unerreicht fetten Wechsel von hart zu melodisch in Bleak, oder der Melancholie in Harvest berauschen zu lassen.

Keine Musik für zwischendurch, diese Scheibe verdient die volle Aufmerksamkeit.
Ausnahmsweise empfehle ich nicht die Snippets. Dieses Album sollte man als Gesamtwerk betrachten, Ausschnitte (und dann auch noch so kurze) zu hören halte ich für unangebracht.

Absolute Kaufempfehlung, alles unter 5 Sternen wäre eine Frechheit.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Watermark

Watermark von Enya

Audio CD von Wea (Warner)
Preis bei Amazon: EUR 14,45, Angebote ab EUR 8,75

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 1988
Zoom ± Produkt-Bild: Watermark

Tracks:

  • Watermark
  • Cursum Perficio
  • On Your Shore
  • Storms In Africa
  • Exile
  • Miss Clare Remembers
  • Orinoco Flow
  • Evening Falls...
  • River
  • The Long Ships
  • Na Laetha Geal M'oige

Produktbeschreibung


WATERMARK
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Nicht genial, aber ganz gut...
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
So richtig umhauen tut mich Watermark nicht...das tat erst Shepherd Moons.
Natürlich sind dort einige gute Songs drauf wie "Oronico Flow" und "Storms in Africa"...und mein Favorit, das düster-mächtige "Cursum Perficio".
Aber im großen und ganzen ist es nicht halb so schön wie der Nachfolger von 1991. Den wird Enya wohl nie wieder übertreffen...
Der kommerzielle Durchbruch
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Das Album, mit dem man den internationalen Durchbruch schafft, stellt in der Karriere eines Künstlers immer eine Besonderheit dar. Mit der Singleauskopplung "Orinoco Flow" knackte Miss Eithne Patricia Ní Bhraonáin alias Enya europaweit die Top 10 der Charts (unter anderem Nummer 1 in Großbritannien) und auch das Album konnte vordere Plazierungen belegen. Leider ist eben genannter Song eher einer der Schwachpunkte der Platte, ob man das am exzessiven Radioeinsatz oder am Lied selbst festmachen soll, vermag ich nicht recht zu sagen.

Dabei hat "Watermark" durchaus hörenswerte Mixturen aus irischer Folklore und Synthieklängen zu bieten. Meilenweit allen anderen Tracks voraus dabei das düstere "Cursum Perficio", auch der eröffnende Titeltrack weiß zu gefallen. Dennoch trifft stellenweise auch auf dieses Enya-Album der Vorwurf des Hochglanzkitsches zu, beispielhaft dafür "The Longships". Das wirkt - gerade wenn man als Vergleich das doch noch etwas rauere Debütalbum "The Celts" heranzieht - einfach überproduziert. Wohltuend hebt sich dagegen das in der irischen Nationalsprache Gaeilge gesungene "Na Laetha Geal M'óige" ab - angenehm zurückgenommen und sparsam instrumentiert. Traumhaft schön!

Wie bei vielen andere Alben der Irin muß man sich die Highlights herauspicken, beim Durchhören am Stück erreicht man schnell die Soundzuckerguß-Erträglichkeitsgrenze. Dennoch ein - passende Stimmung vorausgesetzt - hörenswertes Album, das zum Träumen einlädt.
Musikalische Landmarke
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Es war Weihnachten 1988: einem alten Reflex folgend schaltete ich zwischendurch das Radio ein, wollte wissen, ob bei BFBS die Top 20 lief. Ich hörte aber getragene Musik mit sakralem Touch und glaubte schon, es gäbe ein Sonderprogramm zu den Feiertagen, als sich dann doch die vertraute Stimme meldete und anmerkte, hier handele es sich um den ersten Neueinsteiger der Woche, gesungen von ... für mich hörte es sich an wie "Anja" englisch ausgesprochen. Da es mich sehr wunderte, dass etwas so schönes charttauglich war, stellte ich Nachforschungen an und fand Tage später - in der Prä-WWW-Ära dauerte sowas noch - heraus, dass ich Enya mit "Evening falls" von ihrem Album "Watermark" gehört hatte.
Mit dieser Story offenbare ich zugleich, dass mir ihr vorangegangener Super-Hit "Orinoco flow" anscheinend unbekannt geblieben war. Hätte sie nur Stücke wie diesen Karibik-Knüller eingespielt, wäre sie für mich wohl ein Name unter vielen geblieben. Ihre Balladen dagegen konnten verzaubern, beim Hören der kompletten CD das gälische "Na laetha geal m'oige" mehr noch als "Evening falls".
Enya war die erste weibliche Songwriterin und Interpretin, die mit einem Album bei mir Nummer eins wurde und die zwei Jahrzehnte währende Dominanz der Musik machenden Männer beendete. Später wurde sie von der etwas vielseitigeren Loreena McKennitt verdrängt - nicht zuletzt, weil Enyas im Abstand von mehreren Jahren veröffentlichten Nachfolge-Alben eigentlich immer gleich klangen. Einerseits konnte man auf diese Weise zwar sicher sein, keinen Fehlkauf zu tun, andererseits wurde aber so die Erwartung enttäuscht, es könne noch eine Steigerung des anfänglichen Glücksgefühls geben.
Für mein Empfinden hat Enya nur an zwei Punkten den Standard übertroffen, den sie mit "Watermark" gesetzt hat: inhaltlich mit dem religiös anmutenden "Memento .. et itur ad astra" (das für mich in der Erinnerung unauslöschlich mit dem Tod meines Vaters verknüpft ist) und musikalisch mit jener himmlischen halben Minute gegen Ende von "Water shows the hidden heart", wohl das Optimum an Vokalharmonien, das eine einzelne Person mit Hilfe von Studiotechnik hervorbringen kann.
Abgesehen davon weiß aber genug von Enyas Musik, wer eine ihrer CDs kennt. Und dann wäre "Watermark" der Vorzug zu geben, weil das Original gegen über allen Remakes doch so etwas wie das Erstgeburtsrecht beanspruchen darf.
Da scheiden sich die Geister...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
... und diskutieren heftig die Frage: Ist das nun aufgepeppter, belangloser Edelkitsch oder nicht? Ich halte es mehr mit der zweiten Fraktion. Vor vielen Jahren durch "Orinoco flow", einer für die damaligen Charts recht ungewöhnlichen Pop-Nummer auf Enya aufmerksam geworden, schätze ich seitdem eigentlich noch mehr die ruhigen Balladen. Es ist einfach wunderschöne Musik zum Abschalten und Entspannen in beinahe jeder Situation. Man mag ihr vorwerfen, sich seit "Watermark" immer nur wieder selbst kopiert zu haben (ohne jetzt irgendeinen Vergleich zu ziehen, mögen Klassiker mir die ketzerische Anmerkung verzeihen, daß der zu recht hochgeschätzte Johann Sebastian Bach schon im Barock der König des Selbstplagiates war...), aber ihre Konstanz, nicht dem angesagten Trend zu folgen, hat in den heutigen extrem schnellebigen Medien etwas Beruhigendes. Insbesondere reizvoll sind sämtliche Stücke, die sie auf Gälisch singt und somit einer aussterbenden Sprache noch einmal Gehör verschafft. Enya ist zweifellos nichts für Hörer, die von jedem Stück "Action" erwarten. Die Melodien erschließen sich beim ruhigen Zuhören - übrigens finde ich es stets verblüffend, daß Enyas Musik am besten in der dunklen Jahreszeit funktioniert. Wer "Watermark" in die Esoterik-Ecke einsortiert, hat bestimmt nicht ganz unrecht... Für Hörer, die die keltische Motivik schätzen, aber denen der Sound zu verhallt und künstlich erscheint, könnte sich ein Abstecher zu Enyas Schwester Maire Brennan und der Gruppe Clannad lohnen; hier werden die keltischen Folk-Einflüsse "erdiger" verarbeitet als bei Enya. Wer aber einfach Musik zum Zuhören und Entspannen sucht, der ist bei "Watermark" mit Sicherheit gut aufgehoben!
Das düstere "Cursum Perficio"
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Den Titel "Orinocco Flow" kannte ich ja schon vorher aus dem Album "Paint the Sky with Stars", das ich mir ja wegen "Orinocco Flow" gekauft habe, und nicht wegen "Watermark", wie ich zu meiner Schande gestehen muß. Das Lied klingt schon so wie der Fluß. "Watermark ist auch ein Favorit, und erinnert mich vom Namen her an das System von Wasserstraßen in Irland. Es ist ein ruhiger Titel.
Der beeindruckeste Titel ist für mich aber, und das hat ein anderer Vorrezensent auch schon festgestellt, ist "Cursum Perficio". "Cursum Perficio" ist ein düsterer Titel. In dem Computerspiel "Sanitarium" kommt in einem Level ein Hintergrundthema vor, das dem Anfang von "Cursum Perficio" ziemlich gleicht. Und so würde "Cursum Perficio" auch in dieses Genre passen: Düster, bedrohlich, wenn auch ohne Höhepunkt.

Alleine wegen dieser drei Titel ist das Album schon wert, es sich zu kaufen.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften