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Produkt-Bild: Die Deutschen (10 DVDs im Geschenkschuber)

Die Deutschen (10 DVDs im Geschenkschuber)
mit diverse, Regie: Olaf Götz;Christian Twente;Stephan Koester;Erica von Moeller;Robert Wiezorek

DVD von Komplett Media
Preis bei Amazon: EUR 64,95, Angebote ab EUR 54,54

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Dezember 2008
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Produktbeschreibung


Ein Jahrtausend deutscher Geschichte in einer zehnteiligen Dokumentarreihe: Das ZDF spannt mit dem Programmschwerpunkt "Die Deutschen" den historischen Bogen von den Anfängen unter Otto dem Großen im 10. Jahrhundert bis zur Ausrufung der ersten deutschen Republik durch Philipp Scheidemann im November 1918.
Wie die deutsche Vielfalt erst über Jahrhunderte zur Vereinigung führte, wie sich das Ringen um Einheit und Freiheit in der Mitte Europas gestaltete, ist in der bislang aufwändigsten Dokumentarreihe zur deutschen Geschichte dargestellt. Die entscheidenden Wendepunkte wurden, eingebettet in dokumentarische Sequenzen, szenisch rekonstruiert. Insgesamt kamen - neben namhaften Schauspielern - mehrere hundert Komparsen zum Einsatz. Fast fünfhundert hochkarätige 3D-Grafiken und Computeranimationen sowie eindrucksvolle Luftaufnahmen von historischen Schauplätzen und Landschaften machen die Filme zu einem Erlebnis.
Eine bewegende Zeitreise in ein Land mit wechselvoller Geschichte.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Sehr gute Doku, nicht für Jedermann erschwinglich
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Da ich nicht alle Folgen im Fernsehen verfolgen konnte, nahm ich mir vor, die Serie einfach im Handel zu erwerben, wenn sie als Box auf den Markt kommt. Bei dem hohen Preis schrecke ich jetzt aber davor ab.

Dabei finde ich diese Serie sehr wichtig, weil sie doch auf spannende und vor allem sehr verständliche Weise unsere deutsche Geschichte vermittelt. Da ist es wirklich jammerschade, dass sie für den Verbraucher, der auf sein Geld achten muss, schlicht unerschwinglich ist.
Parforceritt durch 1000 Jahre
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Der Gedanke, 1000 Jahre deutscher Geschichte an 10 ausgewählten "Zeitpunkten" festzumachen, kann mich nicht überzeugen. Diese werden in epischer Breite und Spielszenen nachgestellt, aber alles andere bleibt außen vor. So ist zwischen Barbarossa und Luther im Mittelalter nichts erwähnenswertes in Deutschland passiert? Wie ist es mit der Rolle Deutschlands in der Mitte Europas über die Jahrhunderte, der Einflußnahme anderer Mächte, um einen geschlossenen Herrschaftsbreich zu verhindern? Das Verhältnis Frankreich- Deutschland vom 17. bis zum 20. Jahrhundert? Die Hanse, der deutsche Orden? Ist der Föderalismus wirklich so toll? Die Serie schließt mit einem phantasielosen Teil über Wilhelm II. ab, über die deutsche Rolle beim Ausbruch des ersten Weltkriegs wird lieber nichts gesagt und über alles nach 1918/19 auch nicht. 1933-45 mag ja schon hundertfach diskutiert worden sein, aber zumindest die Weimarer Republik als erster deutschen Demokratie hätte einen eingenen Teil verdient. Der Preis tut sein übriges dazu!
Ein Millennium deutscher Geschichte - spannend verpackt auf 10 DVDs
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Unter der Federführung von Professor Guido Knopp ist dieser aufwändig produzierte ZDF-Dokumentations-Mehrteiler entstanden - auf insgesamt zehn DVDs werden ebenso viele Epochen der deutschen Geschichte des vergangenen Millenniums dargestellt.

Dabei hat sich Guido Knopp zehn historische Persönlichkeiten, die für ihre Zeit, deren Denken und die Entwicklung der deutschen Nation gewissermaßen repräsentativ waren, herausgegriffen, um den Bogen zu spannen über die über ein Jahrtausend reichende Geschichte der Deutschen. Hier bewahrheitet sich der Ausspruch, dass Geschichte niemals nur langweiliges, aneinander gereihtes Faktenwissen ist. Vielmehr ist ein abwechslungsreiches, vielfarbiges und ungemein faszinierendes Gesamtporträt dieser "verspäteten Nation" entstanden - ein Kaleidoskop, welches die wechselhafte und von allerlei tiefgreifenden politischen sowie sozialen Zerrüttungen und Konflikten geprägte Geschichte des "Täusche-Volks", wie die Deutschen einmal von ihrem eigenen Philosophen - Friedrich Nietzsche - umschrieben wurden, widerspiegelt und nachempfinden lässt.

Die Epochen im Einzelnen:

- Otto und das Reich
- Heinrich und der Papst
- Barbarossa und das Kaisertum
- Luther und die Nation
- Wallenstein und der Krieg
- Preußens Friedrich und die Kaiserin
- Napoleon und die Deutschen
- Robert Blum und die Revolution (Anm.: Mitglied der Paulskirchenversammlung 1848)
- Bismarck und das Deutsche Reich
- Wilhelm und die Welt

Eine kleiner DVD-Tipp für diejenigen, die sich weitergehend für den Zerfall der Weimarer Republik, den Niedergang der demokratischen Kultur und die Diktatur der Nationalsozialisten bis hin zum Ende des Zweiten Weltkriegs interessieren: Die nach dem gleichnamigen Buch von Joachim C. Fest entstandene, hervorragende Dokumentation "Hitler - Eine Karriere" [Hitler - Eine Karriere].

Im Ganzen ist eine sehr, sehr schöne und zudem optisch und darstellerisch beeindruckende TV-Dokumentation herausgegeben worden (auch wenn die Darsteller den von ihnen verkörperten Figuren teilweise recht unähnlich sehen), die dem breitgefächerten historischen Fundus der Deutschen gerecht wird und darüber hinaus Lust macht, die Geschichte der eigenen Nation zu entdecken. Ich kann diese DVD-Box jedem geschichtlich Interessierten nur wärmstens weiterempfehlen - vor allem auch als Geschenk eignet sich dieser schön anzusehende Schuber meiner Ansicht nach hervorragend! Von mir gibt es summa summarum die verdiente Höchstpunktzahl.
Keine Atempause - Geschichte wird gemacht!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Mit der Entwicklung der zehnteiligen Sendung "Die Deutschen" hat das ZDF endlich eine Brücke zwischen einer ernstzunehmenden Geschichtsdarstellung und dem Massenpublikum geschlagen. Auch wenn die feine FAZ die Nase rümpfte, wird jeder, der nur ein halbes Jahr Geschichte in der Schule unterrichtet und das ganze Elend der dort vorherrschenden medialen Präsentation gekostet hat, die neue Serie uneingeschränkt begrüßen.
Schon die erste Folge "Otto und das Reich" vermag die Gründung Deutschlands als Folge der ungarischen Bedrohung, die Konstruktion des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und seine Organisation durch das Ottonische Reichskirchensystem im 10. Jhdt. recht plausibel darzustellen. Der zweite Teil "Heinrich und der Papst" stilisiert das Drama von Canossa vielleicht ein wenig zu monothematisch, aber das Grundmotiv des Kampfes zwischen Kaiser und Papst wird recht deutlich herausgearbeitet. Im dritten Teil "Barbarossa und der Löwe" geht es um die Entstehung der deutschen Landesherrschaft, dargestellt am Beispiel Heinrichs des Löwen. Schade, dass von hier aus kein Weg zur Goldenen Bulle von 1356 und zum Spätmittelalter führt. Stattdessen setzt die Serie erst wieder bei Luther ein (4. Folge ), dessen reformatorischer Furor recht dramatisch rüberkommt. Im Grunde handelt auch "Wallenstein und der Krieg" von der Reformation, und zwar vom schrecklichen Effekt der Religionsspaltung im Dreißigjährigen Krieg (5. Folge). Die Auseinandersetzung zwischen Friedrich II und der Kaiserin Maria Theresia gehört zu den besten Partien des Werkes. Die Schlachten von Hochkirchen, Leuthen, Kunersdorf, die Reformen des Königs und der Unterschied zwischen dem toleranten Österreich und dem militaristischen Preußen werden auch nur mäßig Geschichtsinteressierte so schnell nicht vergessen (6. Folge ). Dann klopft die Weltgeschichte wieder an Deutschlands Tore, denn Napoleon steht vor der Türe und erzwingt in Deutschland tief greifende Reformen ("Napoleon und die Deutschen"- Folge 7). Ein darstellerische Fehlbesetzung schmälert ein wenig den Genuss der Folge "Robert Blum und die Revolution"(Folge 8 ), in der an sich die Revolution von 1848 an sich ganz gut dargestellt wird - wenn nur Robert Blum nicht dauernd so unsäglich herumlispeln würde. Befremdlich allerdings erscheint die positive Grundierung des Bismarcks Attentat am Beginn der Folge "Bismarck und das Deutsche Reich" (9. Folge ), die ansonsten ganz ausgezeichnet Bismarcks Doppelgesicht als erfolgreicher Außenpolitiker und bedenkenloser Machtmenschen im Innern widerspiegelt. Nach so viel gelungenen Folgen kann man die letzte ("Wilhelm und die Welt - Folge 10)leider vergessen. Sie ist ganz im Unterschied zu den neun vorhergehenden Folgen ein Sammelsurium von Szenen und Ereignissen aus einer dreißigjährigen Regierungszeit, an deren Ende man ein wenig ratlos zurückbleibt.
Abgesehen vom letzten Teil aber ist jede einzelne Folge ihr Geld wert, und ich behaupte, dass ein Schüler, der sich diese Serie dreimal aufmerksam ansieht, mehr über Geschichte lernt als der Durchschnitt seiner Altersgenossen, der im Geschichtsunterricht jahrelang vor sich hin pennt. So kann ich diese Cassette auch zu dem deftigen Preis von über 60 Euro uneingeschränkt empfehlen. Am besten gelungen sind meiner Ansicht nach: Otto(1), Barbarossa (3) Wallenstein (5) Friedlich II (6) und Bismarck (9).
Von Otto bis Wilhelm: Das Geschichtsbewusstsein der Deutschen wird neu geformt
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
"Wenn der Zuschauer am Ende der Serie sagen kann: 'Ja, das war eine interessante, spannende und gute Geschichte', dann habe ich mein Ziel erreicht." So äußerte sich sinngemäß Deutschlands Chefhistoriker Guido Knopp zum Zweck der ZDF-Reihe "Die Deutschen", die in zehn Teilen einen Bogen von Otto dem Großen bis zu Kaiser Wilhelm II. spannt. Noch bis vor wenigen Jahren wäre so eine Aussage undenkbar gewesen und hätte für große Unruhe gesorgt. Nicht auch zuletzt aufgrund der mannigfaltigen Produktionen der Knopp-Maschinerie, war das kulturelle Gedächtnis Deutschlands auf den Zweiten Weltkrieg fokussiert. In Schulen, Universitäten und im allgemeinen öffentlichen Diskurs definierte sich das Geschichtsverständnis der Deutschen in weiten Teilen aus den Jahren zwischen 1933 und 1945 und die vorhergehenden Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte, wurden von einer breiten Masse der Geschichtsinteressierten nur unter dem Aspekt betrachtet, inwiefern hier denn bereits Vorbedingungen für den Nationalsozialismus angelegt gewesen seien. Von dieser Prämisse macht sich die Serie völlig frei. Die Leitfragen von "Die Deutschen" lauten vielmehr: Was ist Deutsch? Wer sind die Deutschen? Ab wann begannen die Menschen, sich als Deutsch zu betrachten und zu bezeichnen? Wie wurde Deutschland zu einer Nation? Und bei aller möglichen Kritik, auf die ich am Ende meiner Rezension eingehen werde, und auch bei aller Vorbehalte gegen Guido Knopp und seiner Herangehensweise an Geschichte, will ich als Geschichtsinteressierter und Geschichtslehrer bereits an dieser Stelle sagen, dass dem ZDF mit dieser Serie eine hervorragende Produktion gelungen ist, die das Potential hat, das Geschichtsbewusstsein der Deutschen nachhaltig zu beeinflussen und dazu anregt, sich näher mit der Entwicklungsgeschichte unserer Sprache, unserer Kultur und unserer Nation zu beschäftigen.

Folgende Themen/Personen werden in der Serie behandelt: Otto und das Reich, Heinrich und der Papst, Barbarossa und der Löwe, Luther und die Nation, Wallenstein und der Krieg, Preußens Friedrich und die Kaiserin, Napoleon und die Deutschen, Robert Blum und die Revolution, Bismarck und das Deutsche Reich und Wilhelm und die Welt. Sämtliche Teile der Serie bestehen aus aufwendig inszenierten Spielsequenzen, die den Sinn und Zweck verfolgen, entscheidende geschichtliche Ereignisse und Momente zu verdichten und für den Zuschauer anschaulich darzustellen. So wird gezeigt, wie Heinrich IV. 1077 vor der Burg in Canossa drei Tage lang im Schnee ausharrt, um vom Papst Gregor VII. vom Bann gelöst zu werden. Durch das die Serie wie ein roter Faden durchziehendes Prinzip der Anschaulichkeit werden dem Zuschauer auch sehr schön die Hintergründe solcher Ereignisse deutlich gemacht. Warum nahm Heinrich IV. diese Tortur auf sich? War er wirklich ein reuiger Sünder. Nein, wohl eher nicht. Vielmehr war seine Aktion wahrscheinlich ein brillant inszenierter Akt des politischen Kalküls, da er als gebannter König untragbar gewesen wäre. Und wieso ließ sich Gregor VII. dazu überzeugen, seinem Erzfeind im Kampf weltliche Macht gegen geistliche Macht die gewünschte Bannaufhebung zu erteilen? Ehrliche Rührung? Auch hier wohl eher nein. Als Papst war er aber dazu verpflichtet, Vergebung zu gewährleisten, so dass er wohl die politische Motivation Heinrichs erkannt hat, aber qua Amt dazu verpflichtet war, mit der geballten Faust in der Tasche dem sich reuig gebenden Sünder die Rückkehr in den heiligen Schoß der Kirche zu erlauben.

Neben der Anschaulichkeit, die viele Sachverhalte gut und verständlich auf den Punkt bringt und für den Zuschauer verständlich darstellt, glänzt die Serie durch eine Topbesetzung von Experten, die zwischen den Spielszenen das soeben Gezeigt einordnen, kommentieren und ergänzen. Dem ZDF ist es gelungen, einige der renommiertesten Historiker Deutschlands für ihre jeweiligen Spezialgebiete zu verpflichten. Gerd Althoff, Verfasser des Standardwerks Die Ottonen: Königsherrschaft ohne Staat und Stefan Weinfurter, der mit seinem Buch Canossa: Die Entzauberung der Welt für Aufsehen sorgte, kommentieren die Mittelalterepisoden der Serie. Lothar Gall und Wolfram Siemann, zwei der führenden Größen über die Entwicklungen der liberalen Bewegungen in
Deutschland sowie die Revolution von 1848, sind für die Episoden, die das 19. Jahrhundert behandeln, verantwortlich. Und Heinrich August Winkler, schließlich, der mit seinem im Jahr 2000 erschienen Buch Der lange Weg nach Westen. das Standardwerk über die Geschichte Deutschlands von der Französischen Revolution bis zur Wiedervereinigung unter der Leitfrage "Einheit oder Freiheit" geschrieben hat, fungiert in den beiden abschließenden Teilen als ein Experte.

Natürlich gibt es viele Dinge, die man an der Produktion kritisieren kann. Ist diese ganze Personalisierung überhaupt zulässig? Kann man von einer Person ausgehend ein adäquates Bild einer geschichtlichen Entwicklung aufzeigen? Was ist mit den Strukturen, die dem Handeln von Personen zu Grunde liegen und dieses oftmals überhaupt erst möglich machen? Warum beginnt man mit Otto I. und nicht bereits mit Karl dem Großen oder gar der Varusschlacht? Reduziert die Serie nicht viel zu sehr? Wird der Inhalt nicht zu sehr dem Prinzip der Anschaulichkeit geopfert? Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Dennoch bin ich der Meinung, dass es der Serie in jeder ihrer Episoden gelingt, von einer Person ausgehend wichtige ereignis- und strukturelle Aspekte deutscher Geschichte auf populärwissenschaftlichem Niveau verständlich, ansprechend und für den Zuschauer gewinnbringend zu behandeln. Natürlich genügt diese Serie keinen wissenschaftlichen Kriterien. Dieses Ziel hat sie auch überhaupt nicht. Für ein Publikum, welches sich den genannten Themen auf wissenschaftlichem Niveau nähern möchte, finden sehr schnell, sehr viele Publikationen. Ein paar Verfasser von Standardwerken habe ich genannt. Hier geht es vielmehr darum, ein breites Publikum vereinfacht, aber historisch korrekt, über geschichtliche Entwicklungen zu informieren, die im populärwissenschaftlichen Diskurs bisher keine Rolle gespielt haben. Darin liegt das große Verdienst der Serie, die trotz vieler Aspekte, die man kritisieren könnte, allen Interessierten wärmstens zu empfehlen ist.
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Produkt-Bild: Die Deutschen, Teil 10 - Wilhelm und die Welt

Die Deutschen, Teil 10 - Wilhelm und die Welt
mit Udo Schenk, Benjamin Morik, Regie: Olaf Götz;Christian Twente;Stephan Koester;Erica von Moeller;Robert Wiezorek

DVD von Komplett Media
Preis bei Amazon: EUR 14,99, Angebote ab EUR 12,28

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Die Deutschen, Teil 10 - Wilhelm und die Welt

Eine Kundenrezension:

Abschluss der Dokureihe...
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Der zehnte und vorläufig letzte Teil der Reihe (Stand 11/2008) "Die Deutschen" befasst sich mit dem Zeitalter der Deutschen zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Kaiser Wilhelm II. selbst davon überzeugt, ein von an Gottes Gnaden berufener Herrscher zu sein, will mit Deutschland Weltmacht sein.
Viele seiner Untergebenen im Reich trauen das einem Deutschland unter diesem Kaiser als ihren Repräsentanten zu. Maßlose Überschätzung der eigenen Wichtung im Kampf um die Weltpolitik oder berechtigter Anspruch Deutschlands? Einen Weg hin zur Weltmacht sieht Wilhelm II. in dem Erwerb der noch wenigen, zur damaligen Zeit nicht vergebenen Kolonien.

Der Kaiser der Deutschen Wilhelm II. jedenfalls ist sich seiner selbst so sicher, dass er sich aufführt wie ein Alleinherrscher über ganz Deutschland. Fast vergisst er, dass mit ihm auch noch der Kanzler und ein Parlament mit über die Geschicke Deutschlands entscheiden. Für ihn ist jeder, der an ihm und seinen Entscheidungen zweifelt oder Kritik übt, gleich ein Gegner der Sache der Deutschen und kein wahrer Patriot. So erklärt sich auch sein zwiegespaltenes Verhältnis zur sich immer stärker organisierenden Arbeiterschaft. In der sich gründenden Vertretung der Industriearbeiter der SPD, sieht Wilhelm II. "eine Rotte von Menschen, nicht wert den Namen Deutscher zu tragen". Immer näher kommt Deutschland, wieder einmal in seiner Geschichte, einer innerpolitischen Spaltung und dem Aufbrechen alter Konflikte.

Seine in die Geschichte als "Hunnenrede" eingehende Ansprache am 27.06.1900 in Bremerhafen zeigt, welch unsensibles Geschick Wilhelm II. auf dem diplomatischen Parkett zeigte.

Mit dem Ausspruch "Pardon wird nicht gegeben! Gefangene werden nicht gemacht!" schickt er die deutschen Truppen in die Schlacht gegen die westlichen Kolonialherren in China.

Ganz Europa will er seine Macht demonstrieren und zeigen, wie die deutschen Truppen im Sommer 1900 den "Boxeraufstand" in China niederschlagen. Er ruft seine Truppen mit dem Schlachtruf "So wie die Hunnen" zu brutalstem Auftreten gegenüber den Aufständigen auf. So gelangt Deutschland in aller Welt in den Ruf, eine machtgierige und äußerst brutale Nation zu sein. Aber immer mehr regt sich selbst im eigenen Land der Widerspruch gegen Wilhelms übergroßen Anspruch auf die Macht als alleiniger Herrscher.

Beginnend mit dem Jahre 1906 erfüllt sich Wilhelm II eine Wunsch, welcher schon seit Kindertagen in ihm keimte. Ein bis dahin in der Geschichte nie dagewesenes Wettrüsten im Bereich des Flottenbaus beginnt zwischen England und Deutschland. England fühlt sich immer mehr in die Enge getrieben und bildet mit Frankreich und Russland Allianzen.

Mit dem Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand und seiner Frau am 28. Juni 1914, durch einen serbischen Nationalist, verliert Wilhelm II. vollends das Ruder der eigenständigen Entscheidung aus der Hand. Eher ungewollt muss sich Deutschland im Kampf an Österreichs Seite stellen, als am 29. Juli 1914 österreichische Geschütze mit dem Beschuss von Belgrad beginnen. Ganz Europa wird in einen Krieg gezogen, der aufgrund des technischen Fortschritts der letzten Jahre, als einer der schlimmsten und an Opfern reichster, aller bis dahin geführten werden sollte.

Nach 4 Jahren Krieg und Massensterben, muss im September 1918 die Heeresleitung eingestehen, dass sie und ihre Truppen, nicht mehr in der Lage sind, diesen aussichtslosen Krieg fortzuführen. So unter Druck muss Wilhelm II. einem parlamentarischen Regierungssystem zustimmen, dass Verhandlungen über die Beendigung des Krieges, hin zu Friedensgesprächen ermöglicht.

In dieser Zeit brodelt es aber auch immer mehr innerhalb Deutschlands.
Die Zeichen und Ideen der Novemberrevolution erreichen alle Teile Deutschlands. Der Kanzler der neuen Reichsregierung, Max von Baden, befürchtet einen Ausbruch eines Aufstandes und die geschichtliche Entwicklung wie zuvor in Russland. Dringends legt er Wilhelm II. seinen Rücktritt nahe. Als dieser sich weigert, erklärt der Kanzler eigenmächtig und selber, am 09.November den deutschen Kaiser für abgesetzt.

Das Volk der Deutschen hat sein Ziel erreicht und mit seiner Macht das Kaisertum beseitigt.

Am 09. November 1918 verkündet Philipp Scheidemann mit den Worten "Es lebe das Neue! Es lebe die deutsche Republik!" den Beginn einer neuen Epoche. Den wahren Anfang der Demokratie auf deutschem Boden, in einer deutschen Republik.

Autor: Torsten
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Produkt-Bild: Die Deutschen, Teil 9 - Bismarck und das Deutsche Reich

Die Deutschen, Teil 9 - Bismarck und das Deutsche Reich
mit Vlad Radescu, Constantin Draganescu, Regie: Olaf Götz;Christian Twente;Stephan Koester;Erica von Moeller;Robert Wiezorek

DVD von Komplett Media
Preis bei Amazon: EUR 14,99, Angebote ab EUR 14,95

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Die Deutschen, Teil 9 - Bismarck und das Deutsche Reich

Eine Kundenrezension:

Die Deutschen geht informativ weiter...
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Beginnend Mitte des 18. Jahrhunderts erzählt die 9. DVD aus der Reihe "Die Deutschen" die Geschichte jener Tage und das Wirken von Bismarck in ihnen.

Dabei ist Ministerpräsident Otto von Bismarck eher ein Befürworter der härteren Gangart mit den Mitteln, um seine gesteckten Ziele durchzusetzen. Immer getreu dem von ihm geprägten Sinnspruch "mit Blut und Eisen" will er gesellschaftliche und wirtschaftliche Umformungen nicht durch parlamentarische Verfahrensweisen erstreiten, viel mehr erhofft er sich, seine Visionen durch Drohungen und Kriege zu erreichen.

So wundert es nicht, dass in ihm viele der Deutschen einen Kriegstreiber sehen.

Ein 22-jähriger Student mit Namen Ferdinand Cohen-Blind, will den sich anbahnenden Krieg mit Österreich, bei dem Deutsche gegen Deutsche kämpfen würden, verhindern.

Mit einer Pistole will er am 7. Mai 1866 Otto von Bismarck und seinen Weg hin zum Krieg ein für alle mal stoppen. Das Attentat misslingt aufgrund besonderer dicker Bekleidung, die Bismarck an diesem Tag trug. So drangen die Kugeln nicht einmal durch die Bekleidung von Bismarck und außer einigen Prellungen trägt dieser keine Schäden davon. Die Pistole, mit der auf ihn das Attentat verübt wurde, bewahrte Bismarck bis an sein Lebensende auf. Der Attentäter selber beging im Gefängnis Selbstmord.

Zur Zeit des Attentats besteht Deutschland noch immer aus mehr als 30 unabhängigen Staaten, die im Deutschen Bund vereint sind. Preußen teilt sich mit den Österreichern die Hauptmacht über das Land der Deutschen.

Als Preußen sich in seiner Machtgier und ohne Zustimmung der Österreicher die Herzogtümer Schleswig und Holstein einverleiben will, kommt es zum Bruch der beiden Mächtigsten auf deutschem Boden.

Am 14. Juni 1866 in Frankfurt am Main, wird auf einer Sitzung der Mitglieder des Deutschen Bundes durch Österreich der Antrag auf Mobilmachung des Bundesheeres gegen Preußen eingebracht. Mit dem Einreichen dieses Antrages durch Österreich, erklärt sich Preußen als nicht mehr der Mitgliedschaft im "Deutschen Bund" zugehörig. Zugleich bedeutet das auch den Untergang des "Deutschen Bundes", weil dieser sein Ziel verfehlt hat, die Staaten zu einen und Kriege zu verhindern.

Preußen empfindet diesen Antrag Österreichs als offene Kriegserklärung und bereits am nächsten Tag greift Preußen bei der Schlacht von Königgrätz die Armee Österreichs an. Die Preußen nutzen bereits die neueren Zündnadelgewehre, die ersten gut funktionierenden Hinterlader. So haben die Preußen den Vorteil, dass ihre Soldaten schneller und im liegen geschützt, ihre Gewehre nachladen können. Die Armee Österreichs und seiner Verbündeten entgehen nur knapp ihrer völligen Vernichtung bei der Schlacht von Königgrätz.

Bismarck denkt nach diesem Sieg aber schon viel weiter. Er will Österreich als Besiegten nicht zum Feind, sondern als Mitstreiter für eventuelle künftige Konflikte in der Hinterhand haben. So gehen Deutschland und Österreich in der Zukunft ihre eigenen getrennten Wege in der Landespolitik.

Welch gute Entscheidung dieser Weitblick von Bismarck war, zeigt sich im Deutsch-Französischen Krieg 1870, als die Österreicher mit an der Seite der Deutschen in der Schlacht von Sedan einen triumphalen Sieg erringen.

Als Bismarck im Januar 1871 auf dem Schloss von Versailles den preußisch-deutschen Nationalstaat verkündet, ist Deutschland das erste mal in seiner Geschichte geeint. Bismarck wird "Reichskanzler" eines Nationalstaates mit der gemeinsamen Hauptstadt Berlin.

Als Bismarck am 30.06.1898 in Friedrichsruh bei Hamburg stirbt, kann er auf sein Lebenswerk der Einigung der Deutschen, den Beginn des Sozialstaats mit Einführung einer Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung für jeden zurückblicken. Aber auch auf seinen vehementen Kampf gegen Sozialdemokratie und katholische Kirche die sein Leben mit prägten.

Autor: Torsten
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Produkt-Bild: Die Deutschen, Teil 4 - Luther und die Nation

Die Deutschen, Teil 4 - Luther und die Nation
mit Georg Prang, Regie: Olaf Götz;Christian Twente;Stephan Koester;Erica von Moeller;Robert Wiezorek

DVD von Komplett Media
Preis bei Amazon: EUR 14,99, Angebote ab EUR 9,90

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Die Deutschen, Teil 4 - Luther und die Nation

Eine Kundenrezension:

Die 4. Folge der Dokureihe....
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Die 4. Folge aus der Reihe "Die Deutschen" beschäftigt sich mit einer Zeit, in der ein einzelner Mensch
mit seinem Wirken die geschichtliche Entwicklung weltweit vorantrieb, geradezu revolutionierte.

Der Reformator Martin Luther stellte sich in seinem Glauben an Gott gegen das Unrecht und die immer gieriger werdende Kirche mit ihrem Papst. Das ruft auch seinen zweiten Widersacher auf den Plan, den damals mächtigsten Mann der Welt "Kaiser Karl V.".

Der kleine Augustinermönch Martin Luther hat nun die beiden stärksten, sich selber als "gottgegeben" bezeichnenden Herrscher auf Erden, gegen sich.

Aber beim Kampf gegen das Geschäft mit dem Sündenerlass, bei dem damals Ablassbriefe von der Kirche verkauft wurden, hat Luther auch Unterstützer.

Im Jahre 1517 verfasst Luther seine 95 Thesen, in denen er seinen Standpunkt aufzeigt, dass niemand zwischen Mensch und Gott stehe, auch keine Kirche. Für diese Aussage soll er nach dem Willen der Kirche büßen. Vom Papst bereits als Ketzer verurteilt, begibt sich Martin Luther im April 1521 nach Worms, wo der Kaiser Karl V. über ihn Gericht halten soll.

Der der Kirche treu ergebene Kaiser hat sein Urteil schon vor Beginn der Verhandlung gefasst. Einzig ein Widerruf Luthers scheint sein Leben noch retten zu können. Aber Luther bleibt standhaft und widerruft nichts. So wird er vom Kaiser als "vogelfrei" erklärt und schwebt so in höchster Gefahr.

Eine fingierte Entführung bringt Luther unter das sichere Gewahr des Landesfürsten in die Wartburg bei Eisenach. Dort beginnt er mit der Übersetzung der Bibel in die deutsche Sprache.

Sein Ziel ist es, Gottes Wort jedem Menschen zugänglich und verständlich zu machen. Die in der damaligen Zeit aufkommende Druckerkunst, unterstützt die Verbreitung seiner übersetzen Bibel massgeblich mit. Aber während Luther weiter an seinem Werk arbeitet, beginnt im Lande der Aufruhr.

Der erste organisierte Aufstand auf deutschem Boden und das Feuer dieser Revolution wurde mit entfacht durch Luthers Schriften. Fast hat es den Anschein, als sei Luther sein eigenes Werk aus den Händen geglitten. Luther steht vor einer schweren Entscheidung. Hörigkeit und Glauben in Gottes Sinne zu handeln, oder soll er sich den Bauern und ihrem "Bundschuh-Aufstand" anschließen?

Er entscheidet sich, seine ganze Kraft in die Entwicklung einer weiteren Reform innerhalb der Kirche einzusetzen und so gegen die Interessen der Bauern.

Selbst findet Luther sein privates Glück 1525, als er die frühere Nonne Katharina von Bora heiratet.

Auch hier lebt Martin Luther sein ihm gegebenes Verstehen von Gottes Wunsch aus und lehnt sich gegen Zölibat und die Verteufelung der Sexualität auf. Mit seiner Frau hat er sechs Kinder.

Jahre nach seinem Tode steht sein ehemals ärgster Feind Kaiser Karl V. an seinem offenen Grab. Nach dem Willen vieler, soll Luther, selbst jetzt nach seinen Tod noch, als Ketzer brennen. Aber der Kaiser lässt das Grab wieder schließen und spricht "Ich kämpfe nicht gegen Tote".

Autor: Torsten
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Produkt-Bild: Die Deutschen, Teil 7 - Napoleon und die Deutschen

Die Deutschen, Teil 7 - Napoleon und die Deutschen
mit Adrian Vancica, Hansjürgen Hürrig, Regie: Olaf Götz;Christian Twente;Stephan Koester;Erica von Moeller;Robert Wiezorek

DVD von Komplett Media
Preis bei Amazon: EUR 14,99, Angebote ab EUR 12,30

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2008
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Eine Kundenrezension:

Teil 7 der Reihe....
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Nie zuvor hatte die deutsche Geschichte ein fremder Kaiser so entscheidend geprägt, wie es in der siebenten Folge von "Die Deutschen" gezeigt wird.

Es geht heute um den als "Jahrhundertherrscher" bezeichneten Napoleon Bonaparte. Ausgerechnet ein Franzose sollte es sein, der in den Deutschen ihren Nationalstolz und politisches Manifest entfachen sollte. Für die einen war er ein "Halbgott", für die anderen die Verkörperung des Bösen, ein wahres Ungeheuer. Sahen ihn viele der Deutschen anfangs noch als Friedensbringer und Kriegshelden, offenbarte er doch im Laufe der Geschichte immer mehr sein wahres Gesicht.

Das Gesicht eines skrupellosen, sich über Menschenleben und Völkerrechte hinwegsetzende Antlitz eines Kriegsherrn.

Schon im Jahre 1806 weißt Napoleon die Preußen in ihre Grenzen. In Thüringen, zwischen Jena und Auerstedt, schlägt das französische Heer die preußischen Truppen verheerend. Napoleon hat nicht nur militärisch einen Sieg errungen, sondern Deutschland befindet sich unter seiner Macht. Er zieht neue Landesgrenzen und teilt das Land neu auf.

Das ehemals große und mächtige Preußen wird um fast die Hälfte verkleinert und verliert so auch territorial an Macht und Bedeutung. Eine weitere große Neuordnung und Teilung des Landes verläuft entlang dem Rhein. Die links vom Rhein liegenden Gebiete unterliegen nun Frankreich. Das rechte Rheinufer mit seinen Gebieten wird der Abhängigkeit Napoleons übergeben und nennt sich fortan "Rheinbund".

Bei seinem Einzug in Berlin 1806 requiriert Napoleon die Quadriga vom Brandenburger Tor und schafft sie als Sieger-Trophäe nach Paris. Für viele Deutsche eine ungemeine Schmach und Schande.

Preußen hofft nun auf Hilfe von einem der größten Feinde Napoleons. Freiherr vom Stein ist geradezu vom Gedanken besessen, Napoleon zu Fall zu bringen. Dabei sind ihrer beiden Ziele und Ansichten garnicht so verschieden. Beide treten ein gegen Unterdrückung der Bevölkerung und Privilegien der Herrschenden. Sie beide fordern Mitbestimmungsrecht ausgehend vom Volke, dass als patriotischer Bürger und nicht mehr als Untertan hinter dem Staat stehen soll.

Herrschte Anfangs schon fast Euphorie, aufgrund der von Napoleon gemachten Hoffnungen auf Freiheit und seiner Kriegserfolge, schlägt die Stimmung immer mehr gegen ihn um, als die Opfer, die dafür erbracht werden müssen, immer größer werden. Schon längst haben die Deutschen erkannt, dass sie nur Statisten und wie willige Marionetten nur Figuren in Napoleons Kriegsspiel sind. Als in Russland 1812 bei der Niederlage Napoleons auch Hunderttausende Deutsche ihr Leben lassen, kippt die Stimmung endgültig gegen Napoleon um. Nun werden immer mehr ehemalige Verbündete zu seinen Gegnern. Sein Erzfeind Stein sieht voller Genuss die nahende Niederlage Napoleons vor Augen. Er verstärkt seine Bemühungen, eine breite Front gegen Napoleon zu schaffen und diese zu stärken.

Die Entscheidung soll im Oktober 1813 fallen. In der in die Geschichtsbücher als "Völkerschlacht" eingehenden Schlacht, sind Napoleons Gegner in der Übermacht. 300.000 Soldaten aus Österreich, Preußen, Russland und Schweden stehen auf der anderen Seite nur 200.000 Franzosen, Polen und Soldaten aus den deutschen Rheinbundstaaten gegenüber. Auf dem Schlachtfeld, mitten im Kampf erlebt Napoleon eine Wende, die er sich in seinen schlimmsten Träumen nicht schlimmer hätte vorstellen können. Plötzlich wechseln mit Frankreich verbündete Truppen die Seite. Deutsche wollen nicht mehr gegen Deutsche kämpfen. Nun wird aus dem Eroberer Napoleon selber der Gejagte.

Bis in sein eigenes Land nach Paris treiben ihn seine ehemaligen Eroberten und Kampfgefährten zurück. Feierlich kehrt die einst von Napoleon vom Brandenburger Tor requirierte Quadriga zurück in ihre Heimat.

Im September 1814 treffen sich beim Wiener Kongress die Könige und Fürsten aus Europas Staaten, um die durch Napoleons Herrschaft entstandene Ordnung der Länder neu zu verhandeln. Der "Deutsche Bund" soll ein von 35 deutschen Fürsten mit vier freien Städten unter den Vormächten von Österreich und den Preußen geführtes Bündnis sein.

Noch bleibt ein geeintes und friedliches Deutschland ein Traum, aber Napoleon hat den politischen Funken zum Erwachen einer "Deutschen Nation" entfacht.

Napoleon muss den Rest seiner Tage als vergrämter und von der Welt enttäuschter Mann in der Verbannung auf der Insel Sankt Helena verbringen, wo er am 05. Mai 1821 stirbt.

Autor: Torsten
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Die Deutschen, Teil 6 - Preußens Friedrich und die Kaiserin

Die Deutschen, Teil 6 - Preußens Friedrich und die Kaiserin
mit Yasmina Djaballah, Ulrich Wiggers, Regie: Olaf Götz;Christian Twente;Stephan Koester;Erica von Moeller;Robert Wiezorek

DVD von Komplett Media
Preis bei Amazon: EUR 14,99, Angebote ab EUR 14,95

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Die Deutschen, Teil 6 - Preußens Friedrich und die Kaiserin

Eine Kundenrezension:

Und weiter gehts....
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Zwei Monarchen, die nicht unterschiedlicher sein, können stehen sich in der 6. Folge der Dokumentationsreihe "Die Deutschen" gegenüber.

Der verschlossene Hohenzollern-König Friedrich II., der noch als König von der harten soldatischen Erziehung seines Vaters geprägt ist, auf der einen Seite. Ihm gegenüber steht die lebensbejahende und in unbeschwerter Kindheit aufgewachsene Habsburgerin Maria Theresia.

Als am 16. Dezember 1740 der preußische König Friedrich II. ohne Kriegserklärung die Brandenburgischen Grenzen überschreitet und in Schlesien einmarschiert, ist die Überraschung bei Maria Theresia gross. Eben erst wurde sie zur Herrscherin berufen, da ihr Vater plötzlich starb und kein männlicher Thronfolger da war.

Dem preußischen König geht es aber weniger um das Land Schlesien, das zur damaligen Zeit zu Österreich gehört. Vielmehr will er die Großmacht und Herrschaft von Deutschland festigen und ausbauen. Dazu ist ihm auch die Einverleibung Schlesiens in den Brandenburgisch-Preußischen Machtbereich willkommen.

Es beginnt ein vier lange Jahre dauernder Krieg. Trotz der angeforderten Hilfe und Unterstützung besonders der Ungarn, kann Maria Theresia nicht gegen den brillanten Feldherren König Friedrich II. bestehen.

Als Maria Theresia im November 1745 vom Preußenkönig das Angebot für ihren Mann Franz Stephan erhält, dass dieser Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, bei Verzicht Marias auf Schlesien, werden kann, willigt sie ein. Friedrich II. ist am Ziel seiner Wünsche und auf dem Weg zur deutschen Großmacht.

Aber Maria Theresia will ihr Schlesien zurück. So verbündet sie sich im Jahr 1756 mit anderen Frauen, die vom König Friedrich II. nur abfällig als Huren bezeichnet werden. Es sind dies Madame Pompadour, Mätresse des französischen Königs, und die russische Zarin Elisabeth. Dem Preußenkönig stehen im Bündnis vereint Österreich, Frankreich, Sachsen und Russland gegenüber.

Der preußische König Friedrich II. hat dem nur England als Kampfgefährten an seiner Seite entgegenzusetzen. So unter Druck gesetzt, ergreift Friedrich II. die Flucht nach vorn und entfacht mit dem Angriff auf Sachsen, den in die Geschichte als "Siebenjährigen Krieg" eingehenden Krieg.

Die entscheidende Schlacht steht am 4. Dezember 1757 in Parchwitz bei Leuthen der zahlenmäßig unterlegenden Streitmacht des Preußenkönig bevor. Aber durch eine geschickte Angriffstaktik gelingt es König Friedrich II. mit nur 39.000 Preußen die 66.000 Gegner zu bezwingen. Mit seiner aus der Antike übernommenen "schiefen Schlachtordnung" geht Friedrich als Mythus und genialster Feldherr in die Legende ein.

Diese Schlacht hatte der Preußenkönig gewonnen, den Krieg aber noch lange nicht. Immer stärker wird der übermächtige Druck seiner Gegner auf ihn. Eine der schmerzvollsten Niederlagen erlebt König Friedrich II. mit seiner Armee am 12. August 1759 bei Kunersdorf. Von 48.000 seiner Soldaten überleben nur wenige Tausende. Friedrich plant wegen der aussichtslosen Situation immer öfter sogar seinen Freitod.

Aber da kommt ihm das Glück zuteil. Seine ärgste und stärkste Gegnerin stirbt plötzlich und unerwartet, die Zarin Elisabeth, die Friedrich abgrundtief hasste.

Ihr Nachfolger Peter III. ist ein großer Sympathisant des preußischen Königs Friedrich II. Er beendet den Krieg und schliesst mit Preußen Frieden. Auch Frankreich zieht sich aus den Kämpfen zurück. Das Reich des Preußenkönigs wurde durch dieses "Wunder von Brandenburg" vor dem Untergang gerettet.

Fortan trägt König Friedrich II. den Beinamen "Der Alte Fritz" und lebt bis ans Ende seiner Tagen neben Österreich als Herrscher der zweiten Großmacht im Reich.

Autor: Torsten
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Die Deutschen, Teil 8 - Robert Blum und die Revolution
mit Steffen Münster, Susann Uplegger, Regie: Olaf Götz;Christian Twente;Stephan Koester;Erica von Moeller;Robert Wiezorek

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4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2008
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Eine Kundenrezension:

Teil 8 der Dokureihe.....
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Robert Blum und seine aus heutiger Sicht für die damalige Zeit geradezu revolutionären Ideen und Vorstellungen eines deutschen Reiches, in Freiheit und Einheit, sind Thema der 8. Folge der Reihe "Die Deutschen".

Dabei sah Robert Blum sich selber nicht als der große Kämpfer oder Aufrührer. Er fühlte sich vielmehr als ein Mann des Volkes und eben diese Einstellung und der Kontakt, sowie das Verständnis für die Sorgen und Nöte der Menschen seiner Zeit, machten aus ihm, den idealen Sprecher für ihre Interessen.

Mit Beginn der 1830er hielt ein neues Zeitalter Einzug in Deutschland. Immer stärker setzte sich das Rad des industriellen Aufschwungs in Bewegung. Neue Techniken, wie die Dampfkraft, ließen große leistungskräftige Motoren und Maschinen die Produktionsleistungen immer mehr steigern.
Diese Industrialisierung der Herstellung brachte aber der Bevölkerung selber eher Nachteile als eine Verbesserung ihrer Lebensqualität. Der Umstand, dass die rasante industrielle Entwicklung sich meist nur in den großen Städten von Deutschland vollzog, trieb viele der damals 37 Millionen Deutschen im Land immer mehr in die Armut.

Die Not war so groß, das selbst Kleinst-Kinder von 4 Jahren den ganzen Tag hart mit in den Webstuben arbeiten mussten, um die Familie am Leben erhalten zu können. Robert Blum war erschüttert von der Armut und dem Elend, welches er immer wieder zu sehen und spüren bekam bei seinen Kontakten mit den Leuten. So schrieb er einmal "Ganze Gemeinden leben hier von sogenannten Knollen, Moos, Baumrinde und ähnlichen Dingen", nach dem Besuch eines erzgebirgischen Weberdorfes. Wie er, sahen viele Intellektuelle, die Zeit für Veränderungen dieser sozialen Ungerechtigkeiten für mehr als nur gekommen. Aber die verarmte Landbevölkerung war noch nicht für den Kampf, einer Auflehnung gegen diese Misere bereit.

Sie suchten ihr Glück und ein besseres Leben weit weg von Deutschland, in der Ferne. Bis zu 740.000 Deutsche kehrten ihrem Land in den Jahren von 1820 bis 1850 in Richtung Amerika den Rücken.

Wieder einmal sollte Frankreich zum Auslöser einer geschichtlichen Veränderung in Deutschland werden. Die Spannungen und Unzufriedenheit in Deutschland waren aufs deutlichste mit allen Anzeichen zu spüren. Mit dem Aufstand der schlesischen Weber im Juni 1844 schaukelte sich die Wut der Bevölkerung immer mehr hoch.

Erste Krawalle und Aufmärsche auf den Straßen vereinten und stärkten immer mehr die Reihen derer, die nun handeln wollten. Als im Februar 1848, nach zweitägigen Barrikadenkämpfen, die Pariser Monarchie zum Abdanken gezwungen wurde, ging diese Nachricht wie ein Blitz um die ganze Welt. In fast ganz Europa fühlten die Menschen die politische Kraft, die in den Geschehnissen von Frankreich lag.

Im März 1848 griff das Feuer der Revolution auch auf die Deutschen über. In immer mehr Ländern forderten Bürgerliche Delegationen von den herrschenden Fürsten in "März-Forderungen" Eingeständnisse zu einer Veränderung. Sie wollten Freie Wahlen, Pressefreiheit und die Mitbestimmung an den Geschicken und der Führung ihres Landes.

Mitten drin in dieser Zeit, Robert Blum. Er ist begeistert vom neuen Anfang und kämpft mit all seiner Kraft, in Wort und Schrift, für ein besseres Deutschland. Ein erstes Ziel scheint erreicht, als 80% der Männer erstmals in der Geschichte der Deutschen, zu freien und geheimen Wahlen an die Wahlurne treten dürfen. Bei diesen Wahlen wird Robert Blum zum Vizepräsident des "Vorparlaments" berufen.

Als sich am 18. Mai 1848 in der Paulskirche, die gewählten Abgeordneten aller deutschen Länder treffen, ist das die Stunde der Geburt der Demokratie für Deutschland. Die sich hier gruppierenden Richtungen und deren Sitzplätze in der Paulskirche sind noch im heutigen Bundestag an der Platzverteilung der einzelnen Parteien ersichtlich.

Aber eben diese verschiedenen Gruppen und deren Ausrichtungen sind es auch, die das gemeinsame Ziel in Einheit zu erreichen verhindern. Robert Blum muss erkennen, dass er mit seinen Visionen und Vorstellungen, der damaligen Zeit zu weit voraus ist. Er resigniert und verliert fast den Glauben an seine eigenen Ideale und Vorstellungen. Da gibt ihn ein erneutes Auflodern der Flamme der Revolution in Wien neuen Mut und Hoffnung. Er eilt nach Wien und dieses mal kämpft er nicht nur mit Wort und Schrift, sondern auch mit der Waffe in der Hand.

Robert Blum und seine Mitstreiter verlieren ihren Kampf gegen die Übermacht der Habsburger Truppen des Kaisers. Im Wiener Militärgefängnis, trotz seiner Immunität als Abgeordneter widerrechtlich inhaftiert, ereilt Blum das Todesurteil. Eine Aufhebung des Urteils erreicht ihn zu spät. Als die Aufhebung des Todesurteils eintrifft, ist Robert Blum bereits am 09.11.1848 in der Nähe von Wien erschossen worden. Er geht in die Geschichte als Märtyrer und Leitfigur der Demokraten in Deutschland ein.

Die Wochen zuvor in der Paulskirche beschlossene neue Verfassung tritt nicht mehr in Kraft. Das frei gewählte Parlament wird 1849 wieder aufgelöst. Deutschland muss seinen Traum von Einheit in Freiheit wieder einmal ruhen lassen. Aber Robert Blum geht in die Geschichte ein, als der Visionär im Glauben an Freiheit und Demokratie in Deutschland.

Autor: Tosten
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Die Deutschen, Teil 5 - Wallenstein und der Krieg
mit Stefan Jürgens, Regie: Olaf Götz;Christian Twente;Stephan Koester;Erica von Moeller;Robert Wiezorek

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4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2008
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Eine Kundenrezension:

Die Deutschen geht weiter.....
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Die 5. Folge der 10teiligen Reihe " Die Deutschen" beschäftigt sich mit dem Feldherrn Albrecht von Wallenstein und seiner geschichtsträchtigen Zeit.

Beginnend mit dem für die Deutsche Geschichte so entscheidenden 23. Mai 1618 berichtet diese Folge vom "Prager Fenstersturz". Wieder einmal war der von Martin Luther entfachte Streit zwischen Katholiken und Protestanten der Auslöser der Unruhen.

Aber dieses mal, mit dem Sturz der Statthalter des katholischen Monarchen Kaiser Ferdinand II. aus dem Fenster der Prager Burg, wurde eines der dunkelsten Kapitel der Deutschen Geschichte eingeläutet. Die mit diesen Geschehnissen los getretene Welle von Gewalt, gipfelte im Ausbruch des Dreißigjährigen Kriegs.

Kaiser Ferdinand als treu der katholischen Kirche ergebener Herrscher, will den sich ausbreitenden Protestantismus mit aller Gewalt stoppen und seine Machtstellung gegenüber den Fürsten seines Landes stärken. In Wallenstein findet Kaiser Ferdinand einen willigen Gehilfen, der ihm bei diesem Vorhaben zur Seite stehen wird. Mit seiner Hilfe erobert Ferdinand große Gebiete Böhmens und der Pfalz zurück in die katholische Glaubensgemeinschaft.

Feldherr Albrecht von Wallenstein sieht im Krieg vielmehr eine Art Geschäft als einen Glaubenskampf.Als der protestantische König von Dänemark um seinen Machtanspruch im Ostseeraum fürchtet, erklärt er Kaiser Ferdinand den Krieg. Nun sieht Wallenstein endgültig seine Stunde gekommen. Mit geschickt durchdachten Konzepten bietet er Kaiser Ferdinand seine kriegerischen Dienste an. So sichert sich Wallenstein nicht nur ein gutes Einkommen, sondern auch Macht und Einfluss im damaligen Reich.

Immer skrupelloser und besessener treibt Wallenstein sein Werk weiter voran. Seine vorab verauslagten Kriegskosten treibt er bei den Besiegten wieder ein. Getreu Wallensteins Leitspruch "Der Krieg ernährt den Krieg", schröpft er immer mehr Gewinn mit jedem Tag, den der Krieg länger dauert. Die Spirale der Gewalt schaukelt sich immer höher, bis sie schließlich in den für lange Zeit als der "Krieg der Kriege" bezeichneten 30jährigen Krieg gipfelt.

Auf dem Gipfel seiner Macht steht Wallenstein 1632 der schwedische König Gustav als ernster Rivale auf dem Schlachtfeld gegenüber. Er will Wallenstein und seinen Kaiser Ferdinand mit ihrer kaiserlich-katholischen Herrschaft in die Schranken weisen. In der "Schlacht bei Lützen" findet der schwedische König Gustav den Tod und Wallenstein entrinnt diesem nur knapp.

Nun setzt bei Wallenstein ein Umdenken ein. Er erkennt die Sinnlosigkeit des Krieges. Vom Kriegsherren wird er zum Befürworter von Gesprächen unter den Herrschenden, um ein friedliches nebeneinander zu ermöglichen. Sein ehemaliger Gönner und Nutznießer seiner kriegerischen Eroberungen, sieht nun in Wallenstein einen Hochverräter. Kaiser Ferdinand gibt im Jahre 1634 den ehemaligen eigenen Soldaten Wallensteins den Auftrag zur Jagd auf ihn.

Auch nach Wallensteins Tod soll der Krieg noch weitere grausame 14 Jahre andauern. Ein Krieg, der einem Drittel der gesamten Bevölkerung das Leben kosten soll und weite Teile des Landes zerstört. Erst im Jahre 1648 findet der Krieg und das mit ihm verursachte sinnlose Morden, ein Ende mit dem geschlossenen "Westfälischen Frieden".

Autor: Torsten
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