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Produkt-Bild: Kirschblüten - Hanami (Einzel-DVD)

Kirschblüten - Hanami (Einzel-DVD)
mit Elmar Wepper, Hannelore Elsner, Nadja Uhl, Regie: Doris Dörrie

DVD von FOX
Preis bei Amazon: EUR 16,95, Angebote ab EUR 12,00

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Kirschblüten - Hanami (Einzel-DVD)
  • FSK 12

Amazon.de


In Hanami spielen Hannelore Elsner und Elmar Wepper ein Ehepaar, dass mit einem Schicksalsschlag konfrontiert wird. Doris Dörrie ist ein wunderbarer Film geglückt, über das Opfer, die Liebe und den Tod.
Die Kirschblüte ist in diesem Film als Metapher zu verstehen, für eine Haltung zum Leben. Die Blüte ist atemberaubend in ihrer Schönheit, und sie ist es nicht zuletzt weil sie vergänglich ist - ein Schauspiel, dass sich alljährlich für einen kurzen Zeitraum wiederholt. Es geht also um ein Bewußtsein, das im Alltagsrauschen schwer festzuhalten ist. Das Bewußtsein von Vergänglichkeit und Tod und der Notwendigkeit die uns gegebene Zeit zu zelebrieren. Das mag in manchen Ohren kitschig und klebrig klingen, es trifft dennoch eine tiefe Wahrheit, der sich niemand ernsthaft verschließen kann. Und auf diesen Kern zielt Doris Dörries Film ab.
Hanami beginnt in der bayerischen Provinz. Der Beamte Rudi (Elmar Wepper) liebt das Beschauliche, Vorhersehbare. Er mag es, immer um die gleiche Zeit aufzustehen, das gleiche zu sehen, zu schmecken und zu hören. Aber Rudis Leben verändert sich schlagartig als er mit einer niederschmetternden Diagnose konfrontiert wird: er hat Krebs im Endstadium. Seine Frau Trudi (Hannelore Elsner) überredet ihn nach Berlin zu fahren, zu den Kindern und Enkelkindern. Die Begegnung verläuft anders als erhofft. In Berlin hat man keine Zeit füreinander, ist man fest im Griff des Alltags - Facts of Live. Man beschließt gemeinsam weiterzufahren, an die Ostsee, um ein paar Tage miteinander zu verbringen und sich vorzubereiten, auf das Unvermeidliche.
Soweit, so gut, oder auch nicht. Das Klischee lauert an jeder Ecke, umso unerträglicher weil man befürchtet, dass Klischee könne mehr mit dem eigenen Leben zu tun haben als einem lieb ist. Und es ist nicht etwa so, dass man von Doris Dörrie etwas anderes erwartet hätte. Doch dann geschieht das Unerwartete. Nicht Rudi stirbt, sondern Trudi, und der Film beginnt von Neuem. Rudi ist untröstlich, weiss nicht wohin mit sich. Verständlich. Er muss feststellen, dass ihm Trudi fremder war als er es für möglich hielt. Sie hatte ihre Sehnsüchte verraten um sich für ihn aufzuopfern. Eine schreckliche Wahrheit. Er macht sich schließlich auf, nach Japan, um ihr post Mortem ihren Traum zu erfüllen.
Im zweiten Teil des Films passiert etwas erstaunliches. Der Film bringt es fertig seine eigene Biederkeit zu überwinden und verwandelt sich von einem Rührstück in eine bewegende Auseinandersetzung mit dem was man in Ermangelung eines treffenderen Begriffes Trauerarbeit nennt. Wenn Rudi auf den Spuren von Trudis Träumen durch Tokio läuft, in Frauenkleidern, ganz verletztlich, dann hätte das auch ganz leicht ins albern-abgeschmackte abdriften können. Doch das geschieht nicht. Es ist nicht zuletzt Elmar Wepper zu verdanken, seinem zurückgenommenem Spiel, seiner Durchlässigkeit, dass Hanami im letzten Drittel zu einem richtig guten Film wird. Und natürlich hat Doris Dörries Inszenierung daran ihren Anteil. Dieser Eindruck wurde von vielen Rezensenten immer wieder bestätigt, nicht ohne eine gewisse Verwunderung - ist doch Elmar Wepper in der Schublade des Fernseharbeiters abgelegt. Es ist an der Zeit diese Vorurteile aus dem Weg zu räumen und zu konstatieren: es gibt nur eine verlässliche Konstante im Hinblick auf Film und Fernsehen. Beide Bereiche bringen manchmal gelungenes und oft weniger gelungenes zustande. Hanami und Elmar Wepper zaubern ein wenig Hoffnung in unsere Herzen.Thomas Reuthebuch

Kurzbeschreibung


Das Leben: Nur Trudi (Hannelore Elsner) weiß, dass ihr Mann Rudi (Elmar Wepper) schwer krank ist. Und es liegt an ihr, ob sie es ihm mitteilen will oder nicht. Trudi beschließt, die Erkrankung geheim zu halten und überredet Rudi, noch einmal die Kinder und Enkelkinder in Berlin zu besuchen. Dort angekommen, müssen die beiden jedoch feststellen, dass ihre Kinder mit ihrem eigenen Leben viel zu beschäftigt sind, um sich um die Eltern zu kümmern.
Die beiden beschließen daraufhin, in ein Hotel an die Ostsee zu fahren. Dort stirbt plötzlich Trudi - Rudi ist völlig aus der Bahn geworfen und weiß nicht, wie es weitergehen soll. Als er dann auch noch von der Freundin seiner Tochter (Franzi, gespielt von Nadja Uhl) erfährt, dass Trudi das Leben, das sie leben wollte, offenbar aus Liebe zu ihm geopfert hat, sieht er seine verstorbene Frau mit neuen Augen.
Er beschließt, ihr verpasstes Leben wieder gut zu machen...

Produktbeschreibung


Fox Kirschblüten - Hanami, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 07.11.08
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Einer der schoensten Filme aller Zeiten
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Was fuer ein unglaublich bewegender, wundervoller Film mit grossartigen Darstellern, allen voran Elmar Wepper, natuerlich die immer grandiose Hannelore Elsner und vor allem die Darbietungen von Nina Uhl und der japanischen Butoh-taenzerin fand ich beeindruckend.

Ich habe einige Monate in Tokyo gelebt und daher eine gewisse Bindung und bestimmte individuelle Assoziationen zu vielen Dingen, die ich sah, die Rudi erlebt, die Japan so faszinierend machen. Verstaendlich, dass Doerrie eine besondere Affinitaet zu dem Land hat.

Ich finde auch, dass die Reminiszenzen ausreichen, es ist ja kein Doku ueber Japan. Das hektische und bunte Shinjuku, die Kirschbluete, die Sushi-Bar, die vielen kleinen Eindruecke in der Metro etc- das sind Eindruecke genug. Es geht ja nicht um die besten insights into Tokyo.

Auch ohne jede Japan-connection ist dieser Film eine Offenbarung in sovieler Hinsicht. Diese Innigkeit der Eheleute, die bittere Entfremdung zu den Kindern, die Hilflosigkeit von Eltern UND Kindern angesichts dieser Entfremdung, die mehr oder weniger wortlose, aber tiefe Zuneigung zweier so unterschiedlicher Menschen wie der jungen obdachlosen Taenzerin und dem bayrischen Beamten - viele Facetten in diesem Film, die einem den Atem rauben und die Traenen in die Augen schiessen lassen.

Ich habe diesen Film von Kollegen geliehen bekommen und gestern abend angeschaut. Zwar hatte ich durch das Cover der DVD schon eine Idee vom recht ueberaschenden plot bzw. eben dem Todesfall, der unerwartet eintritt - aber das schmaelert in keiner Weise den Genuss.

Ich habe ungelogen den gesamten Film geweint und musste Pausen einlegen, um mich zu beruhigen. Und heute morgen habe ich ihn gleich nochmal gesehen und nochmal geweint. Und seither suche ich alles an Info ueber den Film, habe alle Rezensionen gelesen, und bin so froh, dass die Gefuehle, die dieser Film in mir wachgerufen hat, soviele andere Menschen ebenso empfinden.

Ganz sicher laesst er mich noch lange Zeit nicht los. Und ich werde ihm jeden empfehlen, den ich kenne. Ich habe mir sofort heute morgen DVD und den wunderbaren Soundtrack bestellt und kann es kaum abwarten, bis sie da sind.

Ein grosses Dankeschoen an Doris Doerrie und alle Beteiligten, das war ein Hauptgewinn!!!
Butohtanzen am Fuße des Fujisan
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Eine Ehe-Geschichte, unverkitscht, genauso wie es die meisten Paare erleben.
Der Alltagstrott, das jahrein-jahraus Jause richten für den Mann, der letztendlich den täglichen Apfel, "an apple a day keeps the doctor away ", seinem Mitarbeiter im Büro schenkt. Die Sehnsucht nach den Kindern, die es weit weg vom bayrischen Dorf verschlagen hat. Das Patschen richten für den Mann, wenn er von der Arbeit nach Hause kommt. Gemeinsam essen.
Täglicher Rhythmus, der blind ausgeführt wird.

Rudi und Trudi geht es besser, als den meisten altgedienten Ehepaaren, denn sie sprechen noch ein wenig miteinander und sie mögen sich.....

..... und doch gibt es da bei Trudi den kleinen gedanklichen Ausbruch von Zeit zu Zeit, der sie nach Japan führt, zu ihrem geliebten Sohn, dem Karli, dem es nicht weit genug weg, aus der elterlichen Umklammerung sein konnte und den es gerade dorthin verschlagen hat, wo es ihr nicht vergönnt sein wird, einen Blick auf den Fujisan zu werfen, denn Japan wird erst bereist, wenn Rudi in Pension geht, in einem Jahr.

Trudi und Rudi besuchen kurzerhand ihren Sohn und ihre Tochter in Berlin und müssen feststellen, daß sie nicht wirklich willkommen sind und da es nicht so weit zur Ostsee ist, wird der Urlaub dort verbracht.
Trudi wacht nicht mehr auf, nach einer Nacht voller Träume und hinterläßt den verzweifelten Rudi, dem nach mehreren Gesprächen mit der Lebensgefährtin seiner Tochter, klar wird, welche unerfüllten Sehnsüchte in seiner Frau schlummerten.

Er macht sich auf den Weg nach Japan zu Sohn Karli mit einem Koffer voller Erinnerungen im wörtlichen Sinn. Er möchte seiner Trudi posthum einen Wunsch erfüllen: sie soll die Kirschblüte erleben und den Fuji sehen.
Karli lebt, wie in Japan üblich, beengt und hat ebenfalls, wie dort üblich, keine Zeit für den Vater, da er meist nur einen Tag pro Woche frei hat.
Rudi meistert nach anfänglichen Schwierigkeiten, diese Situation und begibt sich auf Entdeckungsreise, bei der er in einem Park die junge, in einem Zelt wohnende, Butohtänzerin trifft, sich mit ihr anfreundet und sie mitnimmt auf die Reise zum Fujisan.
Der scheue Berg ist natürlich nicht sehr oft sichtbar und deshalb bleiben die Beiden einige Zeit im Hotel in der Nähe des Vulkans wohnen.

An einem frühen Morgen, am Fuße des klar und deutlich sichtbaren Fujisan, tanzen Rudi-Trudi in Kimono und Unterkleid bekleidet und traditionell geschminkt, Butoh.
Es ist der Tanz des letzten, zu späten Liebesbeweises.

Der Film berührt durch seine unspektakulär und außergewöhnlich agierenden Darsteller, allen voran Elmar Wepper, der trotz mancher komischen Situation, niemals ins Lächerliche abdriftet.
Eine reife Leistung! Hut ab!

Meine Empfehlung für Off-Mainstream-Filmliebhaber. Diesen Film sieht man sich von Zeit zu Zeit immer wieder einmal an.
Liebesgeschichte
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein durch und durch bewegender Film. Ich weiß gar nicht so richtig was ich sagen soll. Elmar Wepper wirklich grandios. Die Darstellung der Kinder sehr nah an der heutigen Realität in unserer Gesellschaft. So ungefähr wir lieben euch bleibt aber mal lieber zu hause, wir haben so viel zu tun.
Bin total über Frau Dörrie überrascht, bisher konnte mich kein Film von ihr begeistern. Also Respekt Frau Dörrie, ziehe meinen Hut.Ganz großes Kino. Ganz große Schauspieler. Ein Film mit Herz und Seele. Unbedingt ansehen.
Märchenhaft
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Doris Dörrie erzählt ein Märchen.
Märchen enden für gewöhnlich mit: "Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute." Doch wenn sie gestorben wären, dann müssten sie auch gelebt haben, Trudi und Rudi, irgendwo vielleicht bei Weilheim im Oberbayerischen.

Erzählt wird von Liebe und Trauer, bedeutungsvoll illustriert dies Elmar Wepper mit seiner Mimik, seinen Gesten, seinen Augen.
Treffen wird dieser Film alle, deren Kinder nicht mehr im eigenen Haus wohnen und die, die es sich vorstellen können, wie so etwas sein wird oder kann, und erzählt wird die Geschichte in Bildern, in denen, wie Doris Dörrie sagt, "die Realität (wieder mal) freiwillig mitspielt", in Bildern, die dauern, berühren und bleiben. Es wechseln so schön Stille und Krach.

Auch hartgesottene Cineasten mögen sich schon mal ein Taschentuch bereitlegen, für alle Fälle, weil alle Schauspieler in diesem Film gut sind. Man darf gespannt sein, welche Geschichte uns Doris Dörrie als nächstes erzählt, vielleicht wieder eine Hommage an Tokio und Japan.
Ich empfehle auch diesen Film, jetzt schon, ungesehen!
INTENSIVES; ABER AUCH ÜBERAMBITIONIERTES UND ZÄHES DRAMA
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Die Schauspielerleistungen kann man wirklich als grandios bezeichnen und auch die Thematik des Films über verlorene Träume und unsterbliche Liebe weckten bei mir das Interesse, diesen Film anzuschauen. Aber ist der Film wirklich so gelungen, als das man ihm gar 5 Sterne vergeben kann???
Ich denke bei weitem NICHT!!! Gut, über Geschmack lässt sich streiten, aber Thematik und schauspielerische Glanzleistungen sind eben nicht alles - auf die Inszenierung und den Inhalt kommt es an. Und genau da hapert es bei diesem Drama, neben der zu langen Filmlaufzeit(122 Min.)
Allzu häufig driften die Nebenhandlungen ins klischeehafte ab, wenn z.B. ältere Provinzler (Rudi/Trudi)in der Großstadt an der Bedienung des Fahrkartenautomates scheitern, eine der kurzhaarigen Töchter eine Lesbe ist und die Enkelkinder an der Spielekonsole kleben...
Auch fehlt mir der so wichtige Einblick in die japanische Kultur, wenn man schon Japan als zentralen Punkt der Geschichte wählt. Da reichen ein paar Kirschbäume, der Fujiyama und ein paar Hochhäuser eben nicht ganz aus.
Ach, ja. Was mich noch interessieren würde, ist die Frage was die Ehe der beiden Hauptpersonen überhaupt so lange zusammengehalten hat? Der wie ich finde etwas kitschige Totentanz Rudis am Ende mag ja eine Liebeserklärung an seine bereits verstorbene Frau sein und will zeigen, dass er das Wesen in ihr verstanden hat und er ihr folgt. Aber eine logische Erklärung, warum er die Reise überhaupt gemacht hat, bleibt dem Zuschauer weitestgehend vorenthalten. Viel Spiritualität aber wenig Logik.

Fazit: Erstmal aus der Videothek ausleihen, wenn Film gefällt die Special Edition kaufen, da man dort auf der Extra-Disc mehr über die Tiefe des Films erfährt.
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Produkt-Bild: Mogadischu

Mogadischu
mit Thomas Kretschmann, Nadja Uhl, Saïd Taghmaoui, Regie: Roland Suso Richter

DVD von Warner Home Video - DVD
Preis bei Amazon: EUR 17,95, Angebote ab EUR 13,66

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Dezember 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Mogadischu

5 Kundenrezensionen:

beklemmend authentisch
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten

Südjemen, am 16.10.1977.

Die Lufthansa-Maschine "Landshut", seit nunmehr drei Tagen in der Gewalt eines palästinensischen Terror-Kommandos, befindet sich trotz strickten Landeverbots im Anflug auf Aden. Der Treibstoff der Maschine reicht nur noch für wenige Minuten, keine Chance, eine Ausweichmöglichkeit anzufliegen. Die jemenitische Regierung, die unter allen Umständen verhindern will, dass die brisante Fracht heimischen Boden berührt, lässt Panzer aufrollen, um damit die Landebahnen zu blockieren.

Kapitän Jürgen Schumann sieht nur eine Möglichkeit, das Leben der 82 Passagiere zu retten: Halb verhüllt unter einer Schockwelle aus Schutt und Staub setzt er mit der 60 Tonnen schweren und 30 Meter breiten Boeing-737 in einem schmalen Sandstreifen zwischen den gestaffelten Panzerreihen zum Landeanflug an...

Keine Frage: Die hochdramatische Notlandung der Landshut gehört zu den besten Fernsehmomenten des Jahres, die visuelle Umsetzung würde manchem Hollywood-Blockbuster mit dem zehnfachem Budget zu Ehren gereichen. Diesen klaustrophobischen TV-Thriller auf seine actionlastigen Schlüsselszenen zu reduzieren, täte ihm aber auf jeden Fall unrecht; sie dienen vielmehr als Mittel zum Zweck - die wahre Geschichte der Landshut-Entführung möglichst realitätsnah umzusetzen.

Der markante, dokumentarisch anmutende Handkamerastiel erzählt die Handlung beklemmend authentisch, die hervorragend spielenden Haupt- und Nebendarsteller tragen das ihre dazu bei, dass aus Mogadischu die wohl beste deutschsprachige TV-Produktion dieses Jahres wurde.

Trotz der lieblosen Menügestaltung und des grieselign Bildes: das eigentliche Produkt - der Film - macht die Defizite locker weg und diese DVD damit zur absoluten Kaufempfehlung.
Fascinatingly nightmarish account of the Landshut hijacking
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Finally, after 31 years the story of the Lufthansa plane's hijacking has been told from the perspective of the victims. The film is gripping from beginning to end, creating a nightmarish feeling of being right there imprisoned in the plane with these unfortunate people that were in the wrong place at the wrong time.

The fear, sweat and humiliation hovering in the air seem to be oh so tangible for the viewer. The cast as a whole is pulling off such a convincing performance and the loving care for all the little details greatly enhances the atmosphere of the drama. Sometimes it was hard to remember to breathe.

By the time the credits roll it is being made clear that the film is for the captain of the Landshut - Jürgen Schumann - the hero of the story, who put his life on the line for his passengers and sadly lost it.

Thomas Kretschmann is doing a great job impersonating the captain with his calm, slightly understated way of acting and by being able to convey a lot of emotion without words.

Said Taghmaoui brilliantly impersonates the terrorist's leader "Captain Mahmut" with such chilling intensity, that I can't help but wonder whether he had a hard time to simply "strip off" his character after the cameras stopped rolling every day.

Another positive point I thought was that the RAF terrorists have not received undue personal attention and therefore no space is left for heroisation.

A big thank you to the director, cast, writers and everyone else for creating this important movie and a big thank you to ARD for bringing it to our screens! One question must be allowed though: why don't we get to watch more films of similar quality like this one? We surely have the talent and the stories in Germany to produce other films of a similar overall quality.
Hervorragender Film, flaue DVD.
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Meine Bewertung dieser DVD fällt zwiespältig aus:

Für den Film 5 Sterne!

Der Film ist hervorragend recherchiert und gespielt - einige Szenen sind so exakt nachgestellt, daß man nur an der besseren Bildqualität merkt, daß es sich nicht um zeitgenössische Aufnahmen handelt.
Wer die Hintergründe nicht kennt, kommt allerdings stellenweise nicht ganz mit, wer nun warum wo mit wem worüber verhandelt - hier hätte gelegentlich etwas Erklärung gut getan.
Im Gegensatz zum actionlastigen Kinofilm >Der Baader-Meinhof-Komplex< ist Mogadischu eine wohltuend öffentlich-rechtliche Produktion im besten Sinne.

Für die DVD 1 Stern.

Die DVD enthält außer unnötiger Werbung lediglich den Film wie ihn die ARD bereits ausgestrahlt hat und ein Making-of. Hier darf man für den geforderten Preis wesentlich mehr erwarten, zumal im Rahmen der Erstsendung des Films noch eine Dokumentation der damaligen Geschehnisse gelaufen ist; außerdem war der Film ursprünglich wesentlich länger angelegt, so daß mehrere Szenen gedreht worden sind, welche es dann leider nicht in die Fernsehfassung von 108 Minuten geschafft haben.
Solch eine lieblose DVD hat dieser grandiose Film nicht verdient!
beeidruckender und bewegender film
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
also, normalerweise bin ich kein freund von deutschen filmen. aber was deutsche filmemacher schon immer konnten und noch immer können, das sind eben solche historischen ereignisse realistisch, korrekt und ohne unnötigen pathos oder effekthascherei filmisch umzusetzen.
dieser film zeigt die entführung der landshut, die anschließende odyssey der maschine und schließlich die rettungsaktion in mogadischu sehr realistisch. die akteure, allen voran thomas kretschmann und christian berkel als kanzler schmidt, brillieren hier. gerade kretschmann spielt den mutigen kapitän als richtigen helden, ohne übertriebenes "filmheldentum", einfach ehrlich, möchte man sagen. auch finde ich es toll, dass die sache mit der stewardess und ihrem freund, der zufällig auch pilot bei der lufthansa war und hinterher fliegen durfte, in dem film eingebaut wurde, denn dies war tatsächlich so.
lediglich ein klein wenig schade fand ich es, dass man den eindruck hatte, dass den machern ein etwas zu kleines zeitbudget für den film gegeben wurde. klar, einen dreistunden-marathon sollte man nicht draus machen, aber vielleicht 15 minuten mehr. denn manchmal hatte ich den eindruck, dass einige szenen etwas sehr schnell und hektisch abliefen.
aber das ist nur ein kleiner, persönlicher kritikpunkt.
der film ist, wie gesagt, klasse. und jeder, der der meinung ist, dass 26 jahre für herrn klar reichen, der soll sich einfach mal den anfang vom film ansehen und sich den elend aussehenden herrn schleier auf den originalvideos anschaune, die im film integriert sind.
Geht doch!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Filme aus dem Hause teamWorkx haben mich trotz der hochinteressanten Thematiken ein ums andere Male enttäuscht, sei es mit ihren unerträglichen Dreiecksbeziehungen, ihren zum Teil hanebüchenen Erfindungen oder auch ihren filmhandwerklichen Fehlern. Somit ging ich zugegebenermaßen voreingenommen und ohne große Erwartungen an "Mogadischu" heran - und wurde eines Besseren belehrt.

Naturgegeben muß sich der Film über die Entführung der Lufthansa-Maschine "Landshut" sowie deren Erstürmung durch die GSG 9 im Oktober 1977 den Vergleich mit dem zweiten Teil von Heinrich Breloers vielfach preisgekröntem Doku-Drama "Todesspiel" (1997) gefallen lassen. Wird dort ebenfalls in außergewöhnlich hervorragender Art und Weise mit Hilfe der Kombination von Spielszenen und Augenzeugenaussagen im Kontext des "Deutschen Herbsts" über das gleiche Ereignis berichtet, konzentriert sich "Mogadischu" mit wenigen Ausnahmen ausschließlich auf die Ereignisse im Flugzeug und im Bonner Krisenstab. Dies alles mit einem hochwertigen Darstellerensemble und sorgfältiger Ausstattung. Ein völlig anderer Ansatz als "Todesspiel", aber hervorragend gelungen.

Besonders ragen aus den sehr guten Schauspielerleistungen Thomas Kretschmann als couragierter Pilot Jürgen Schumann und Christian Berkel als ein geradezu beängstigend echt wirkender Bundeskanzkler Helmut Schmidt heraus. Doch beide werden noch übertroffen vom Franzosen Saïd Taghmaoui als Zohair Youssif Akache alias "Captain Martyr Mahmud". Wie dieser den cholerisch-brutalen Anführer der Entführer gibt, ist wirklich furchteinflößend. Da wird geschrieen, geflucht, geschlagen und schlußendlich an Flugkapitän Schumann auch gemordet. Brutal, beängstigend, doch brilliant gespielt!

Besonderer Dank ist Regisseur Roland Suso Richter und dem Produzententeam für ihren Mut zu schulden, weite Teile des Films in Originalsprache (Englisch, Arabisch) gedreht und belassen zu haben. Dies verprellt vielleicht einen Teil der Zielgruppe, ist aber für die Authentizität des Endresultats äußerst förderlich. Vielleicht hätte dem Film die eine oder andere Kürzung gut getan, um den doch recht gehetzt wirkenden Schluß abzufangen, doch das ist ein verschmerzbares Detail am Rande.

Fazit: Das bisher beste Produkt aus Nico Hofmanns teamWorkx-Schmiede und ein Highlight des Fernsehjahres 2008!
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Produkt-Bild: Sommer vorm Balkon

Sommer vorm Balkon
mit Nadja Uhl, Inka Friedrich, Andreas Schmidt, Regie: Andreas Dresen

DVD von Warner Home
Preis bei Amazon: EUR 6,90, Angebote ab EUR 4,40

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: August 2006
Zoom ± Produkt-Bild: Sommer vorm Balkon
  • FSK 12

Produktbeschreibung


Warner Home Sommer vorm Balkon, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 24.08.06
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

usw.....
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich habe den Film in diesem Jahr im Sommer(!!!) das erste Mal gesehen. Es gibt Filme, die interessieren mich, die fesseln mich. Es gibt Filme, die langweilen, beleidigen mich.
Sommer vorm Balkon gehört für mich in die erstere Kategorie.
Teilweise wird hier kritisiert, es wäre zu sozial, zu seicht. Gewiss kann ein Film nie alle befriedigen. Je nach Erfahrung, Wünsche und Hoffnungen.
Ich spare mir hier an dieser Stelle ein Abriss der Handlung (das ist ja eh schon öfters geschehen).
Für mich besteht die Ironie in diesem Film, dass die beiden (sehr attraktiven!) Darstellerinnen so von einem Übel ins Nächste rutschen bzw. sich im Kreis drehen.
Die Mutter schafft es nicht für ihren Sohn zu sorgen, nein es ist eher umgekehrt. Der Sohn versorgt die Mutter und wäre eher die eigentliche Mutter! Ihre beste Freundin schafft es, einen männlichen Versager zu finden, der eigentlich nichts kann, aber sich versucht eloquent darzustellen (an dieser Stelle ein Kompliment für den Darsteller der Filmfigur Ronald).
Eher reißt Nike den Ronald auf und verfährt mit ihm nach eigenen Gusto. Die Bestrafung auf dem Balkon, dem demonstrativen Ausziehen, der Rausschmiss, das ewige "Nicht-erinnern-an-seinem-Namen usw.
Dann die kleinen Geplänkel, die zwischen Nike und Katrin toben. Die, als Folge, fast in einer Vergewaltigung endet.
Sicher gibt es bedrückende Momente; Oskar sieht seine Frau, als Nike deren Kleider trägt und weint. Herr Neumann ist geistig als Kind zurück gefallen und vieles mehr.
Aber man kann den Film nicht direkt als Sozialkritisch sehen, auch wenn es manchmal harsch hergeht. Daher gehen Tragik und Schmäh Hand in Hand.
Schönes optisches Beispiel dafür, die sehr freizügige Bekleidung der Filmfigur Nike, während der Arbeitszeit!
Viel Spaß beim Schauen!
ein sehenswerter Film zum Lachen und Nachdenken
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Katrin, arbeitssuchende Schaufensterdekorateurin, gerät in einen Teufelskreis von Arbeitslosigkeit und Alkoholsucht und ist mit der Erziehung ihres Sohnes völlig überfordert. Man kann sagen: sie versucht ständig ihr bestes und scheitert doch immer wieder. Sie kommt in eine Therapie, als der Alkohol sie schlichtweg umhaut. Die Sonnenblume, die sie in der Therapiegruppe wütend mit schwarzem Kohlestift zeichnet, bildet genau ihren inneren, zerstörten Seelenzustand wider.

Ihre Freundin Nike ist Krankenschwester in einem ambulanten Pflegedienst. Radelt wie der Wind von einer Adresse zur nächsten, vorgestellt werden verschiedene alte Leute. Da ist Oskar, der seine Frau verloren hat und Nike bittet, Rock und Bluse der Verstorbenen einmal anzuziehen. Als Nike die Kleidung angezogen hat, sieht Oskar seine Frau und muss weinen, welch eine anrührende Szene. Dann gibt es Helene, die alte Dame, die auf ihrem Akkordeon nur noch einmal ihr Lieblingslied spielen möchte, und als das gelingt.... Nikes Zeitplan ist eng gesteckt, sie arbeitet flink und effektiv, doch sie findet für jeden ihrer Schützlinge eine Zeit für persönliche Zuwendung, sei es Vorlesen oder einen Patienten an ihre Brust drücken. Man merkt ihr an, dass sie gerne mit den alten Menschen arbeitet, ja, dass sie ihre Patienten mag. Manch einer kann froh sein, wenn er solch eine liebevolle Pflegerin hat, ist ja schließlich nicht immer so. Die Situationskomik, die aus dem Miteinander von Nike und ihren Patienten entsteht, ist schon lustig, gleichwohl auch melancholisch, denn genauso ist das Leben. Spaß und Trauer liegen eng beieinander. Und Nike ist geduldig. Vor allem, als sie Roland (oder heißt er Ronald?) kennenlernt. Chancen über Chancen gibt sie ihm. Was macht er daraus?

Diese beiden Frauen spiegeln unser Leben wider, mit allen Facetten, mal geht's rauf, mal geht's runter. Wichtig ist, es geht weiter. Mal mit Mann, mal ohne. Die Freundschaft ist eine wichtige Komponente im Film, ändert sich, zieht sich zurück und spielt am Ende doch eine zentrale Rolle. Weder Trauerspiel noch Feel-good-Movie erwarten einen, denn beide Typologien wären zu einfach für diesen vielschichtigen Film. Man muss schon genauer hinsehen, dann zeigen sich einem die Dinge zwischen den Zeilen, wenn Nike z.B. die Wurstscheiben einzeln und so wundervoll in gleich große Röllchen auf dem Frühstückstisch schlingt, die Roland oder Ronald, wie und wer auch immer, gedankenlos runterschluckt. Der Typ kapiert gar nichts.

Ein sehenswerter Film, der vielleicht zu wenig Beachtung findet, denn ein leichtes Filmchen ist er nicht. Gleichwohl schafft er es, den Zuschauer nicht völlig betröppelt nach Hause gehen zu lassen, es bleibt am Ende eine Beschwingtheit, die zeigt, ja genau, so geht es weiter. Hinzu kommt eine gute schauspielerische Leistung.
Guter Film, irreführende Verpackung
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
"Eine bezaubernde Komödie, getragen von Wärme, Herzlichkeit und hinreißendem Humor" steht auf der Rückseite der DVD Hülle, und aus der Presse wird zitiert "Eine warmherzige Komödie, die zu Tränen rührt" und "Mit viel Gefühl und Humor - ein wahres Feelgood-Movie!"
Das ist irreführend bis schlichtweg falsch.
Es handelt sich bei "Sommer vorm Balkon" um ein hervorragend geschriebenes Sozialdrama, wunderbar inszeniert, mit tollen Schauspielern.
Aber sehr traurig! Und sicher nicht feel-good. Eher im Gegenteil.
Also, echt ein packender, lebensnaher Film, aber was die Firma da auf die Hülle draufgedruckt hat, das ist voll daneben.
Open Air
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Habe den Film in der letzten Woche im Open-Air-Kino gesehen. Hat gut gepasst, ein schöner Sommerabend, die Berliner Atmosphäre und schließlich die Suche nach dem Platz im Leben. Ein Film, der vom Normalen handelt. Und dabei nicht immer Komödie ist. Manchmal hätte man sich vielleicht die Figuren etwas weniger überzeichnet gewünscht, aber das ist nur marginal.
Beschwingte Komödie? Fehlanzeige
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Tatsächlich hatte ich beim Ausleihen des Films die naive Vorstellung, ich sehe einen richtig schönen Gute-Laune-Film, mit viel Witz und farbenfrohen Aufnahmen passend zum Sommer. Umso enttäuschter war ich (ebenso die mit schauende Freundin), daß wir statt einer spritzigen Komödie ein zähes Sozialdrama geboten bekamen, das wohl eher in die Stimmung eines verregneten und nebligen Novembertages passt. Schade, aber so ist das, wenn man aufgrund des hochgelobten Films falsche, u. viel zu hohe Erwartungen hat.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Kirschblüten - Hanami (Special Edition, 2 DVDs)

Kirschblüten - Hanami (Special Edition, 2 DVDs)
mit Elmar Wepper, Hannelore Elsner, Nadja Uhl, Regie: Doris Dörrie

DVD von Majestic Home Entertainment (Vertrieb: 20th Century Fox Home Entertainment)
Preis bei Amazon: EUR 25,95, Angebote ab EUR 19,95

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Kirschblüten - Hanami (Special Edition, 2 DVDs)

Amazon.de


In Hanami spielen Hannelore Elsner und Elmar Wepper ein Ehepaar, dass mit einem Schicksalsschlag konfrontiert wird. Doris Dörrie ist ein wunderbarer Film geglückt, über das Opfer, die Liebe und den Tod.
Die Kirschblüte ist in diesem Film als Metapher zu verstehen, für eine Haltung zum Leben. Die Blüte ist atemberaubend in ihrer Schönheit, und sie ist es nicht zuletzt weil sie vergänglich ist - ein Schauspiel, dass sich alljährlich für einen kurzen Zeitraum wiederholt. Es geht also um ein Bewußtsein, das im Alltagsrauschen schwer festzuhalten ist. Das Bewußtsein von Vergänglichkeit und Tod und der Notwendigkeit die uns gegebene Zeit zu zelebrieren. Das mag in manchen Ohren kitschig und klebrig klingen, es trifft dennoch eine tiefe Wahrheit, der sich niemand ernsthaft verschließen kann. Und auf diesen Kern zielt Doris Dörries Film ab.
Hanami beginnt in der bayerischen Provinz. Der Beamte Rudi (Elmar Wepper) liebt das Beschauliche, Vorhersehbare. Er mag es, immer um die gleiche Zeit aufzustehen, das gleiche zu sehen, zu schmecken und zu hören. Aber Rudis Leben verändert sich schlagartig als er mit einer niederschmetternden Diagnose konfrontiert wird: er hat Krebs im Endstadium. Seine Frau Trudi (Hannelore Elsner) überredet ihn nach Berlin zu fahren, zu den Kindern und Enkelkindern. Die Begegnung verläuft anders als erhofft. In Berlin hat man keine Zeit füreinander, ist man fest im Griff des Alltags - Facts of Live. Man beschließt gemeinsam weiterzufahren, an die Ostsee, um ein paar Tage miteinander zu verbringen und sich vorzubereiten, auf das Unvermeidliche.
Soweit, so gut, oder auch nicht. Das Klischee lauert an jeder Ecke, umso unerträglicher weil man befürchtet, dass Klischee könne mehr mit dem eigenen Leben zu tun haben als einem lieb ist. Und es ist nicht etwa so, dass man von Doris Dörrie etwas anderes erwartet hätte. Doch dann geschieht das Unerwartete. Nicht Rudi stirbt, sondern Trudi, und der Film beginnt von Neuem. Rudi ist untröstlich, weiss nicht wohin mit sich. Verständlich. Er muss feststellen, dass ihm Trudi fremder war als er es für möglich hielt. Sie hatte ihre Sehnsüchte verraten um sich für ihn aufzuopfern. Eine schreckliche Wahrheit. Er macht sich schließlich auf, nach Japan, um ihr post Mortem ihren Traum zu erfüllen.
Im zweiten Teil des Films passiert etwas erstaunliches. Der Film bringt es fertig seine eigene Biederkeit zu überwinden und verwandelt sich von einem Rührstück in eine bewegende Auseinandersetzung mit dem was man in Ermangelung eines treffenderen Begriffes Trauerarbeit nennt. Wenn Rudi auf den Spuren von Trudis Träumen durch Tokio läuft, in Frauenkleidern, ganz verletztlich, dann hätte das auch ganz leicht ins albern-abgeschmackte abdriften können. Doch das geschieht nicht. Es ist nicht zuletzt Elmar Wepper zu verdanken, seinem zurückgenommenem Spiel, seiner Durchlässigkeit, dass Hanami im letzten Drittel zu einem richtig guten Film wird. Und natürlich hat Doris Dörries Inszenierung daran ihren Anteil. Dieser Eindruck wurde von vielen Rezensenten immer wieder bestätigt, nicht ohne eine gewisse Verwunderung - ist doch Elmar Wepper in der Schublade des Fernseharbeiters abgelegt. Es ist an der Zeit diese Vorurteile aus dem Weg zu räumen und zu konstatieren: es gibt nur eine verlässliche Konstante im Hinblick auf Film und Fernsehen. Beide Bereiche bringen manchmal gelungenes und oft weniger gelungenes zustande. Hanami und Elmar Wepper zaubern ein wenig Hoffnung in unsere Herzen.Thomas Reuthebuch

Kurzbeschreibung


Das Leben: Nur Trudi (Hannelore Elsner) weiß, dass ihr Mann Rudi (Elmar Wepper) schwer krank ist. Und es liegt an ihr, ob sie es ihm mitteilen will oder nicht. Trudi beschließt, die Erkrankung geheim zu halten und überredet Rudi, noch einmal die Kinder und Enkelkinder in Berlin zu besuchen. Dort angekommen, müssen die beiden jedoch feststellen, dass ihre Kinder mit ihrem eigenen Leben viel zu beschäftigt sind, um sich um die Eltern zu kümmern.
Die beiden beschließen daraufhin, in ein Hotel an die Ostsee zu fahren. Dort stirbt plötzlich Trudi - Rudi ist völlig aus der Bahn geworfen und weiß nicht, wie es weitergehen soll. Als er dann auch noch von der Freundin seiner Tochter (Franzi, gespielt von Nadja Uhl) erfährt, dass Trudi das Leben, das sie leben wollte, offenbar aus Liebe zu ihm geopfert hat, sieht er seine verstorbene Frau mit neuen Augen.
Er beschließt, ihr verpasstes Leben wieder gut zu machen...
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5 Kundenrezensionen:

Einer der schoensten Filme aller Zeiten
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Was fuer ein unglaublich bewegender, wundervoller Film mit grossartigen Darstellern, allen voran Elmar Wepper, natuerlich die immer grandiose Hannelore Elsner und vor allem die Darbietungen von Nina Uhl und der japanischen Butoh-taenzerin fand ich beeindruckend.

Ich habe einige Monate in Tokyo gelebt und daher eine gewisse Bindung und bestimmte individuelle Assoziationen zu vielen Dingen, die ich sah, die Rudi erlebt, die Japan so faszinierend machen. Verstaendlich, dass Doerrie eine besondere Affinitaet zu dem Land hat.

Ich finde auch, dass die Reminiszenzen ausreichen, es ist ja kein Doku ueber Japan. Das hektische und bunte Shinjuku, die Kirschbluete, die Sushi-Bar, die vielen kleinen Eindruecke in der Metro etc- das sind Eindruecke genug. Es geht ja nicht um die besten insights into Tokyo.

Auch ohne jede Japan-connection ist dieser Film eine Offenbarung in sovieler Hinsicht. Diese Innigkeit der Eheleute, die bittere Entfremdung zu den Kindern, die Hilflosigkeit von Eltern UND Kindern angesichts dieser Entfremdung, die mehr oder weniger wortlose, aber tiefe Zuneigung zweier so unterschiedlicher Menschen wie der jungen obdachlosen Taenzerin und dem bayrischen Beamten - viele Facetten in diesem Film, die einem den Atem rauben und die Traenen in die Augen schiessen lassen.

Ich habe diesen Film von Kollegen geliehen bekommen und gestern abend angeschaut. Zwar hatte ich durch das Cover der DVD schon eine Idee vom recht ueberaschenden plot bzw. eben dem Todesfall, der unerwartet eintritt - aber das schmaelert in keiner Weise den Genuss.

Ich habe ungelogen den gesamten Film geweint und musste Pausen einlegen, um mich zu beruhigen. Und heute morgen habe ich ihn gleich nochmal gesehen und nochmal geweint. Und seither suche ich alles an Info ueber den Film, habe alle Rezensionen gelesen, und bin so froh, dass die Gefuehle, die dieser Film in mir wachgerufen hat, soviele andere Menschen ebenso empfinden.

Ganz sicher laesst er mich noch lange Zeit nicht los. Und ich werde ihm jeden empfehlen, den ich kenne. Ich habe mir sofort heute morgen DVD und den wunderbaren Soundtrack bestellt und kann es kaum abwarten, bis sie da sind.

Ein grosses Dankeschoen an Doris Doerrie und alle Beteiligten, das war ein Hauptgewinn!!!
Butohtanzen am Fuße des Fujisan
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Eine Ehe-Geschichte, unverkitscht, genauso wie es die meisten Paare erleben.
Der Alltagstrott, das jahrein-jahraus Jause richten für den Mann, der letztendlich den täglichen Apfel, "an apple a day keeps the doctor away ", seinem Mitarbeiter im Büro schenkt. Die Sehnsucht nach den Kindern, die es weit weg vom bayrischen Dorf verschlagen hat. Das Patschen richten für den Mann, wenn er von der Arbeit nach Hause kommt. Gemeinsam essen.
Täglicher Rhythmus, der blind ausgeführt wird.

Rudi und Trudi geht es besser, als den meisten altgedienten Ehepaaren, denn sie sprechen noch ein wenig miteinander und sie mögen sich.....

..... und doch gibt es da bei Trudi den kleinen gedanklichen Ausbruch von Zeit zu Zeit, der sie nach Japan führt, zu ihrem geliebten Sohn, dem Karli, dem es nicht weit genug weg, aus der elterlichen Umklammerung sein konnte und den es gerade dorthin verschlagen hat, wo es ihr nicht vergönnt sein wird, einen Blick auf den Fujisan zu werfen, denn Japan wird erst bereist, wenn Rudi in Pension geht, in einem Jahr.

Trudi und Rudi besuchen kurzerhand ihren Sohn und ihre Tochter in Berlin und müssen feststellen, daß sie nicht wirklich willkommen sind und da es nicht so weit zur Ostsee ist, wird der Urlaub dort verbracht.
Trudi wacht nicht mehr auf, nach einer Nacht voller Träume und hinterläßt den verzweifelten Rudi, dem nach mehreren Gesprächen mit der Lebensgefährtin seiner Tochter, klar wird, welche unerfüllten Sehnsüchte in seiner Frau schlummerten.

Er macht sich auf den Weg nach Japan zu Sohn Karli mit einem Koffer voller Erinnerungen im wörtlichen Sinn. Er möchte seiner Trudi posthum einen Wunsch erfüllen: sie soll die Kirschblüte erleben und den Fuji sehen.
Karli lebt, wie in Japan üblich, beengt und hat ebenfalls, wie dort üblich, keine Zeit für den Vater, da er meist nur einen Tag pro Woche frei hat.
Rudi meistert nach anfänglichen Schwierigkeiten, diese Situation und begibt sich auf Entdeckungsreise, bei der er in einem Park die junge, in einem Zelt wohnende, Butohtänzerin trifft, sich mit ihr anfreundet und sie mitnimmt auf die Reise zum Fujisan.
Der scheue Berg ist natürlich nicht sehr oft sichtbar und deshalb bleiben die Beiden einige Zeit im Hotel in der Nähe des Vulkans wohnen.

An einem frühen Morgen, am Fuße des klar und deutlich sichtbaren Fujisan, tanzen Rudi-Trudi in Kimono und Unterkleid bekleidet und traditionell geschminkt, Butoh.
Es ist der Tanz des letzten, zu späten Liebesbeweises.

Der Film berührt durch seine unspektakulär und außergewöhnlich agierenden Darsteller, allen voran Elmar Wepper, der trotz mancher komischen Situation, niemals ins Lächerliche abdriftet.
Eine reife Leistung! Hut ab!

Meine Empfehlung für Off-Mainstream-Filmliebhaber. Diesen Film sieht man sich von Zeit zu Zeit immer wieder einmal an.
Liebesgeschichte
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein durch und durch bewegender Film. Ich weiß gar nicht so richtig was ich sagen soll. Elmar Wepper wirklich grandios. Die Darstellung der Kinder sehr nah an der heutigen Realität in unserer Gesellschaft. So ungefähr wir lieben euch bleibt aber mal lieber zu hause, wir haben so viel zu tun.
Bin total über Frau Dörrie überrascht, bisher konnte mich kein Film von ihr begeistern. Also Respekt Frau Dörrie, ziehe meinen Hut.Ganz großes Kino. Ganz große Schauspieler. Ein Film mit Herz und Seele. Unbedingt ansehen.
Märchenhaft
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Doris Dörrie erzählt ein Märchen.
Märchen enden für gewöhnlich mit: "Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute." Doch wenn sie gestorben wären, dann müssten sie auch gelebt haben, Trudi und Rudi, irgendwo vielleicht bei Weilheim im Oberbayerischen.

Erzählt wird von Liebe und Trauer, bedeutungsvoll illustriert dies Elmar Wepper mit seiner Mimik, seinen Gesten, seinen Augen.
Treffen wird dieser Film alle, deren Kinder nicht mehr im eigenen Haus wohnen und die, die es sich vorstellen können, wie so etwas sein wird oder kann, und erzählt wird die Geschichte in Bildern, in denen, wie Doris Dörrie sagt, "die Realität (wieder mal) freiwillig mitspielt", in Bildern, die dauern, berühren und bleiben. Es wechseln so schön Stille und Krach.

Auch hartgesottene Cineasten mögen sich schon mal ein Taschentuch bereitlegen, für alle Fälle, weil alle Schauspieler in diesem Film gut sind. Man darf gespannt sein, welche Geschichte uns Doris Dörrie als nächstes erzählt, vielleicht wieder eine Hommage an Tokio und Japan.
Ich empfehle auch diesen Film, jetzt schon, ungesehen!
INTENSIVES; ABER AUCH ÜBERAMBITIONIERTES UND ZÄHES DRAMA
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Die Schauspielerleistungen kann man wirklich als grandios bezeichnen und auch die Thematik des Films über verlorene Träume und unsterbliche Liebe weckten bei mir das Interesse, diesen Film anzuschauen. Aber ist der Film wirklich so gelungen, als das man ihm gar 5 Sterne vergeben kann???
Ich denke bei weitem NICHT!!! Gut, über Geschmack lässt sich streiten, aber Thematik und schauspielerische Glanzleistungen sind eben nicht alles - auf die Inszenierung und den Inhalt kommt es an. Und genau da hapert es bei diesem Drama, neben der zu langen Filmlaufzeit(122 Min.)
Allzu häufig driften die Nebenhandlungen ins klischeehafte ab, wenn z.B. ältere Provinzler (Rudi/Trudi)in der Großstadt an der Bedienung des Fahrkartenautomates scheitern, eine der kurzhaarigen Töchter eine Lesbe ist und die Enkelkinder an der Spielekonsole kleben...
Auch fehlt mir der so wichtige Einblick in die japanische Kultur, wenn man schon Japan als zentralen Punkt der Geschichte wählt. Da reichen ein paar Kirschbäume, der Fujiyama und ein paar Hochhäuser eben nicht ganz aus.
Ach, ja. Was mich noch interessieren würde, ist die Frage was die Ehe der beiden Hauptpersonen überhaupt so lange zusammengehalten hat? Der wie ich finde etwas kitschige Totentanz Rudis am Ende mag ja eine Liebeserklärung an seine bereits verstorbene Frau sein und will zeigen, dass er das Wesen in ihr verstanden hat und er ihr folgt. Aber eine logische Erklärung, warum er die Reise überhaupt gemacht hat, bleibt dem Zuschauer weitestgehend vorenthalten. Viel Spiritualität aber wenig Logik.

Fazit: Erstmal aus der Videothek ausleihen, wenn Film gefällt die Special Edition kaufen, da man dort auf der Extra-Disc mehr über die Tiefe des Films erfährt.
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Produkt-Bild: Nicht alle waren Mörder

Nicht alle waren Mörder
mit Nadja Uhl, Aaron Altaras, Hannelore Elsner, Regie: Dr. Jo Baier

DVD von Warner Home
Preis bei Amazon: EUR 5,97, Angebote ab EUR 3,92

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2006
Zoom ± Produkt-Bild: Nicht alle waren Mörder
  • FSK 12

Produktbeschreibung


Warner Home Nicht alle waren Mörder, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 03.11.06
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5 Kundenrezensionen:

Selten gutes Kino aus Deutschland
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Eine anspruchsvolle Verfilmung eines ausgezeichneten Buches. Vor allem Katharina Thalbach und Axel Prahl hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Ärgerlich nur, dass sich der Drehbuchautor und Regisseur Jo Baier genötigt sah, die aufopferungsvolle Hilfe eines SS-Mannes zu unterschlagen, mit der das Buch beginnt.
Ohne Krimmi geht die Mimmi...
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Als ich diesen Film sah, dachte ich: Sicher, so könnte es gewesen sein, wenn nicht ein Klischee das nächste jagen würde!

Meine Oma kann sich noch ganz genau erinnern, wie sie mehrfach dem Bombenhagel entkam und wie viel Angst und Hunger sie während und nach dem Krieg verspürte. Wenn sie mir diese Geschichten erzählt, dann entsteht bei mir ein viel intensiveres Bild von der damaligen Zeit.

Diese Art von Film hätte schon vor 50 Jahren gedreht werden müssen und nicht, wenn die meisten Opfer gestorben und die Täter auch schon tot, rehabilitiert oder vergessen sind. Jetzt tut man niemanden weh, und heimst Gelder, Ruhm und Preise ein!

Einen Stern gebe ich für die Hauptdarstellerin, den zweiten für einige realitätsnahe Szenen sowie für die Leistung des Filmteams, keine typische Liebesszene eingebaut zu haben.
Ganz großes Kino
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dieser Film ist ein Muß!!Denn hier wird mal nicht angeklagt, sondern der Menschen gedacht die einer jüdischen Mutter mit ihrem Sohn ohne groß zu fragen einfach halfen. Die Geschichte ist schnell erzählt und dennoch sehr einfühlsam und sensibel dargestellt.Die beiden Hauptdarsteller Nadja Uhl und Aaron Altaras (der Basti aus dem Tatort-Berlin,Sohn von Felix Stark) können ihre Rolle perfekt in Szene setzen.Und so kann einfach keine Distanz mehr entstehen,dem Zuschauer werden die ein oder andere Träne schon mal kullern.Überhaupt ist die Besetzung nur vom Feinsten.Katharina Thalbach,Hannelore Elsner,Axel Prahl.Wirklich hervorragend und herrlich gefühlvoll gespielt.Mein Lob an Jo Baier, der es von Anfang an verstand eine so dramatische und traurige Kindheit des Michael Degen liebevoll und trotzdem mahnend in einem Film ganz groß in Szene zu setzen.
Schauspielerische Leistung einfach genial
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich habe mir diesen Film schon 3 mal angesehen und finde ihn einfach nur genial mich bewegt immer dieses Thema und ich finde Nadja Uhl und Aaron Altaras haben eine super tolle Leistung vollbracht,man hätte denken können das sie Mutter und Sohn im wahren Leben sind.Dies wird immer ein Thema in unserem Leben sein was uns bewegen wird.Mir ist es auch egal ob das Buch besser ist, das ist in den meisten fällen sowie so. Es geht hier um die Leistung der Schauspieler.Ich finde auch das man sich nie genug solche Filme anschauen kann,da dies ein ein Thema ist das uns alle angeht.Ich kann nur diesen Film sehr empfehlen und man wird sich ihn auch sicherlich mehrmals anschauen,da bin ich mir sicher
Abseits als sicherer Ort
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Darüber schrieb von Jahrzehnten Peter Brückner, wie man als Kommunist die Nazi-Zeit überleben konnte. Jahre später dann Michael Degen, der seine Jugend in dieser Zeit schildert, und wie er mit seiner Mutter die Jahre 1943 bis 1945 im Versteck überlebt hat.
Der Film zum Buch macht die dauernde tödliche Bedrohung deutlich. Bedrohung durch den Krieg und durch die absolute Rechtlosigkeit, jederzeit ins KZ gebracht werden zu können.

Wenn man das making of sieht, den ungeheuren Aufwand, und dann bedenkt, wie wenig ein solcher Film haften bleibt, ist schon ein Gefühl der Bitternis vorhanden. Es besteht ein Gefühl der Sättigung,des nicht mehr Wissen-Wollens. Das macht es Filmen dieser Art so schwer, nachhaltig wahrgenommen zu werden.

Die Schreckensgeschichte, die zugleich auch eine Überlebensgeschichte ist, und, wenn man Michael Degen sieht und hört, jeden Respekt abnötigt, nicht an diesen Erlebnissen zerbrochen zu sein,wurde in eindrucksvolle Bilder umgesetzt. Sie sollten immer wieder, nicht mit erhobenem Zeigefinger, aber immer wieder Menschen gezeigt werden, damit aus der Geschichte die Lehre gezogen wird, dass niemals und nirgends Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt werden sollen.

Das Bonus- Material ist ganz aufschlussreich.
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Produkt-Bild: Lautlos (Deluxe Edition, 2 DVDs)

Lautlos (Deluxe Edition, 2 DVDs)
mit Joachim Król, Nadja Uhl, Christian Berkel, Regie: Mennan Yapo

DVD von Warner Home
Preis bei Amazon: EUR 18,90, Angebote ab EUR 3,90

3 von 5 Punkten
3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2004
Zoom ± Produkt-Bild: Lautlos (Deluxe Edition, 2 DVDs)
  • FSK 12

Produktbeschreibung


Warner Home Lautlos (2 DVDs), USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 14.10.04
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5 Kundenrezensionen:

Taub - Drehbuchautor hört die Einschläge nicht....
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Guter Filmitel, Król und und Uhl liefern eine gute Leistung ab.

Story: Profikiller hat für den letzten Auftrag seiner Karriere 3 Tage Zeit, verliebt sich zwischendurch und wird von einem Ermittler gejagt, der Sherlock Holmes zum Absoluten Laien in Sachen Ermittlungsgeschwindigkeit degradiert. Unser Ermittler der so gut ist, dass sein neuer Partner frisch von der Polizeiakademie kommen darf, denn er braucht kein hochqualifiziertes Team von Spezialisten. Unser Super Cop hat einen so Scharfen Verstand, dagegen ist jedes Katana ein stumfpes Brecheisen. Ein Profikiller erledigt jemanden wo die Spurensicherung nicht mal die Tatwaffe bestimmen kann und hat auch sonst außer der Vermutung, es könnte ein Einzeltäter sein, der sich tagelang über die Gewohnheiten der Zielperson informiert keinerlei Hinweise. Der Super Cop folgert Blitzschnell; es muss ein Deutscher Mann sein im Alter 40-45. Ne ist klar. Nach dieser Eingebung hatte sich auch schnell einen Fall finden können, in dem ein 9 Jähriger Junge seine Eltern gerächt hat und die Person die ihm damals geholfen hat, ja bis heute noch sein Auftraggeber sein muss. Der Ermittler kann in 3 Tagen die Identiät des Killers samt Auftraggeber herausfinden, nein er hat auch gleich die nächste Zielperson gefunden, denn der zwischendruch getöte Auftraggeber, der alle Auftragsdaten sorgfältig vernichtet hat natürlich in seinem Videorecorder ein Band mit der nächsten Zielperson.
Im Showdown des Films hat unser Super Cop dann noch den Laiserpointer vom ferngesteuerten Präzisionsgewehr auf der Stirn. Für den Super Cop, kein Grund auch nur minimal erhöten Puls zu kriegen, schließlich kennt er den Killer ja schon ne gute Woche und ist dank seiner Menschenkenntnis, über jeden Zweifel erhaben, dass der Killer ihn niemals töten könnte.

Wo Filme wie "the Transporter" ja wenigstens mit Aktion und Humor aufwarten können, ist dieser Film leider nur eine Enttäuschung.
Inhaltlich ist der Film so authentisch wie "die nackte Kanone", aber hat wohl den Anspruch eine Art Deutscher "Leon der Profi" zu sein.
Auch Deutschland kann es
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Der Filmverleih X Verleih, denen mit Tom Tykwer und Dany Levi Produktionen bereits einiges gelungen ist, gibt hier Mennan Yapo seine Chance auf einen Thriller. Dabei geht es um den Profikiller Viktor (J. Król), der Nina (N. Uhl) entdeckt und von Lang (C. Berkel) gejagt wird. Genau jene Nina ist auch der Grund, warum es für ihn gefährlich wird. Sein letztes Ziel setzt die Jagd auf ihn selber an und der Profiler endeckt Spuren zur Vergangenheit und Gegenwart von Viktor.
Der Thriller an sich ist im Konsenz eher eine Liebesgeschichte, die sich Thriller-Elementen bedient und das als Erzählstruktur verwendet. Dabei zeigen sich melodramatische Züge in der gesamten Produktion, weil der Profikiller seinen Vater verloren hat und nur seinem Ersatzvater und Auftraggeber vertraut. Durch die nicht gerade alltägliche Nina erfährt er wohl auch das erste Mal so etwas wie Liebe, was sich allerdings langfristig noch zeigen muss. Zwischen dieser Liebe, dem Auftrag und der Jagd auf ihn selber bildet sich der Film, der stark vereinfacht daherkommt. Vereinfacht im positiven Sinne, da langatmige Erklärungen häufig wegfallen, Klischees zum Großteil umschifft werden und der Film damit nicht den Fehler begeht, auszuschweifen. Häufig merkt man es den Protagonisten an, was sie denken, kann es nachvollziehen. Die Charakterisierung der Figuren bleibt drehbuchbedingt eher etwas oberflächlich, vor allem bei Nina (schlägt sich irgendwie durchs Leben und scheint erstmals ein Motivation fürs Leben gefunden zu haben) und Lang (jagt den Killer mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln). Sie dienen dazu den Profikiller zu beschreiben (er selbst ist aufgrund seines Lebens unfähig, sich zu definieren) und sind die Motivation für sein Handeln. Die Darstellung durch die Schauspieler ist dermaßen erstklassig, dass diese Oberflächlichkeit kein Nachteil ist. Die ruhigen Töne machen so Spannung aus und nach einer halben Stunde ist man auch richtig drin im Film und fiebert mit. Der Film ist sehr gut, aber nicht herausragend, wie seiner Zeit "Lola rennt" und enttäuschend ist zudem die fehlende Untertitelspur (Ich höre zwar, aber diese sollte immer mit enthalten sein). Das macht dann -1 Stern bei der Bewertung.

Fazit: Eine Liebesgeschichte in einem Thriller eingebettet, mit melodramatischen Zügen versehen, wird hier in sehr guter Qualität mit hervorragenden Schauspielern allerdings ohne Untertitel geboten.
Lautlos zur Spitze
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Der Thriller "Lautlos" mit Joachim Kròl als eiskalter Profikiller überzeugt auf ganzer Linie. Eiskalt und gefühllos mordet Profikiller Viktor und erfüllt seine Aufträge. Solange Perfekt, bis er die geheimnisvolle Nina nach einem Sprung von einer Brücke rettet und ihr das Leben schenkt. In 92 Minuten inszeniert Mennan Yapo einen Thriller der besonderen Art. Lautlos-Klassisch und doch modern.
Damit ist bewiesen, dass der deutsche Thriller sich nicht vor internationalen Produktionen verstecken muss. Weiterhin kann der deutsche Thriller mit einem genialen Ende aufwarten, was man von den meisten heroischen Abschlüssen der US-Thriller nicht behaupten kann.

Die Extras dieser DVD-Veröffentlichung sind umfangreich und hoch interessant.

Sie suchen einen guten Thriller-Zugreifen lohnt sich.

Den Stern Abzug gibt es für das recht einfallslose DVD-Menü der DVD auf der der Hauptfilm gepresst ist.
Erstaunlich...
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Oft genug hinterlassen die Bemühungen deutscher Filmemacher bei mir ein Kopfschütteln, hier war ich angenehm überrascht. Ich fand den Film unterhaltsam und spannend. Die Geschichte wird flüssig erzählt, Kamera und Schnitt sind gut und am Ende darf es auch noch mal ordentlich rumsen - man kann 90 Minuten auch schlechter verbringen.

Joachim Krol ist fantastisch als Killer, der im Dilemma zwischen Gefühl und Job steckt - ein klassisches Thrillerelement, genau wie die Konfrontation mit dem Ermittler Christian Berkel. Beide aus dem selben Holz geschnitzt und nur durch Zufall oder Schicksal auf verschiedenen Seiten des Gesetzes. Nadja Uhl als lebensmüder Todesengel scheint direkt aus einem Hitchcock-Film zu entspringen und hätte dort alle Ehre gemacht.

Wie man den anderen Rezensionen entnehmen kann, polarisiert der Film sehr stark. Da bleibt nur eines - selber ansehen.
P.S. Stimme mit einer anderen Rezension überein - das die Untertitel fehlen ist eine Schande.
Hallo Hollywood ! Ein solider Action-Thriller ganz ohne Hollywood...
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
... obwohl er auch dort entstanden sein könnte.

Król spielt den eiskalten extrem coolen Profi-Killer ( Wer es nicht weiß: Lehrberuf - 3 Lehrjahre - freitags Berufschule... ) in einem altbekannten aber immer wieder gefälligen Plot: Wenn ein professioneller Killer, der bis dato präzise wie eine schweizer Uhr zur Tat schritt aufgrund von Gefühlsduselei Emotionen zulässt und Fehler macht, wird die Lage vertrackt und für den Zuseher spannend...!

Ganz ohne Hollywood gibt es hier einen actiongeladenen Thriller in kühler Hochglanzoptik.

Wem das actionbetonte Remake zum Spannungshit "Der Schakal" gefallen hat, wird hier bestens unterhalten !

FAZIT: 100 x besser als 2 Stunden Mist im Privatfernsehen und das für unter 3,- Euro ;-)
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Produkt-Bild: Baader-Meinhof-Komplex [Blu-ray]

Baader-Meinhof-Komplex [Blu-ray]
mit Moritz Bleibtreu, Martina Gedeck, Johanna Wokalek, Nadja Uhl, Bruno Ganz, Regie: Uli Edel

Blu-ray von Paramount Home Entertainment
Preis bei Amazon: EUR 25,95

Erscheinungsdatum: Juli 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Baader-Meinhof-Komplex [Blu-ray]

Produktbeschreibung


Deutschland in den 70ern. Die radikalisierten Kinder der Nazi-Generation, angeführt von Andreas Baader (Moritz Bleibtreu), der ehemaligen Starkolumnistin Ulrike Meinhof (Martina Gedeck) und Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek), kämpfen gegen das, was sie als das neue Gesicht des Faschismus begreifen: die US-amerikanische Politik in Vietnam, im Nahen Osten und in der Dritten Welt, die von führenden Köpfen der deutschen Politik, Justiz und Industrie unterstützt wird. Die von Baader, Meinhof und Ensslin gegründete Rote Armee Fraktion hat der Bundesrepublik Deutschland den Krieg erklärt. Es gibt Tote und Verletzte, die Situation eskaliert, und die noch junge Demokratie wird in ihren Grundfesten erschüttert. Der Mann, der die Taten der Terroristen zwar nicht billigt, aber dennoch zu verstehen versucht, ist auch ihr Jäger: der Leiter des Bundeskriminalamts Horst Herold (Bruno Ganz). Obwohl er große Fahndungserfolge verbucht, ist er sich bewusst, dass die Polizei allein die Spirale der Gewalt nicht aufhalten kann.
Pressenotiz
Drehbuchautor und Produzent Bernd Eichinger (DAS PARFUM - DIE GESCHICHTE EINES MÖRDERS, DER UNTERGANG) bringt für Constantin Film Stefan Austs Standardwerk über den RAF-Terrorismus DER BAADER MEINHOF KOMPLEX auf die Kinoleinwand. Regisseur Uli Edel (LETZTE AUSFAHRT BROOKLYN, CHRISTIANE F. - WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO) inszeniert die dramatischen Ereignisse, die von 1967 bis zum „Deutschen Herbst“ 1977 die demokratischen Grundpfeiler der Bundesrepublik Deutschland ins Wanken brachten.
Presseinformation zur Buchvorlage
Stefan Austs Buch „Der Baader Meinhof Komplex“ erschien zum ersten Mal 1985 und hat wie kein anderes das heutige Bild vom Krieg der Rote Armee Fraktion gegen den Staat geprägt. Es ist keine Anklageschrift und kein Plädoyer eines Verteidigers. Es will kein Urteil fällen, weder in juristischer noch in moralischer Hinsicht. Es ist ein Protokoll, eine Chronik der Ereignisse, die ihren Höhepunkt im „Deutschen Herbst“ 1977 fanden, in der Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer sowie in der Entführung und Befreiung der Passagiere und der Crew der Lufthansa-Maschine „Landshut“.


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Produkt-Bild: Die Sturmflut (2 DVDs)

Die Sturmflut (2 DVDs)
mit Nadja Uhl, Benno Fürmann, Jan Josef Liefers, Regie: Jorgo Papavassiliou

DVD von Warner Home
Preis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 3,39

2,5 von 5 Punkten
2,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Februar 2006
Zoom ± Produkt-Bild: Die Sturmflut (2 DVDs)
  • FSK 12

Produktbeschreibung


Die Sturmflut TV Ereignis! DVD
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5 Kundenrezensionen:

Dreiecksgeschichten- Gähner
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Liebe Drehbuchschreiber, Liebe Regisseure, Liebe Produzenten:

Erspart doch den Zuschauern in Zukunft diese plattdummen Dreiecksgeschichten. Eine gute, historisch angelehnte Handlung müsste sich doch auch ohne diesen Kitsch hinbekommen lassen, oder nicht?
Lachhaft, billig und einfach nur grottenschlecht!
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Man gucke sich nur einmal dieses DVD-Cover an. Einfach nur dämlich. Die Darsteller sind einfach nur schlecht, wie bereits oft erwähnt, die Effekte lächerlich und die Handlung der größte Mist aller Zeiten! So kann man ein "Megabudget" (Das ich nicht lache) von 2 Millionen richtig in die Tonne hauen!
Herz und Schmerz und nebenbei eine Sturmflut
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Mja ... ich freute mich - eigentlich - ein Film über die Flut zu sehen. Als hamburger Fischkopf hat man so seine ganz eigene Beziehung zur Sturmflut 1962, obwohl ich erst viel später auf die Welt kam :-) Aber ich war auch neugierig auf die filmische Umsetzung dessen, was damals geschehen ist. Leider muss ich sagen wurde hierbei mehr auf die Herz-Schmerz-Schiene geachtet, als auf die tatsächlichen Begebenheiten. Viele geschichtliche Fehler, viel Fantasie ... ich bin absolut enttäuscht. :-( Und keine noch so gute Schauspielbesetzung rechtfertigt den dünnen Inhalt. Wirklich schade. Bitte nicht kaufen, es gibt schon genug angebissene DVD-Hüllen, in denen andere Käufer ihre Zähne aus Ärger über diesen Kauf versenkt haben. =^_~=

Wer sich tatsächlich für die damaligen Ereignisse interessiert empfehle ich wärmstens die DVD "Die Nacht der großen Flut". Keine künstliche Tränendrüsenrumdrückerei, aber ein Dokudrama mit echten Gesichtern, Interviews mit Betroffenen und Fakten. Sehr spannend gemacht, sollte man in jedem Fall mal gesehen haben.
Toller Film!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich liebe diesen Film, ich fande ihn wunderschön und toll gemacht. Ich wusste nur sehr sehr grob über diese Flutkatastrophe gehört, d.h. ich wusste lediglich wann und wo sie war! Durch diesen Film und die faszinierende Liebesgeschichte im Hintergrund ist der Film sofort symphatisch und einfach hinreißend. Nachdem Film (und ein paar Zusatzinfos) wusste ich fast alles über die Flutkatastrophe. Auch Technik und Effekte bei der Filmtechnik sind meiner Meinung nach toll gelungen! Genauso auch die Musik von Westlife "You Raise Me Up" passt richtig schön zum Film und ist einfach wunderschön. Wie gesagt, ich kann nur sagen, dieser Film hat 100 % meinen Geschmack getroffen (okay, mein Geschmack ist auch ein bisschen schmalzig ;P) und ich liebe ihn!
Seichte TV-Unterhaltung, mehr nicht. Schade für so ein Thema!
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Nun gut- es ist immer eine Gratwanderung zwischen Spielfilm mit Unterhaltungswert und Dokumentation. Aber was hat man uns präsentiert?
Als Kurzweil und für Menschen, die als nach-1962er irgendwie mal etwas von dieser Katastrophe und dem heldenhaften Herrn Schmidt gehört haben als Einstieg o.k.. Ansonsten: Charme von "Ich heirate eine Familie."
Etwas mehr an Fakten täte auch einem Spielfilm gut und ich finde nicht, (wie ein/e Vorrezensent/in) dass man dann eben eine Doku gucken müsse, sondern erwarte von Filmemachern dass sie diese Kombination hinbekommen.
Was nun wirklich nervt ist :
1.) dieses immer wieder zufällige Aufeinandertreffen der Hauptakteure. Da wird "Vattern" wieder Copilot und rettet den Sohn, der Ex findet zufällig die alte Liebe in den Fluten und rettet sie und den Kleinen der sich als sein Sohn herausstellt, was man aber anfänglich schon ahnt, dann paddeln sie zu einer Kirche wo sie -wieder ganz zufällig- auf Mutter und angehende Schwiegermutter sowie Kollegin treffen. Letztere ist zufällig auch noch das Verhältnis des Arztes und geplanten Ehemannes der irgendwann auch noch hereinpaddelt. Vorher operiert er aber noch den Vater des Kontrahenten der auch wieder ganz zufällig gerade in seiner Klinik danieder liegt. Und der angehende und sehr vornehme Schwiegervater ist vom Polterabend direkt frisch in die Zentrale der Macht katapultiert worden. Das hatte wohl eher Alibifunktion, damit die Zuschauer auch immer wieder dorthin geführt werden konnten. Klappe, die nächste!
So geht das immer weiter....Geschichten also, die das Leben nie so schreibt. Diese ganzen Dreiecksgeschichten nehmen viel zu viel Raum ein.
2.) ein gewisser Anachronismus. Mich gab es zwar 1962 noch nicht, aber so waren die 60er nie und nimmer. Stets blieb der Eindruck zurück, da stimme etwas nicht. Umgang, Umgangston, Frisuren... es war im Film einfach nicht kompatibel.5 Jahre lang in einer -wie es damals hieß- unehelichen Beziehung lebend, obwohl der vermeintliche Vater des Jungen die Frau heiraten will, aber nicht darf, wo er doch einen sehr starken und selbstbewussten Eindruck macht. Seltsam.
3.) Helmut: weiße Weste. Alle anderen: "Böse Onkels". Sehr schwarz-weiß.
Fazit: Typische ARD-Unterhaltung ab 20.15 Uhr.
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Produkt-Bild: Die Zwillinge

Die Zwillinge
mit Nadja Uhl, Thekla Reuten, Gudrun Okras, Regie: Ben Sombogaart

DVD von ARTHAUS
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 8,30

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 2005
Zoom ± Produkt-Bild: Die Zwillinge
  • FSK 12

Produktbeschreibung


Arthaus Die Zwillinge, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 10.05.05
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3 Kundenrezensionen:

Sehr berührend
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten

Dies ist ein beeindruckender Film über das Leben von zwei Zwillingsschwestern. Beide werden in jungen Jahren durch den Tod der Eltern getrennt. Die eine landet auf einem Bauernhof in Deutschland und wird als billige Hilfskraft gedultet, die andere erlebt eine gute Kindheit in einer wohlhabenden Niederländischen Familie. Erst während des Krieges finden Sie kurz zueinander und verschiedene Ereignisse während dieser dunklen Zeit lassen Sie im Bösen wieder auseinandergehen. Erst als ältere Frauen finden Sie sich wieder.
Ich kann den Film nur weiterempfehlen.
Chronologie einer Geschwisterliebe
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
„Die Zwillinge" basiert auf dem Bestseller „De Tweeling" von Tessa de Loo. Die Verfilmung Ben Sombogaarts ist ein Melodram in Reinkultur, das ein packendes Familiendrama vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs erzählt. In weit ausholenden Vor- und Rückblenden von 1926 zu 1936, 1939 zu 1940 und schließlich von 1944 bis 1947 zeigt der Film die spannungsgeladene Lebensgeschichte zweieiiger Zwillingsschwestern, die nach dem Unfalltod ihrer Eltern im Jahre 1922 getrennt werden.
Anna( Nadja Uhl), das robustere der beiden Mädchen. Kommt auf den Bauernhof zu ihren deutschen Verwandten. Der rabiate Onkel lässt sie von klein auf Schwerstarbeit leisten. Lotte (Thekla Reuten) kommt zu reichen Verwandten nach Holland. Sie erfährt dort die ausgezeichnete Erziehung zur höheren Tochter. Die Pflegeeltern unterbinden mit allen Mitteln den Kontakt zwischen den Schwestern. Durch einen Zufall finden sich die Zwillinge später wider. Lotte sucht Anna in Nazideutschland auf. Anna arbeitet als Dienstmädchen bei einer mit den Nazis sympathisierenden Gräfin und hat sich mit Nationalsozialismus abgefunden. Die historischen Umstände entfremden die beiden Schwestern.
Annas Ehemann, ein SS-Offizier stirbt kurz nach der Hochzeit. Lottes Verlobter David, wird als Jude nach Buchenwald verschleppt, und stirbt dort. Schuldzuweisungen werden wie auch im Roman strikt vermieden. In so weit ist der Film so genial wie das Buch.
Doch wie viel Gemeinsamkeiten und wie viel Verbundenheit bleiben bei Blutsverwandtschaften übrig, wenn das Leben in zwei so unterschiedlichen Bahnen abläuft? Lottes Hass schürt die zunehmende Entfremdung, obwohl sich Anna nur die Tatsache zu schulden kommen ließ, das sie in ihrer Naivität die Dinge nicht durchschaute, während Lotte vom ersten Tage an argwöhnisch gegenüber der nationalsozialistischen Idee war. Und so zerbersten alle innigen schwesterlichen Gefühle.
Erst vierzig Jahre, im hohen Alter, treffen sich die beiden Schwestern wieder. Anna betreibt intensiv eine gewünschte Annäherung. Die Hoffnung auf Versöhnung findet ihren Ansatz als Anna in den Armen Lottes stirbt.
Diese berührende und spannende Chronologie zieht den Zuschauer, als Fabel voll „Blut und Boden", wohl auch deshalb so außergewöhnlich in den Bann, weil alle vier Hauptdarstellerinnen durch ihre schauspielerische Leistung und Glaubwürdigkeit brillieren.
bewegendes Drama zu deutscher Geschichte
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Nach dem Tod des Vaters wird das Zwillingspaar Anna und Lotte Ende der 20er Jahre getrennt. Während Anna bei ihren „barbarischen" Verwandten in Deutschland schwer schuften muß und regelmäßig Prügel bezieht, wächst Lotte als Kind des Bildungsbürgertums in Holland auf. Beide Familien unterbinden jeden Kontakt.1939 treffen sich beide Schwestern zu Beginn des Krieges in Deutschland wieder und verbringen ein paar glückliche Stunden, ehe die Kriegswirren sie nicht nur räumlich wieder voneinander trennen Erst im hohen Alter begegnen sie sich noch einmal...
Der Film ist eine erschütternde Dokumentation, wie unterschiedliche Gesellschaften die Menschen prägen, bis sie einander nicht mehr verstehen können. „Die Zwillinge" wurde in Holland kontrovers diskutiert, ist doch die „Deutsche" Anna die eigentliche Heldin des Films. Es wird gezeigt, wie auch sie geblendet ist von der Ideologie Großdeutschlands. Doch außer ihrer Naivität ist ihr wohl nichts vorzuwerfen. Der Krieg zerstört beider Frauen Leben und doch bleiben sie am Ende unversöhnliche Gegner. Es wird der historische Hintergrund anhand zweier Einzelschicksale beleuchtet, die stellvertretend für viele sein können. Ein sehr gelungenes Werk, frei von Klischees, einfach menschlich sehr ergreifend.
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Produkt-Bild: Mord am Meer - Süddeutsche Zeitung Film Deutsche Thriller

Mord am Meer - Süddeutsche Zeitung Film Deutsche Thriller
mit Heino Ferch, Nadja Uhl, Birge Schade, Regie: Matti Geschonneck

DVD von Süddeutsche Zeitung GmbH
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 9,89

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Mord am Meer - Süddeutsche Zeitung Film Deutsche Thriller

Eine Kundenrezension:

Ein ehemaliges RAF-Mitglied in Husum
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Mit diesem Film ist Matti Geschonneck ein sehenswerter Krimi gelungen. Die Handlung beginnt in Husum, die Spuren führen nach Berlin, und alles endet dann wieder an der Nordsee. Mit Nadja Uhl und Heino Ferch ist die Besetzung hervorragend. Der Film lief im Jahre 2006 im Fernsehen. Wer ihn damals versäumt hat, sollte sich diese DVD ansehen. Aber auch wenn man den Film schon gesehen hat, ist diese DVD interessant. Es gibt so viele subtile Hinweise, die auf die tatsächliche Täterschaft hinweisen, und die erkennt man erst beim zweiten oder dritten Sehen, auch wenn der Überraschungseffekt dann vorbei ist.

Die Süddeutsche Zeitung hat mit den "Deutschen Thrillern" eine neue interessante Serie gestartet. So schlecht, wie wir es gegenwärtig fast täglich hören, ist das deutsche Fernsehen also doch nicht. Polit-Thriller gibt es im deutschen Fernsehen allerdings relativ selten. Hier ist ein gutes Beispiel.
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