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Ein Mann, ein Fjord von Angelo Colagrossi, Angelina MaccaroneAudio CD von Roof MusicPreis bei Amazon: EUR 13,95, Angebote ab EUR 7,99 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3938781475, Erscheinungsdatum: März 2007 |
ProduktbeschreibungEIN MANN,EIN FJORD! 5 Kundenrezensionen:Ein Volltreffer! 5 von 5 PunktenHumor ist Geschmackssache, aber meinen Humor hat Hape Kerkeling mit dem Hörbuch voll getroffen! Die Figuren sind herrlich überzeichnet, die Story ist zum Brüllen komisch. Ich habe mir die Doppel-CD inzwischen bestimmt gut 15 bis 20 Mal angehört, zuletzt bei ein paar Glas Rotwein mit guten Freunden. Mal ehrlich: Wann hat man das letzte Mal mit Freunden auf dem Sofa gesessen, einer gesprochenen CD zugehört und sich köstlich amüsiert?!? Bin sehr gespannt, ob die Verfilmung da ran kommt (ich meine, der Film läuft noch im Januar im ZDF, bin mir aber nicht sicher)?!? Übrigens: Bin im Internet schon auf einige interessante Seiten gestoßen. Tipp: Gebt mal als Suchbegriffe "Canicalm" oder "Bär ohne Hose" ein ...! ;-) Das Zweite, das ein Quickie war... 3 von 5 PunktenSchade, Herr Kerkeling. "Ich bin dann mal weg" ist nahezu grandios. Sogar für eine Meckertrine wie mich hatten die Tagesresumee den Denkanstoß "Joah - genau wie bei mir" ... (nein ich bin nicht mit hunderten anderer den Jakobsweg gelatscht - nur weil es gerade schick ist - vielleicht ist mir ja eines Tages mal danach - im oment eben noch nicht.). Ein mann ein Fjord aber hätte Ihnen jeder -qualitätsbeflissene- Lektor mit der Anmerkung, das Werk noch einmal in Dramaturgie, handelnder Personen und vor Allem dem Ende (!!) wieder zurück senden müssen. Ich mag gar nicht in jedes detail des Storytelling eingehen - doch die Figur des Horst Schlämmer wirkte wie eine in die Geschichte hinein geklebte Figur, die nur dne einen oder anderen gag abschießen sollte. in DER Rolle - gelungen. Auch wenn das Ruhrgebiet (ich selbst stamme aus "Doartmunnd, nä"?!) durch seine schrägen Figuren lebt - etwas weniger plakatives, dafür mehr tiefgründigeres hätte gut getan. Die Idee der Story selbst ist super - verpufft aber zum Schluss gnadenlos in einer nicht oder nur halbherzig offerierten Pointe. Was war los? Vor realem Publikum hätte man Sie wahrscheinlich für einen solchen Abschluss im Besten Fall von der Bühne, im schlimmsten Fall aus der Stadt gejagd. Nervte der Abgabetermin mit seinem grummeligen, Sie dauernd mahnenden Verleger, dass Sie schnell fertig werden mussten ?!? Die drei Sterne bekommen Sie wegen einer bis auf kleinere Schwächen netten Idee und einer Art diese vorzutragen, wie sie eben nur für HP Kerkeling steht. Punktabzüge gibt es in der A note für ein katastrophal herunter gebrochenes Ende - und einem nervigen horst Schlämmer, sowie der Reisekrankheit geplagten Hauptfigur. Schade. Ich würde mir eine überarbeitete 2. Auflage jedoch sofort zulegen ! einfach Spitze! 5 von 5 Punktenwie zu erwarten! Einfach klasse! Muß man, wenn mans noch nicht als Buch gelesen hat, als Hörbuch hören... Hape das Multitalent! 5 von 5 PunktenEigentlich viel zu kurz dieses Festival für die Ohren...sensationell lustig! Besonders wenn Hape wieder den Horst zum Besten gibt. Inzwischen hat sich für mich Hape Kerkeling zu einem der Besten Comediens in Deutschland gemausert. Sein Humor, Austrahlung und Darstellung der unterschiedlichsten Figuren, macht ihn einzigartig. Seine wohl bekannteste und erfolgreichste Figur ist eindeutig Horst Schlämmer. Ich muß schon grinsen, wenn ich den nur sehe und wenn er dann noch redet, ist alles vorbei...dann wird gelacht, bis der Arzt kommt. Bei diesem Hörspiel redet er natürlich ein kräftiges Wörtchen mit. Hape immitiert bestimmt ein Dutzend Personen auf die unterschiedlichste Weise. Einfach nur toll. Man kann sich auch alles so wunderbar vorstellen. Die Geschichte hat genug Potential, um einen Film darauss zu machen, was auch wohl schon geplant ist, was man so im Internet liest. Einfacher, gradliniger Humor, wie z.B. bei Samba in Mettmann. Für NICHT-Hape-Fans eher nicht empfehlenswert, da NICHT-Hape-Fans vermutlich der Anspruch fehlt. Ich find es jedenfalls super! Daum hoch und volle Punktzahl! Herrlich doof 4 von 5 PunktenSchräg, witzig, absurd und unterhaltsam durch Stimmen- und Dialektwunder Hape Kerkeling. Einfach genießen und ablachen. Am besten finde ich die Idee, dass man mit einem Hundequartett die Zukunft voraussagen kann, die Stelle an der Dr.Reihold Schwarz-Evershagen nackt auf einem Elch reitet und den Satz "It pulls like fishsoup". Wer sich sowas ausdenkt ist GENIAL! |
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Die souveräne Leserin von Alan BennettGebundene Ausgabe von WagenbachPreis bei Amazon: EUR 14,90, Angebote ab EUR 10,89 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3803112540, Erscheinungsdatum: August 2008 |
5 Kundenrezensionen:Dieses kleine Buch ist einfach nur GUT! 5 von 5 PunktenLesen Sie diesen Buch. Es ist einfach nur gut. Es ist kurzweilig, interessant, manchmal komisch, überraschend, liebenswürdig. Jeder Satz ist eine Freude.Die souveräne Leserin Ein wahrer Literatur Schatz... 5 von 5 PunktenDieses Büchlein ist ein wahres Lesevergnügen. Ich bin begeistert! Hinsetzten und verschlingen - traurig sein, dass es schon wieder zu Ende ist - nochmal lesen Wunderschöne Idee, oberflächliche Umsetzung 3 von 5 PunktenBücher und die Queen - eine Kombination, eigentlich wie geschaffen für mich. Nun ja, eigentlich... Nach dem ersten Viertel war ich ganz hingerissen, doch dann wurde die Queen immer weiter in ihren Lesesog gezogen und ich blieb ratlos zurück. Was hat die Queen denn an ihrer Lektüre begeistert? Was haben die Bücher in ihr ausgelöst? Das blieb für mich reichlich verschwommen. Genauso verschwommen blieben für mich die Motive für die extreme Ablehnung, die dem neuen Hobby der Königin entgegengebracht wird. Klar, dass niemand begeistert ist, wenn sie ihre Pflichten vernachlässigt, aber dieser Hass? Das sah dann doch viel eher nach einem Kunstgriff des Autors als nach eine logischen Konsequenz der Geschichte aus. Mein Fazit: Eine wunderschöne Idee, deren Umsetzung für meinen Geschmack zu oberflächlich geraten ist. Leidlich lustig 3 von 5 PunktenNachdem ich überschwängliche Kritiken über die souveräne Leserin gelesen hatte, hatte ich eigentlich mehr erwartet als diese leidlich amüsant vor sich hin plätschernde Novelle. Die Idee aus der englischen Königin eine passionierte Leserin zu machen ist zwar recht originell, reicht aber vom Ansatz her nicht, um die Grundfesten der Monarchie und damit vielleicht auch das Zwerchfell der Leser zu erschüttern (wie es z.B. Sue Townsend urkomisch und trotzdem würdevoll in "The Queen and I" gelungen ist). Man liest, man schmunzelt, aber im Gedächtnis bleibt einem die souveräne Leserin wahrscheinlich eher nicht. Am meisten aber hat mich gestört, dass ein richtiger Spannungsbogen nicht zu erkennen war. Die Monarchin findet zum Lesen, trifft auf wenig Verständnis in ihrer Umgebung, sie liest trotzdem weiter und erst im Schlusssatz wird der Stellenwert von Büchern für ihr Leben offenbar. Das war selbst für magere 120 Seiten etwas wenig Handlungsgeschehen, denn auch die Betrachtungen über das Lesen an sich fand ich nicht so originell, dass sie die Handlungslücken ausgeglichen hätten. Insgesamt ist die souveräne Leserin damit für mich ein netter Zeitvertreib für ein paar ruhige Stunden, aber man verpasst auch nichts Wesentliches, wenn man dieses Buch nicht liest. Gibt's was Besseres? Kaum ... 5 von 5 Punkten... denn das ist Britischer Humor vom Feinsten. Das ist eine eigene Kategorie, in die diese Buch gehört: erstklassig, auch die Dialoge. |
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Kennen wir uns nicht? von Sophie KinsellaBroschiert von GoldmannPreis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 3,99 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3442466555, Erscheinungsdatum: Oktober 2008 |
Aus der Amazon.de-RedaktionNoch glaubt Lexi Smart allen Ernstes, dass dies „der beschissenste Abend meines ganzen scheißbeschissenen Lebens“ ist. Mit Freundinnen ist sie in einen angesagten Karaoke-Club im Südwestens Londons gefahren; jetzt steht sie durchnässt im strömenden Regen und wartet vergeblich auf ein Taxi. Während ihre Freundinnen gut gelaunt „It’s raining men“ schmettern oder irgendwelchen Zufallsbekanntschaften ihre Zunge in den Hals rammen, hat sie ihr Freund trotz aller Versprechungen nicht abgeholt -- ein Autoverkäufer zudem, der meint, er sähe aus wie Bruce Willis in Pulp Fiction, in Wirklichkeit aber den Spitznamen Loser Dave trägt. Der Tod ihres Vaters trübt Lexi Smart ebenso die Sinne wie der tropfende Regen, und so ist es kein Wunder, dass sie mit ihren Billigschuhen aus dem Ausverkauf auf der Treppe ausrutscht und das Bewusstsein verliert... Aber: Ist sie überhaupt auf einer Treppe ausgerutscht? Hat sie tatsächlich (immer noch) einen Knallkopf namens Loser Dave zum Freund? Und: Trägt sie wirklich No-Name-Klamotten oder doch eher Designerkleidung inklusive einer Tasche von Louis Vuitton? Die Tasche jedenfalls findet sich im Schrank ihres Krankenhauszimmers. Da, wo sonst zerkaute Nägel waren, blinkt jetzt fein Manikürtes in hellem Rosa. Und auch ihre eigene Biografie, die ihr das Krankenhauspersonal auftischt, klingt fast zu fremd, um wahr zu sein. Demnach hat Lexi einen schwerreichen Ehemann und führt ein Leben in Saus und Braus. Die Erinnerung ihres Treppensturzes, sagt man ihr, liegt drei Jahre zurück. Lexi Smart versteht die Welt -- und sich -- nicht mehr. Und dann platzt da auch noch ein Mann in ihr Leben, der sie noch mehr verwirrt. Mit Romanen wie Die Schnäppchenjägerin oder Prada, Pumps und Babypuder avancierte die britische Autorin Sophie Kinsella zur ungekrönten Königin der romantischen Komödie. Mit Kennen wir uns nicht?, das die Cinderella-Thematik in die Gegenwart transportiert (und originell weiterspinnt), wird sie dieser Rolle einmal mehr gerecht. Beste Unterhaltung. -- Isa Gerck, Literaturanzeiger.de 5 Kundenrezensionen:Klasse Buch und einfach zu lesen 5 von 5 PunktenIch habe mir das Buch "Kennen wir uns nicht?" vor Weihnachten zugelegt, weil es gut klang. Ich habe nun am 1. Weihnachtsfeiertag begonnen zu lesen und konnte gar nicht mehr aufhören. Innerhalb von zwei Tagen war ich durch. Das Buch ist wirklich gut. Wobei es ein typisches Frauenbuch ist. Also wer so was nicht mag für den ist das nichts. Aber wer genau das mag - dann kann ich nur sagen - Kaufen. Es liest sich gut und die Story ist auch gut. Inhaltlich mag ich allerdings nichts verraten. Viel Spaß beim lesen. Tolle Unterhaltung! 5 von 5 PunktenWer von uns hat nicht schon einmal davon geträumt, aufzuwachen und etliche Kleidergrößen schlanker zu sein, eine Platin-Kreditkarte in einer Designerhandtasche zu haben und mit einem umwerfend attraktiven, smarten, millionenschweren Ehemann in einem eleganten Loft im besten Viertel der Stadt zu wohnen? Lexi Smart ergeht es so. In einem Moment die um ihre Weihnachtsprämie geprellte Assistentin des Abteilungsleiters für Bodenbeläge, im nächsten erfolgreiches Vorstandsmitglied der Firma und knallharte Karrierefrau. Und schuld daran ist ein Gedächtnisverlust, der drei Jahre aus ihrem Leben radiert. Nur langsam entdeckt sie, was in diesen drei Jahren alles passiert ist, und dass sie mehr verloren als gewonnen hat. Sophie Kinsella erzählt die Geschichten von Lexi Smart und ihrem chaotischen, bizzarren Leben auf gewohnt witzige Weise, und dennoch so spannend, dass man das Buch nicht weglegen kann. Der Schluss kommt vielleicht etwas abrupt, aber schließlich wünscht man der guten Lexi ja ein Happy End gutes Buch, aber die üblichen Stellen zum Lachen fehlen 4 von 5 PunktenBuch ist wirklicht gut und auch flüssig zu lesen, ganz wie die übrigen Bücher von Sophie Kinesella. Allerdings fehlt hier der Witz die Komödie ansich ist auf der Strecke geblieben. Schade! Einfach wieder nur Genial!! 5 von 5 PunktenSophie Kinsella schafft es wieder einen zu fesseln. Konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es war so spannend zu erfahren, was mit Lexy geschehen war. Einfach nur genial! Würde es am liebsten direkt ein zweites mal lesen! ;o) Jenseits von Bloomwood 5 von 5 PunktenIch weiß,ich werde mir Prügel einhandeln, aber ich bin froh, daß Sophie Kinsella den Mut hatte, ihrer zuletzt doch arg heruntergekommenden Kult - Heldin Becky Bloomwood eine Pause zu gönnen und neue Hauptpersonen ins Rennen zuschicken. Und Lexy Smart fand ich persönlcih sehr erfrischend, auch wenn es Becky - Fans verstören mag, daß nicht dauernd geshoppt wird. Lexy hat ganz andere, aber auch sehr unterhaltsam beschriebene Probleme und wer Aschenputtel - Stories mag, wird hier gut bedient. Man blättert und liest und träumt sich selbst ein Leben zurecht, wie Lexy es erlebt, nachdem sie aus der Amnesie erwacht:Über Nacht ist ein graues o8/15 - Dasein in ein Märchen verwandelt worden und Lexy hat, ohne zu wissen, wie und wodurch alles, wovon sie je träumte und noch mehr. Es ist Sophie Kinsella hoch anzurechnen, daßß sie ihrer Heldin den Raum für Anstand und Charakter beläßt und sie nicht blindlings drauflos jetsetten lässt, so einladend das sein mag. Das macht uns die verletzliche Person Lexy nach wie vor greifbar, verständlich und wir haben nicht so eienn abgedrehten Paris Hilton- Klon mit Hündchen in der Handtasche vor dem inneren Auge. Und Sophie Kinsella beweist viel Gespür für die Nebenrollen,die großartig besetzt wurden, außerdem hat sie mit ungewohnt feiner Feder eine geradezu atemberaubend romantische Stimmung beschworen, der man sich kaum entziehen kann. Ich sage nur: Sonnenblumen!!! Das ist für mich große Kunst. Ich lese viel und leider auch viel Mieses, Enttäuschendes, nur selten stockt mir noch der Atem, aber es gibt Szenen in "Kennen wir uns nicht?", die so liebevoll und warmherzig, so intensiv und lebensnah, so rührend und ergreifend ohne Kitsch geschrieben sind, daß Sophie Kinsella mit diesem Buch meiner Meinung nach ihr Meisterwerk abgeliefert hat. Für einen leichten Frauenroman ein großer Griff! Schön, romantisch, weihnachtlich, lesenswert!!! |
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Also sprach Zarathustra von Friedrich NietzscheGebundene Ausgabe von AnacondaPreis bei Amazon: EUR 2,95, Angebote ab EUR 2,61 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3938484217, Erscheinungsdatum: März 2005 |
5 Kundenrezensionen:Unvergleichlicher Denker 5 von 5 PunktenMan mag die Ansichten Nietzsches teilen oder nicht, aber er ist - wie nur wenige seiner Zeit - aufgrund seines komplexen Denkens und seiner immer wieder zu erkennenden breitgefächerten Bildung das Lesen und das Nachdenken über seine Gedanken wert. Ich bezweifle, dass die in diesem Buch verwendeten Textquellen die zuverlässigsten sind, aber auch diese Ausgabe des Zarathustra reicht, um einen Einblick in die Welt von Friedrich Nietzsche zu bekommen. Wer mehr wissen möchte, dem sei zur Gaya scienca (Die fröhliche Wissenschaft) oder der Geburt der Tragödie aus dem Geist der Musik geraten. Wahrscheinlich schlechte Textgrundlage 1 von 5 PunktenNietzsche Edition ist eine fast unendliche Geschichte. Problem: der unscharfe Textkorpus und die verschiedenen Editionsvorhaben der letzten hundert Jahre. Derzeit beste und einzige nicht tendenziöse Ausgabe: Kritische Gesamtausgabe Colli/Montinari (de Gruyter). Davon gibt es eine abgespeckte, aber verlässliche und preiswerte Taschenbuchausgabe im dTV: Kritische Studienausgabe Colli/Montinari (oft für 99 Euro, wohlgemerkt für die fast komplette Gesamtausgabe, es fehlen nur die Jugendschriften aus der Gymnasialzeit). Billige Nietzscheausgaben greifen meist auf unzuverlässige Textgrundlagen zurück, etwa auf die Mette-Ausgabe oder sogar die Archiv-Ausgabe von Elisabeth Förster-Nietzsche. Diese Ausgaben sind philologisch überholt und die Unterschiede und Verfälschungen sind nicht zu unterschätzen! Wenn man also schon seine wertvolle Zeit für das Studium eines so komplexen Textes wie dem Zarathustra investiert, so sollte einem das zumindes das Geld wert sein, einen verlässlichen Text zu erwerben. Ein Buch wie eine Bergbesteigung 5 von 5 PunktenZentrales Thema in Nietzsches wohl bekanntestem Werk, Also sprach Zarathustra, ist der Übermensch. Hierbei handelt es sich nicht um einen biologisch höherwertigen Menschen im Stile des nationalsozialistischen Herrenmenschen, sondern um den vollends selbstverwirklichten Menschen, der sich aus eigener Kraft von sozialen und moralischen Zwängen befreit hat und Zarathustras Forderung an sich und andere, "Werde, wer du bist", erfüllt hat. Die Lehren des Buches präsentiert uns Nietzsche nicht als philosophische Abhandlung, sondern in einer vielzahl gleichnishafter Geschichten, in deren Zentrum der namensgebende Zarathustra steht. Zarathustra ist ein, wie er es nennt, "Schaffender", also jemand, der nicht mehr Mensch und noch nicht Übermensch ist, und ist nicht mit Friedrich Nietzsche gleichzusetzen. Im Verlauf des Buches präsentiert sich die Sicht dieses sich selbst verwirklichen wollenden Zarathustra sowohl auf konkrete Elemente der Welt wie Frauen oder das Christentum als auch auf abstraktere Phänomene wie den Sinn des Daseins oder Einsamkeit. Dabei kommen auch weitere wesentliche Komponenten Nietzsches Philosophie wie die Ewige Wiederkehr oder der Wille zur Macht zur Sprache, sodass ein sehr weites Themenspektrum behandelt wird. Bekanntermaßen vertritt Nietzsche durchgehend sehr extreme und streitbare Positionen, die fast immer in radikalem Widerspruch zur Ethik sowohl seiner wie auch unserer Zeit stehen - Sexismus, rücksichtsloser Egoismus und Verachtung für den gewöhnlichen Menschen gehören zum Weltbild des Zarathustra. In sich ist sein Gedankensystem aber sehr koherent und durchdacht und im Kern keinesfalls "böse", sondern freiheits- und lebensbejahend, ja -ersehnend - alles läuft darauf hinaus, sein Leben so frei und intensiv wie irgend möglich zu leben, was für Nietzsche nur außerhalb und in der totalen Abkehr von der Gesellschaft und ihrer Moral möglich ist. Allerdings schafft Nietzsche mit Worten wie "die Überflüssigen" und "die All-zu-vielen" (womit er Zarathustra die Menschen beschreiben lässt, die so leben wollen, wie Gesellschaft, Religion und die herrschende Moral es wünschen) und mit dem Lob der mitleidlosen Härte selbst die Voraussetzungen dafür, dass seine Philosophie leicht von den Nazis für ihre Zwecke eingespannt werden konnte. So ist denn auch Also sprach Zarathustra mitnichten eine ausgewogene, differenzierte Betrachtung, sondern ein leidenschaftliches, auf seine Weise geniales, aber auch extrem schwarz-weiß-malendes Pamphlet auf höchstem inhaltlichen wie stilistischem Niveau. Um "Also sprach Zarathustra" genießen zu können, bedarf es zum einen der Fähigkeit, einen Text, der das eigene Wertesystem fundamental angreift, zu lesen, ohne sich selbst dabei angegriffen zu fühlen. Zudem bringt es der angesprochene gleichnishafte, exzessiv Metaphern nutzende Stil mit sich, dass viele Botschaften Zarathustras verschlüsselt auftreten und man sich intensiv mit manchmal einzelnen Sätzen befassen muss, will man nicht die Hälfte des im Buch steckende Inhaltes übersehen. Immer wieder vergleicht Nietzsche das Leben des Schaffenden mit der Besteigung eines hohen Berges, dessen Gipfel der Übermensch ist. Auch dieses Buch ähnelt einer Bergbesteigung: Sehr oft ist es gleichzeitig schön wie auch sehr mühevoll zu lesen, und man kommt ohne Konzentration und geistige Anstrengungen oft nicht voran. Am Ende wird man aber mit der Möglichkeit belohnt, die Welt aus einer völlig neuen Perspektive zu sehen und den eigenen Horizont zu erweitern - und dann Nietzsche zuzustimmen oder ihm zu widersprechen. 5 Sterne für dieses Buch "für alle und keinen" - sicherlich aber für alle, denen Philosophie Freude macht. Top Qualität 5 von 5 Punktenedel, fein und in bester Qualtität. Ein besseres Preis/Leistungsverhältnis, um den Klassiker von Nietzsche zu kaufen, gibt es wohl nicht. Die besten Kommentare zu Nietzsche findet man übrigens bei Martin Heidegger. Wahrhaftig eine Eruption der Worte 5 von 5 PunktenZunächst einmal möchte ich anmerken, daß die Qualität des Buches -insbesondere angesichts des fast schon unverschämt günstigen Preises- mehr als ordentlich ist: Der Einband ist sauber verarbeitet, die Aufmachung schlicht aber sehr geschmackvoll, der Schriftgrad durchaus augenfreundlich und die Einteilung der Kapitel sehr übersichtlich gestaltet (wobei allerdings in Bezug auf Letzteres ein Inhaltsverzeichnis wünschenswert gewesen wäre). Die Tatsache, daß sich der ein oder andere kleine Rechtschreibfehler eingeschlichen hat, dürfte allenfalls erbsenzählende Zeitgenossen stören. Nun zum Inhalt: Zarathustra, der hier als eine Art verdrehter Messias in Erscheinung tritt, lehrt seinen Mitmenschen den Weg zu dem sogenannten "Übermenschen". Auch wenn dieser Begriff anfangs recht befremdlich wirkt, so ist er doch von jeglichem faschistoiden Gedankengut um Lichtjahre entfernt. Vielmehr verkörpert der "Übermensch" einen Individualisten, der sämtlichen religiösen Dogmen und gesellschaftlichen Zwängen konsequent abschwört, um im stetigen Einklang mit den Gesetzen der Natur sich selbstverantwortlich seine eigenen Werte zu schaffen und zu leben; eine Philosophie, mit der ich mich persönlich sehr gut anfreunden kann. Als besonders imposant empfinde ich darüber hinaus die wortgewaltige und z.T. sehr amüsante Bildersprache, mit der Meister Nietzsche seinen Zarathustra sprechen läßt. Daß man hierbei nicht alles allzu wörtlich nehmen sollte, dürfte wohl hoffentlich jedem klar sein. |
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Die Vermessung der Welt. von Daniel KehlmannBroschiert von RowohltPreis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 4,00 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3499241005, Erscheinungsdatum: Februar 2008 |
Aus der Amazon.de-RedaktionDas Verfahren ist bekannt und bewährt: Man nehme einen Denker aus der deutschen Geistesgeschichte und schlage literarischen Profit aus dessen Verschrobenheit. Ganz vorzüglich ist das beispielsweise Gert Hofmann mit Georg Christoph Lichtenberg in Die kleine Stechardin gelungen. Bernhard Setzwein hat mit Nicht kalt genug einen vorzüglichen Nietzsche-Roman vorgelegt, und Klaas Huizing widmete sich in Das Ding an sich auf hoch vergnügliche Weise dem Königsberger Philosophen und Kant-Vertrauten Johann Georg Hamann. Nun versucht sich auch Daniel Kehlmann erfolgreich an diesem Genre und porträtiert in seinem Roman gleich zwei deutsche Geistesgrößen: Das Mathematikgenie Carl Friedrich Gauß und den Universalgelehrten und großen Naturforscher Alexander von Humboldt. Im Zentrum steht ein Treffen der beiden 1828 in Berlin, auf einem Naturforscherkongress, für den Gauß nur sehr widerwillig sein Göttingen verlässt. Die zwei Großdenker haben sich beide auf ihre eigene Weise der Vermessung der Welt gewidmet, kommen sich aber nur zaghaft näher. Der Roman kann sich auf knapp 300 Seiten Leben und Werk der beiden allerdings nur schlaglichtartig widmen, eher skizzenhaft und sehr kurzweilig erleben wir wichtige Stationen ihres Schaffens in einer geschickten Mischung aus Fakten und Fiktion: Humboldt auf seinen strapaziösen Exkursionen nach Südamerika, Gauß dagegen eher zerrissen zwischen der hehren Welt der Zahlen und dem schnöden Alltag, denn auch ein Genie hat Zahnschmerzen und muss sich mit Frau und Kindern herumplagen. Die Komik des Romans speist sich dabei nicht nur aus den ironisch beleuchteten Charakteren von Gauß und Humboldt, sondern auch aus der Spannung zwischen Größe und Lächerlichkeit. Humboldts große Forschungsreise nach Russland etwa gerät zur Farce, weil er schon zu berühmt ist: die ganze Expedition gerät zur Massenveranstaltung mit über 100 Teilnehmern, und statt zu Forschen verbringt Humboldt die meiste Zeit auf Empfängen. Am Ende kann man Daniel Kehlmann gleich doppelt gratulieren: Zu diesem ebenso unterhaltsamen wie niveauvollen Roman -- und zur Nominierung von Die Vermessung der Welt zum in diesem Jahr erstmals verliehenen Deutschen Buchpreis. --Christian Stahl Amazon.de Audiobook-RezensionIn seinem fünften und bisher besten Roman widmet sich der junge Daniel Kehlmann gleich zwei großen Geistern der an deutschen Genies reichen Epoche des 19. Jahrhunderts. Abwechselnd lässt er Carl Friedrich Gauß und Alexander von Humboldt die Welt erforschen und vermessen, am Ende begegnen sich die beiden, inzwischen alt und berühmt geworden, in Berlin. So leicht, geistreich und zugleich witzig ist schon lange nicht mehr über deutsche Dichter und Denker erzählt worden, über die allzumenschliche Lächerlichkeit auch im Genial-Erhabenen. Ob das alles wirklich so war, fragt der glückliche Leser nicht, auch wenn die leicht karikaturhaften Züge nicht zu leugnen sind. Etwa wenn Humboldt mit seinem Begleiter Bonpland von Paris nach Madrid reitet, um dort am Hof um die Erlaubnis für seine erste Südamerikaexpedition anzusuchen, sie aber einfach nicht vorankommen, weil Humboldt nicht aufhören kann, nebenbei zu messen und zu forschen: Ein Hügel, von dem man nicht wisse, wie hoch er sei, beleidige die Vernunft, mache ihn unruhig. Ohne stetig die eigene Position zu bestimmen, könne ein Mensch sich nicht fortbewegen. Ein Rätsel, wie klein auch immer, lasse man nicht am Wegesrand. Gäbe es einen Preis der prägnantesten Hörbuchstimmen, hätte Ulrich Matthes sicher gute Chancen. Es genügen wenige Worte, um ihn zweifelsfrei zu erkennen. Unverkennbarkeit einerseits, grandioser Schauspieler andererseits, wie Matthes in zahlreichen Stücken, Filmen und Hörbüchern bewiesen hat. Auch aus dem Kehlmann-Roman macht er ein akustisches Ereignis und vermag die Wirkung dieses glänzenden Stücks Literatur noch strahlender zu machen. Dringend zu empfehlen! Spieldauer: ca. 345 Minuten, 5 CDs, Hörbuchfassung des Autors --Christian Stahl 5 Kundenrezensionen:Völlig überbewertet! 1 von 5 PunktenInhaltlich wurde zu diesem Buch wohl schon alles geschrieben, deshalb gebe ich hier nur meine Meinung dazu wieder. Neugierig geworden, weil sich das Buch sowohl sehr lange auf den Bestsellerlisten hielt als auch von der Kritik hochgelobt wurde, habe ich es nun auch gelesen. Und ich war mehr als enttäscht! Leben und Werk von Gauß und Humboldt werden tatsächlich nur skizzenhaft dargestellt (wenn überhaupt) und die "skurrilen" oder "ironisch dargestellten" Eigenheiten der beiden sind einfahc nur lächerlich. Der gesamte Schreibstil hat mir überhaupt nicht gefallen. Er mag originell und außergewöhnlich sein, ist deshalb aber noch lange nicht gut. Ich habe mich selten so sehr gequält, ein Buch zu Ende zu lesen. Es kommt überhaupt kein Lesefluss auf! Wie national ist die "Vermessung der Welt"? 4 von 5 PunktenDaniel Kehlmanns "Vermessung der Welt" ist in meinen Augen sein handwerklich ausgereiftestes Werk. Kehlmann bringt viele seiner vorher erprobten schriftstellerischen Ideen zum Einsatz. Das Spiel mit Fiktion und Wirklichkeit und Humor sind dabei am wichtigsten. Doch hat der Roman auch eine bedenkliche Seite: mir drängt sich nämlich der Eindruck auf, dass Daniel Kehlmann mit der "Vermessung der Welt" trotz der darin enthaltenen Ironie die Idee einer nationalen deutschen Kultur liefert, auf die man wieder stolz sein kann. Es scheint mir das passende Buch zu einer Republik zu sein, die gerade dabei ist, (mental und in echt) ihre Preußenschlösser wiedezuerrichten. Lesevergnügen 4 von 5 PunktenWer hätte das gedacht: ein deutscher Autor schreibt einen intelligenten und interessanten Roman mit Humor und leichter Feder! Schon dafür hat Daniel Kehlmann einen Preis verdient. Mit viel dichterischer Freiheit beschreibt er Leben und Werken der Wissenschaftler Gauß und Humboldt. Beide versuchen auf ihre Art, die Natur zu verstehen. Und kommen am Ende ihres Lebens zu weisen Einsichten ganz anderer Art als gewohnt. Es bringt ganz einfach Spaß, diesen Roman zu lesen. An keiner Stelle erhebt er den Anspruch, authentisch zu sein. Aber er regt zum Nachdenken darüber an, was vor unserer Zeit alles gedacht und erforscht wurde (und vor allem unter welchen Umständen). Man kann sich beim Lesen gern mal fragen, wo man selber heute stehen würde, hätte es solche und ähnliche Menschen wie Gauß und Humboldt nicht gegeben. beste Unterhaltung.... 5 von 5 PunktenZugegeben, ich habe sehr lange "die Vermessung der Welt" auf den Schreibpults und Wohnzimmertischen und auch in den Bücherregalen meiner Bekannten und Freunden ignoriert; hauptsächlich deshalb, weil mich Massenhysterie für gewöhnlich bremst. Dann schließlich, im Frühjahr 2008, habe ich mich erbarmt und mir still und leise und unbemerkt die Taschenbuchausgabe vorgeknüpft und ich muß sagen: ich war auch infiziert und fasziniert von Sprache und Phantasiewelt eines D. Kehlmanns. Einziges Manko war für mich der pädophile Anstrich, mit dem Kehlmann Humboldt bekleckerte. Das könnte auf den heutigen Zeitgeist zutreffen, aber eher nicht auf preußischen Verklemmtheiten im 19. Jht. Jedenfalls: ein großer Wurf, ein literarisch unterhaltsames Werk, welches durchaus in gutbestückte Heimbibliotheken gehört. "Erklärt" den essentiallen Unterschied zwischen einem Entdecker und einem Forscher 5 von 5 PunktenKurz: Einfach genial. Meine Wissenschaftler und Geschichtsinteressierter: Dieses Buch "erklärt" den essentiallen Unterschied zwischen einem Entdecker und einem Forscher. Ein Buch was man gerne am Stück liesst. Vorzüglich geschrieben, aber eventuell langweilig für jene die sich nicht durch die Manie des Wissensgewinns begeistern können. Höchstnote. |
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Schweigeminute von Siegfried LenzGebundene Ausgabe von Hoffmann und CampePreis bei Amazon: EUR 15,95, Angebote ab EUR 9,59 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3455042848, Erscheinungsdatum: Mai 2008 |
5 Kundenrezensionen:Wir haben zu danken 5 von 5 PunktenWir haben Siegfried Lenz für ein poetisches Buch zu danken. Vielleicht ist es sein schönstes. Dieser Satz von Marcel Reich-Ranicki im Feuilleton der F.A.Z. veranlasste mich, das Buch auf meine Wunschliste zu setzten. Der Weihnachtsmann hatte ein Einsehen und ich fand es am 24. Dezember fein verpackt neben dem Christbaum. Die Schweigeminute zum Andenken der jüngst verstorbenen Stella Petersen füllt 128 Seiten. Keine davon ist zu viel. Fast hätte ich gesagt, das Buch dürfe ruhig länger sein, aber nein. Es ist richtig so, wie es ist. Ein Roman wäre zu viel gewesen, als Novelle passt der Stoff perfekt. Als ich mit der Lektüre fertig war, empfahl ich sie der besten aller Ehefrauen mit dem Hinweis: Schön traurig. Wunder- wunderschön traurig. Tot ist eine Englischlehrerin, das weiß der Leser sofort, Stella war voller Lebensfreude, liebte ihren Beruf und - nun ja. Beschrieben wird die Schweigeminute von ihrem Schüler Christian, und der hat diese Lehrerin geliebt. Das geht natürlich nicht. Oder doch? Siegfried Lenz gelingt es durch einen sprachlichen Trick ganz ausgezeichnet, die Zerrissenheit der Beziehung zu vermitteln. Er wechselt beim Erzählen zwischen der zweite und dritten Person Singular, mitten im Satz, zwischen zwei Sätzen... - ein Kunstgriff, um den man Lenz beneiden muss: Wir lagen nebeneinander, nur mit Badeanzügen bekleidet, ich streichelte deinen Rücken. Ich wollte wissen, warum sie am Wettschwimmen nicht teilnehmen wollte... Du und sie - es ist immer Stella. Überhaupt ist die Sprache in dieser Novelle sehr reichhaltig und von bester Qualität, ganz dem Thema gewidmet: Es ist ein Buch vom Erwachsenwerden, ein Buch über die Liebe, die nicht sein darf und doch ist. Eine großartige Novelle. Mein Fazit: Wieder einmal hatte Marcel Reich-Ranicki recht. Wir haben für dieses Buch zu danken. Ob es das schönste Buch von Siegfried Lenz ist, vermag ich nicht zu sagen, da ich längst nicht alle gelesen habe. Aber es ist eine unbedingt lohnende Lektüre. Nordisch und tiefsinnig 5 von 5 PunktenNorddeutsch und knapp, einfühlsam und doch herb wie die norddeutsche Landschaft. Mich hat diese Liebesgeschichte von Lenz ausgesprochen angerührt. Sie macht nicht viele Worte, aber die Sprache ist herrlich poetisch. Die Gefühle entstehen über die Bilder. Für mich war das Lesen wie das Blättern in einem Fotoalbum vergangener Jugendsommer. Eine ganz zarte, tiefe und doch einfache Liebesgeschichte, die das Zeug zum Klassiker hat. Ich bin beeindruckt und kann dieses Büchlein von Liebe, Glück und Trauer nur empfehlen. Für mich: unerträglich! 1 von 5 PunktenIch kann all die positiven Rezensionen überhaupt nicht nachvollziehen. Mir hat das Buch ganz und gar nicht gefallen. Der Schreibstil hat mich furchtbar genervt und die Seichtigkeit der Geschichte war nur schwer zu ertragen. Wahrscheinlich hat das Buch schlichtweg nicht meinen Geschmack getroffen - mir sind Erzählungen mit gewissem Tiefgang einfach lieber. Die Grammatik des Abschieds 5 von 5 PunktenMit einer Gedenkstunde beginnt diese Novelle: es gilt Abschied zu nehmen von Stella Petersen, der allzeit fröhlichen Englischlehrerin aus dem Lessing-Gymnasium. Unter den trauernden Schülern ist Christian, 18 Jahre jung und Klassensprecher seiner Klasse. Wahrscheinlich niemand weiß es, mancher ahnt es: die Beziehung zwischen Christian und Stella ging über eine Lehrerin-Schüler-Beziehung weit hinaus - tatsächlich waren sie ein Liebespaar. Wie diese Beziehung sich anbahnt, sich entwickelt, zur Leidenschaft wird, für Christian (und für Stella?) eine Zukunftsperspektive hat, dann aber alles so grausam endet: all dies schildert Siegfried Lenz in diesem großartigen Alterswerk auf faszinierende Art und Weise. Auch der formale Rahmen passt; die unaufgeregte, sachliche Sprache von Siegfried Lenz ist sowieso jedem seiner Leser vertraut. "Schweigeminute" zeigt, wie unheimlich schön, traurig, aber zugleich beglückend Literatur sein kann! Traurif und wunderschön 5 von 5 PunktenDer Erzählstill und die Beschreibungen des Autors sind wunderbar. Was gut gelungen ist, sind, meiner Meinung nach, wunderschöne Beschreibungens, die das Gefühl geben dabei zu sein. Das Buch ist wunderschön geschrieben, toller still, voller Gefühle, so unglaublich optimistisch und traurig zugleich. Eine wunderschöne Novelle, die man natürlich nicht lesen muss (man kann ja auch nichts lesen), aber trotzdem lesen sollte. Ich würde es jedem empfehlen. |
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Krabat von Otfried PreußlerBroschiert von Thienemann VerlagPreis bei Amazon: EUR 9,90, Angebote ab EUR 6,95 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 352218159X, Erscheinungsdatum: Sept. 2008, Auflage: Broschierte Sonderausgabe zum Kinofilm. |
5 Kundenrezensionen:Als Kinderbuch noch ok 3 von 5 PunktenHabe mir das Buch gekauft (aufgrund von guten Kritiken in Fernsehen und Zeitung)und war ein wenig enttäuscht. Was nun daran ein absoluter Bestseller sein soll, kann ich nicht sagen. Ich hatte immer ein wenig den Eindruck, dass es für den Schulunterricht geschrieben wurde, da so manche/r Ausdrucksweise/Ausdruck sehr an einen "Guten Lehrtext" erinnerte, indem man viele nicht mehr allzu gebräuchliche Ausdrücke kennenlernen soll. Davon abgesehen ist kaum eine richtig düstere Stimmung während des lesens aufgekommen. Preußler beschreibt zwar ausführlich Landschaft und Details, vergisst aber seine Geschichte so auszuschmücken, dass man gefesselt bleibt und sich fragt, was denn weiter passieren wird. Alles ist recht durchschaubar. Auch muss ich leider sagen, der Text hält sich lange mit vielem auf, lässt aber trotzdem einiges offen und endet dann sehr abrupt. Ob dieses Buch nun der richtige Lesestoff ist um das Lesen schmackhaft und interessant zu machen sei dahin gestellt, da ich sicherlich nicht mehr ganz in das eigentlich gewünschte Lesealter passe. Aus welchem Grund es nun ein Bestseller ist kann ich aber trotzdem nicht nachvollziehen. Erfrischend zu lesen und auf keinen Fall überbewertet. 5 von 5 PunktenEinen Riesenspaß hatte ich beim Lesen von Krabat, ganz besonders im Kontrast zum hochgelobten, aber enttäuschenden Tintenherz von Cornelia Funke, das ich kurz zuvor gelesen hatte. Um wenigstens den kleinsten Teil dazu beizutragen, dass mehr Menschen Krabat lesen statt zB Tintenherz, schreibe ich nun diese Rezension. Zuerst einmal: Wie ungemein erfrischend es doch ist, einen Text mit kleinen regionalen Eigenheiten in der Sprache zu lesen! Statt des ewigen Einheitshochdeutschs findet man in Krabat eine Umgangssprache (regional und eventuell auch historisch eingefärbt?), die perfekt getroffen ist: Hier und da eigene Wörter und abgewandelte Wortbedeutungen, ohne jedoch das Lesen für den Unkundigen zu erschweren. Krabat und die meisten anderen Figuren sprechen Wendisch (Sorbisch), aus dem auf den Buchseiten das oben geschilderte Deutsch wird. Ein Weiteres, dass mir überaus positiv aufgefallen ist, ist die elegante Einbindung des Geschehens in den historischen Rahmen durch zufällige Begegnungen mit zB Armeerekrutierern für die sächsische Armee im Krieg gegen die Schweden, und den Ausflug des Meisters an den Hof des Kurfürsten, und schließlich seine Erzählung von Krieg gegen die Türken. Durch diese kleinen, den Erzählfluss in keinster Weise behindernden Episoden wird der Welt, in der Krabat lebt, eine Art lebendige Tapete als Hintergrund gegeben, auf der die Haupthandlung stimmig eingebettet ist: als ein Teil einer großen, atmenden Welt. Man vergleiche hierzu die weiße Fläche, auf der Tintenherz spielt - außerhalb der Geschichte gibt es dort gar nichts, was bei mir zu einer sehr sterilen Atmosphäre und Vorstellungswelt geführt hat. Darüber hinaus für gelungen halte ich die Anspielungen auf die Geheimnisse hinter der Geschichte, die zum Ende teilweise aufgeklärt werden. Aber nicht alles wird enthüllt - was nun jeden Neumond dort im toten Mahlgang gemahlen wird, es wird nicht aufgelöst. Auch nicht, was die Intentionen des Meisters beim Kurfürsten waren. Von diesem sehr guten Umgang mit Wissen, und wieviel davon dem Leser vorenthalten, enthüllt, und angedeutet wird, kann sich so mancher Autor etwas abkucken. Auch mit der Zauberei wird vortrefflich umgegangen. Es gibt keinen simplen Zauber, der Menschen tot umfallen lässt wie bei Harry Potter, und es gibt auch keine Feuerbälle und Explosionen. Die Zauberei in Krabat ist eher subtil, es sei denn, der Meister lässt es krachen. Krabat ist gut und zielstrebig geschrieben oder gut lektoriert, oder beides. Es finden sich keine Handlungsstränge, die von der Haupthandlung allzuweit und unnötig verzweigen, und jede Episode hat eine fassbare Bedeutung für das Gesamtbild. Bei sehr vielen Anekdoten und kleineren Geschehnissen bemerkt man eine Relevanz für die Haupthandlung. Der Aufbau von Vertrauen und Abneigung zwischen Krabat und den anderen Gesellen, die (wenn auch oft im Dunkel gelassenen) Aktivitäten des Meisters, alles führt mit viel Zug zum Ende der Geschichte - Preußler hat einen starken Zug zum Tor, würde man im Fußball sagen. Wie wir auch gleich beim Ende wären - ein anderer Rezensent sagte, das Ende käme ihm sehr kkurz und hingeklatscht vor. Als sich mir beim Lesen das Ende näherte, war auch ich erstaunt, dass nur noch so wenige Seiten übrig waren, die große Konfrontation dennoch ausstand. Und dennoch: Das Ende ist vorzüglich geschrieben. Kein großer Kampf, nach dessen Ende beim Ausröcheln der letzten Worte des Bösewichts alles in Flammen aufgeht und die Guten sich gerade noch retten können. Sondern: auf eine unaufdringliche, unpathetische Weise gewinnt das Gute die Überhand über die Tricks des Bösen, und ohne langes Zutun, ohne langes schmalziges Gerede, mit einem einzigen Satz aus dem Mund des Mädchens, das Krabats (und ihr eigenes) Leben rettet, endet die Geschichte, während der Meister seine unausweichliche Strafe auf den ungeschriebenen, ungedruckten Seiten trifft. Alles in allem: ein angenehm zielstrebiges, gut geschriebenes und unterhaltsames Buch, von dem ich froh bin, es gelesen zu haben. Wie ich zum Krabat "kam" und was ich von dem Buch halte... 5 von 5 PunktenAlso. Meine Vorgeschichte ganz kurz zusammengefaßt: Kinoplakate des Krabat-Films gesehen - zuerst gedacht "Ach. Nicht doch. Ein billiger, deutschsprachiger Abklatsch eines Hogwart-Schülers. Nicht noch eine Filmproduktion, die auf der Potter-Welle mitschwimmen möchte." Dann hatte ich eine Diskussion mit einem älteren Freund über den Film. Er meinte, er schaut ihn sich sicher an, weil das dem Film zu Grunde liegende Buch so toll ist." Wie bitte? Zum vermeintlich-oberflächlichen Film gibt es ein Buch? Eins von Ottfried Preußler? Naja - sicher eine Mischung aus der Räuber Hotzenplotz und das kleine Gespenst. Denkste sagte mein Freund. Eher eine Sage. Eher was für Erwachsene. Sehr düster, sehr dunkel. Sogar einem mit sehr moralischen Background. Mhm. Dieser Freund hat es doch glatt geschafft Zweifel an meinem Vorurteil zu wecken. Also ging ich in die nächste Buchhandlung und hab mir diese gebundene Ausgabe gekauft. Inzwischen sind gut 3 Wochen vergangen und vor knapp 3 Tagen hatte ich das Buch dann um 2 Uhr in der Früh durch. Ich bin ein langsamer Leser, aber wenn mich ein Buch fesselt, dann kann's schon sein, dass ich die Hälfte in einem Rutsch bis frühmorgends durchlese. So auch eben auch hier. Also - mein Resümee: Krabat ist wirklich, wirklich eine sehr mehrschichtige Erzählung, die es wahrlich schafft einen Erwachsenen wie mich zu fesseln. Der Kosselbruch, Schwarzkolm, die Mühle samt Meister, der Gevater, Krabat und seine elf Mitgesellen. Die schwarze Schule und diese unheilvolle Gefühl beim Lesen, weil man bis zum letzten Drittel des Buches über viele Sachen bewusst nicht aufgeklärt wird (was hat es mit den Bräuchen in der Osternacht auf sich? Wieso passten Krabat die Kleider schon perfekt bei der Ankunft in der Mühle? ...) Ich bin jedenfalls zutiefst beeindruckt vom Buch und der erzählten Geschichte. Den Film hab ich zwar noch immer nicht gesehen, aber sogar das werde ich jetzt nachholen. Es kann so schön sein, ein zu schnell angedachtes Vorurteil so intensiv zu entkräften. Darum fünf klare Sterne von mir. PS.: Für Kinder würde ich das Buch nicht gedankenlos empfehlen. Ich will jetzt nicht knausrig und oberlehrerhaft sein, aber Themen wie Selbstmord, sehr detailliert geschilderte Geschehnisse rund um die schwarze Magie usw. sind halt nicht gerade eine leichte Kost für Kinderohren, die gerade von Preußlers kleinem Gespenst verwöhnt worden sind. Mut zum Innehalten, zur kraftvollen Ruhe... 5 von 5 PunktenMich überrascht es, daß "Krabat" heutzutage offensichtlich ein Schul-Literaturbuch ist. Das bezeugen hier ja etliche Schüler-Rezensionen. Donnerwetter! Denn gefällige Kinder- und Jugendbuchkost ist es nun weniger, sondern bei aller Erzählruhe sehr mystisch, tiefgründig, spirituell. Der Harry-Potter-Vergleich, den ich hier manchmal las, ist nicht ganz fair, da man in dem Falle Äpfel mit Birnen vergleicht. Bloß, weil Magie im Spiel ist, fallen für mich die beiden Werke nicht in einen Bereich. Potter ist ein reines Abenteuerbuch, Phantastische Kinder- und Jugendbuchliteratur, wo es viel um Kampf gegen das Böse, Spannung pur, Herzensweisheiten und Freude am Magischen gibt. Und DEN Helden und seine Freunde. "Krabat" hingegen basiert nicht auf einer bunten Autoren-Phantasie, sondern auf einer Sage. Ich habe mir das Buch spontan gekauft, weil mich (zugegeben) die Film-Besprechungen neugierig gemacht haben. Und ich wollte erst das Buch lesen, was mir in der deutschen Literatur-Fülle bisher nicht auffiel. Genauso, wie Preußler in meinem DDR-Kinderbuchschrank nicht vorkam. Selbst olle Hotzenplotz und die kleine Hexe waren nur Begriffe, mehr nicht. Also holte ich jetzt den verpaßten Klassiker nach und bin tief beeindruckt. Erst irritierte mich die Ruhe der Erzählweise, der zuweilen fast schon monotone Rhythmus. Da ist man heutzutage eben mehr "Action" und Bewegung gewohnt. Krabats Herkunft wird schmucklos und wortarm beschrieben: Daß die Eltern an einer schlimmen Krankheit starben und Krabat früh zum Waisen wurde, ist nahezu ein Nebensatz. Danach hätte er beim Pfarrer in geordneten Verhältnissen aufwachsen können, aber das hielt der Rauheits- und Schlichtheits-gewohnte, barfüßige Hirtensohn nicht aus. Er schloß sich Betteljungs an und ersang sich mit denen eben das täglich Brot. Bis eines Nachts im Traume Raben erscheinen und eine magisch-faszinierende Stimme Krabat in eine bestimmte Mühle befiehlt. Drei Mal träumt Krabat von diesem Ruf, dann folgt er ihm tatsächlich. Er findet sich mit elf anderen Müllerburschen als Lehrling eines unheimlichen Meisters wieder. Tagsüber wird tatsächlich hart gearbeitet und das Müller-Handwerk gelernt. Einmal wöchentlich aber erhalten die Jungs, in Rabengestalt, Unterricht in schwarzer und sonstiger Magie. Wobei es dem Meister egal zu sein scheint, ob seine Jungs hier etwas lernen. Jeder erhält den Unterricht, wird abgefragt (ohne Konsequenz bei Versagen) - und was jeder nun daraus macht, ist die Sache des Einzelnen. Manches ist unterschwellig-bedrohlich. So Träume Krabats, in denen er versucht, aus der Mühle zu fliehen - vergeblich. Oder die aufkeimende Beobachtung, daß einer der Jungs wohl als Spitzel für den Meister fungiert, der Ungehorsam hart bestraft. Allerdings unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Der Leser erlebt nur einmal direkt eine Bestrafung Krabats mit, der - in ein Pferd verwandelt - vom Meister fast zuschanden geritten wird. - Oder der Bericht des Burschenältesten, Tonda, der sich Krabats annimmt und ihm erklärt, daß "Verlieben" für die Müllersjungs gefährlich ist: Sie brächten Mädchen kein Glück. Doch es bleibt über weite Strecken eben eine unterschwellige Bedrohung, auf die sich Preußler faszinierenderweise verläßt. Er hat die Ruhe, ausgiebig den Alltag, die Lehrzeit, die drei Jahre Krabats an der Mühle sich entwickeln zu lassen. Ohne "Knalleffekt". Dafür baut er die drei Lehrjahre an Fixpunkten wie Jahreszeiten, dadurch immer wiederkehrende Pflichten der Jungs und traditionellen Feiertagshandlungen auf, die mir mehr Gefühl für die Zeit, Entwicklungen gaben als viele Autoren-Inhaltserklärungen es hätten schaffen können. Ich entwickelte mich quasi mit Krabat mit, wenn ich, lesend, im zweiten und dritten Jahr die selben Abläufe "routiniert" wieder erlebte, die Krabat (mit mir zusammen) vorher als Neuling erfuhr. Nun kann Krabat erfahrener auf diese Alltagsmomente reagieren und seinerseits Neulinge so begleiten, wie Tonda einst ihn beglitt. Denn: Jedes Jahr an Silvester kommt einer der Burschen zu Tode und wird schnellstmöglich beerdigt. Und noch am selben Abend durch einen neuen Jungen ersetzt. Warum... darüber wird nicht geredet. Es ist eben so, und es ist besser, es nie zu thematisieren. Bei zwölf Kameraden ist die Chance recht groß, daß alljährlich der Kelch an einem vorbeigeht und einen Anderen trifft... Und da ist auch noch der nächtliche Besucher mit der Feuerfeder, vor dem der Meister Angst zu haben scheint und der in regelmäßigen Abständen nachts die Mühle mit seinem Auftrag beansprucht bis zum Morgengrauen. Krabat gerät so nach und nach in Bewährungssituationen: Es geht um Kameradschaft. Zusammenhalt. Aber auch Gehorsam. Der Meister ist ja nicht nur widerlich und gefährlich, sondern faszinierend. Und Krabat lernt viel, ist ehrgeizig, und Lob läßt ihn nicht kalt. Es wird spürbar, daß er durch seine innere Kraft und Neugier für den Meister sowohl zur Bedrohung als auch zur interessanten Figur mit Nachfolge-Qualitäten wird. Denn auch der Meister ist "nur" ein Mensch, der einst seinen Weg wählte und eine dunkle Macht entwickelte. Der eines Tages an einen Schüler übergeben und weiter hinaus will, als eine Mühle es ihm bieten kann. Willensstarke, begabte Schüler sind für ihn also sowohl Chance und auch Gefahr - je nachdem, wie sie sich entscheiden... Und für mich als Leserin wurde es gut fühlbar, daß es um mehr geht als um eine klassische Gut-Böse-Entscheidung. MACHT ist auch ein Elixier, begehrenswert, faszinierend. Wer verstünde es nicht, daß Wohlstand, Einfluß, Anerkennung verlockend klingen, wenn als Gegenangebot ein Leben im Elend droht? Belanglos, voller Leid, Hunger, Qual und Mühe... Natürlich verliebt sich Krabat. Natürlich hat er Angst um das Mädchen, dessen Namen er geheimhält und den auch der Leser nie erfährt. Er erkennt auch so nach und nach, daß es in der Gemeinschaft Kräfte gibt, die er lange ignorierte. Daß man sich bei aller Abhängigkeit vor so einem Meister auch schützen und emanzipieren kann. Nicht immer absolut, aber man muß auch nicht NUR ausgeliefert sein. Ich liebe auch das häufige Märchen-Erlösungs-Bild, wo ein Liebender den Geliebten aus einer Menge heraus erkennen muß. Chancenlos, eigentlich. In "Jorinde und Joringel" ist die Geliebte als Vogel unter anderen Vögeln zu ermitteln. In einem anderen Märchen sind die Mädchen bis aufs Haar gleich, und der Bewerber schafft es nur mit Hilfe von Tieren (Bienen), die erkennen, daß die Geliebte als Einzige zum Frühstück Honig aß. Dieses Motiv baut Preußler hier wunderbar ein... Ein Buch, das man wohl mehrfach lesen muß, von Zeit zu Zeit, ehe man es wirklich erfaßt hat in seiner ganzen Tiefe. Es gibt mir nichts vor, nimmt mir nichts ab. Ich muß innehalten und mich drauf einlassen. Ansonsten rauscht es, angeblich Höhepunktelos, an mir vorbei. Ich bin nun sehr gespannt auf den Film und weitere Preußler-Bücher! Und darauf, wie das Buch zu Weihnachten meinem Neffen gefällt, wie es also auf Kinder wirkt... Mit 21 Jahren... 4 von 5 PunktenIch habe mir dieses Buch zugelegt, als der Hype um Otfried Preußlers »Krabat« durch die Kinoverfilmung angefacht wurde. Bis dahin war mir Otfried Preußler nur als Autor von Kinderbüchern, wie »Die kleine Hexe«, »Der Räuber Hotzenplotz« und »Das kleine Gespenst« bekannt. Obwohl Ich den »Krabat« im »hohen« Alter von 21 Jahren zur Hand nahm, vermochte mich dieses Buch zu fesseln. Der Sprachstil von »Krabat« ist zwar zugegebenermaßen sehr einfach gehalten. Trotzdem fesselt, wie Preußler Elemente alter Volkssagen miteinander verwebt. Die düsteren Elemente des »Krabat« schaffen zudem eine wunderbar dunkle Atmosphäre und es kommt reichlich Spannung auf. Der Anhang dieser »Schulausgabe« des »Krabat« umfasst zudem eine Urfassung der Erzählung, sowie einen kurzen Lebenslauf Preußlers und eine Reflexion des Autors. So wird dieser Jugenderzählung noch mehr Tiefe verliehen. Schade, dass Ich diese wunderbar düstere Jugenderzählung nicht ein paar Jahre früher für mich entdeckt habe, weil dann die Wirkung wohl noch um einiges stärker gewesen wäre. Trotzdem ein sehr lesenswertes Buch und für jüngere Leser wohl auch 5 Sterne wert. Ansonsten ist mir der Sprachstil und der Verlauf doch ein bisschen zu einfach. |
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Die Bibel nach Biff: Die wilden Jugendjahre von Jesus, erzählt von seinem besten Freund von Christopher MooreTaschenbuch von GoldmannPreis bei Amazon: EUR 10,90, Angebote ab EUR 6,00 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3442541824, Erscheinungsdatum: Oktober 2008 |
5 Kundenrezensionen:Selten so gelacht 5 von 5 PunktenDieses Buch ist einfach eine reine Witzbombe. Ich habe noch nie bei einem Buch so gelacht wie bei "Die Bibel nach Biff", auf jeder Seite muss man lächeln oder sogar laut auflachen. Dabei ist die Schreibweise fließend und dem Thema angepasst. Man wünscht sich das, dass Buch noch mehr Seiten hat und man das Ende hinauszögern kann. In nur vier Tagen hatte ich das Buch durchgelesen. Fazit: Wer lachen möchte und einfach nur gute Laune brauch ist bei diesem Buch richtig. Noch nie bei einem Buch so gelacht 5 von 5 PunktenDieses Buch ist einfach eine reine Witzbombe. Ich habe noch nie bei einem Buch so gelacht wie bei "Die Bibel nach Biff", auf jeder Seite muss man lächeln oder sogar lauf auflachen. Dabei ist die schreibweise fließend und dem Thema angepsst. Man wünscht sich das, dass Buch noch mehr Seiten hat und man das Ende hinauszögern kann. In nur vier Tagen hatte ich das Buch durchgelesen. Fazit: Wer lachen möchte und einfach nur gute Laune brauch ist bei diesem Buch richtig. Witzig nur für engstirnige Menschen 1 von 5 PunktenIch fand das Buch nur mäßig witzig. Es möchte "unanständig" daherkommen, indem es sich über Jesus lustig macht. Echte Freidenker werden von diesem Konzept nicht unterhalten sondern nur gelangweilt. Es ist wohl eher was für fromme Menschen, die "etwas frivoles" lesen möchten. Dazu passt der platte Humor. Macht den Messias menschlich 4 von 5 PunktenGeschichtliche Fakten mit erfundenen Elementen gekoppelt - und das auch noch gut! Mr. Moore hat es geschafft, den Menschen hinter dem Messias zu zeigen und - das war für mich ein sehr schöner Gedankenansatz - wie er zu seiner Religion gekommen ist. Was er erlebt und gelernt hat, BEVOR er anderen predigte. Er gibt dem Christen Jesus etwas Weltoffenes - eine wundervolle Idee! Auch wenn er damit einfach nur ein lustiges Buch schreiben wollte; er hatte offenbar die Befürchtung, damit eventuelle fundamentalistische Christen zu verärgern. Ich seh das umgekehrt - mir als Freizeit-Christ hat er ein Stück Glaube gegeben! Biff - der seine Version der Geschichte damals erzählt - schreibt einfach so, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Vor allem 1. Teil des Buches kann sich die zwei jungen Burschen gut vorstellen, wie sie mit ihren Lockenköpchen barfuß durch das Dorf laufen. Natürlich kann man bei diesem Schreiberling ein hochliterarisches Werk erwarten - war er doch gelernter Steinmetz und sein ganzes Leben lang hauptberuflich Bester Freund des Messias. *g* Das Ende ist sehr überraschend - so garantiert es bis zum Schluß auch ein bisschen Spannung (auch wenn man die "Story Jesu" ja eigentlich kennt). Und jetzt Mut beweisen 2 von 5 PunktenOk. Ganz lustig. Wenn Mr. Moore jetzt auch noch ein Buch schreibt: "Der Koran nach Biff Die wilden Jugendjahre von Mohammed", dann hätte ich echt Respekt. |
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Die Gegenpäpstin von Martina AndréAudio CD von Technisat/Radioropa HörbuchPreis bei Amazon: EUR 8,97, Angebote ab EUR 6,85 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3836800918, Erscheinungsdatum: Juli 2007, Auflage: 3., Aufl. |
5 Kundenrezensionen:Die Gegenpäpstin 5 von 5 PunktenIch kann mich kurz fassen..... Wer auch immer sich auf dieses Hörbuch einlässt wird es NICHT bereuen. Wem`s gefällt.... 2 von 5 PunktenAuch wenn man mich jetzt für ungeduldig oder uninteressiert halten mag, aber ich war enttäuscht von dem Hörbuch. Ich bewundere die Menschen, die sich die Geschichte bis zum Schluß angehört haben. In mir kam Langeweile auf, je länger ich der Frau Bibel zugehört habe. Die ewigen Sprünge ins ältere Jahrhundert haben verwirrt, wenn man mal einen Moment unachtsam war. Tolles Hörbuch, super spannend gelesen! 5 von 5 PunktenDie Gegenpäpstin ... ... eine Geschichte, die verschiedenste Komponenten vereint Historie, Archäologie, aber auch topaktuelle Themen wie Genforschung und die nicht neue Forderung, Frauen in sämtlichen Kirchenämtern und somit letztendlich auch auf dem Heiligen Stuhl zuzulassen. ... eine Geschichte, flüssig, bildreich und extrem spannend erzählt und mit so fein gezeichneten Charakteren ausgestattet, dass es dem geneigten Leser nicht schwer fällt, emotionale Bindungen (welcher Art auch immer) zu den handelnden Figuren aufzubauen. Die Erzähltechnik in zwei Zeitebenen gibt einen zusätzlichen Reiz, da diese beiden Stränge in einem ausgewogenen Verhältnis zu einander stehen und am Ende wie von selbst zueinander fließen. ... eine Geschichte, aufwendig und sorgfältig recherchiert, so dass man am Ende leicht den Eindruck bekommen kann, dass alles genau so stattgefunden haben könnte. Alles in allem ein fesselnder Roman, der sich in keine Schublade stecken lässt und durch die gelungene Mischung von Kirchenthriller, Krimi und Liebesgeschichte sehr gut in einem Schwung zu lesen ist. Allerdings sollte man grundsätzlich den angesprochenen Themen offen gegenüber stehen. Schließlich hat auch eine Telenovela für viele Menschen durchaus Ihren Reiz (die Einschaltquoten sprechen eine eigene Sprache) und bevor man ein schriftstellerisches Werk verreißt, sollte man vielleicht selber einmal versuchen, über das Niveau einer äußerst unfairen Amazon-Rezension hinauszukommen. Ich für meinen Teil sage noch einmal: Hut ab vor diesem Debut! ...Vorsicht kein Thriller 4 von 5 PunktenEin wirklich gelungener Roman. Im der Kurzbeschreibung ist schon viel geschrieben. Was den Roman von anderen allerdings interessant macht, ist die wirlich gelungene Polizeiarbeit im Detail und sehr gut recherchiert. Alle Personen bekommen ein Gesicht und Charakter. Frau André macht wirklich keine Fehler. Sehr sauber und wie am Schnürchen geschrieben. Aber dennoch, genau das ist hier das Problem. Es scheint, Frau André bekommt am Schluss ein schlechtes Gewissen und versucht den Roman noch zum Thriller zu machen. Leider gelingt Ihr das nicht ganz. Aber trotzdem, wirlich sehr empfehlenswert. Sprecherin Frau Bilabel ist zwar nicht ein Herr Kerzel aber dennoch, finde passt hervorragend zur Story. Ein sehr gutes Hörbuch mit besten Preis- Leistungsverhältnis. Eine einzige Enttäuschung 1 von 5 PunktenIch kann mich den begeisterten Rezensionen leider ganz und gar nicht anschließen. Dieses Buch ist entsetzlich langweilig und ich habe mich wirklich bis zum Schluss durchgequält, in der Hoffnung, es kommt noch eine spannende Wendung. Aber die Handlung blieb vorhersehbar und eintönig. Die Flashbacks ins Jahr 62 n.Chr. sind nervig und dienen einzig dazu, die ohnehin schon viel zu lange Geschichte noch länger zu gestalten. Die ganzen Verschwörungstheorien um Maria Magdalena und Jesus sind doch mittlerweile wirklich total verbraucht. Gegen Ende hin wird das schnulzige Liebesgeseier echt unerträglich. Und die beschriebenen Sexszenen sind so lächerlich, dass es schon wieder komisch ist. "Und dann trug es sie auf's Meer hinaus"... also übersetzt, ihr ist es gerade gekommen... Gelesen ist dieses Hörbuch allerdings wirklich gut... trotzdem... Lasst die Finger davon!!! |
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Tintenherz. Sonderausgabe mit Filmbildern von Cornelia FunkeGebundene Ausgabe von Dressler VerlagPreis bei Amazon: EUR 22,00, Angebote ab EUR 18,50 ISBN: 3791504754, Erscheinungsdatum: Oktober 2008, Auflage: Sonderausgabe. |
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