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Produkt-Bild: Liebesbriefe & Einkaufszentren. Meditationen im und über den Kopf

Liebesbriefe & Einkaufszentren. Meditationen im und über den Kopf von Manfred Spitzer

Broschiert von Schattauer
Preis bei Amazon: EUR 19,95, Angebote ab EUR 9,49

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3794526279, Erscheinungsdatum: März 2008, Auflage: 1
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2 Kundenrezensionen:

Von starken, weiblichen Gehirnen bis logisch denkenden Buntbarschen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Die Bandbreite der Aufsätze von Prof. Manfred Spitzer reicht von Studien zum "starken Gehirn des schwachen Geschlechts" , dem Nachweis der Wirksamkeit von langjährigen Meditationsübungen oder expressiven Schreibens bis zur Basis moralischen Verhaltens. Er erklärt daneben Studien zum logischen Denkvermögen afrikanischer Buntbarsche oder unbewussten Bahnungseffekten . Spitzer verfasst aber auch Aufsätze zu Alltagserfahrungen wie den Wartezeiten beim Arzt.
Nachdenklich obwohl nicht unerwartet können Studienergebnisse zur Auswirkung unbewussten Denkens an Geld stimmen. Dieser erfrischende Sammelband ist verständlich geschrieben, was Manfred Spitzer nach eigenem Bekunden häufig sogar zum Vorwurf gemacht wird.
Spitzers neunter Streich
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Im Vorwort dankt Manfred Spitzer unermüdlichen Mitarbeitern und Kollegen für Unterstützung sowie Anregungen. Und betrachtet man den publizistischen Ausstoss, den der populäre Mediziner, Psychologe und Philosoph nebst seinen zahlreichen Tätigkeiten schafft, ist der Dank bestimmt mehr als verdient. Acht Sammlungen mit Aufsätzen aus der von Spitzer mitherausgegebenen Zeitschrift für Nervenheilkunde liegen bereits in Buchform vor. Das kleinere Format der neunten Folge kommt der Titelgeschichte entgegen. War das Layout der früheren Bände noch wissenschaftlich gehalten, sieht die neue Version nun wie ein schmuckes Geschenkbüchlein aus. Statt Blumen oder Wein kann man also auch den neuen Spitzer mitbringen. Geschrieben wurde er allerdings für Ärzte, die auch dann noch grösseres Vorwissen mitbringen, wenn sie sich nicht auf neurologische Gebiete spezialisieren. Doch es gehört ohne Zweifel zu den Stärken von Manfred Spitzer, anschaulich und verständlich zu schreiben. Das macht ihn zwar nicht bei allen Fachkollegen beliebt, erklärt jedoch seine Popularität.

Diese neue Aufsatzsammlung versöhnte mich wieder wie Manfred Spitzer, nachdem mich sein verbaler Rundschlag gegen elektronische Medien ärgerte. Schreibt er als Fachmann für Fachkollegen, verzichtet er meist auf moralische Abriebe. Und das tut dem Inhalt gut. Die 22 Artikel in diesem Band decken eine grosse Spannbreite neurologischer Erkenntnisse ab. Mit der Methode des Storytelling zeichnet der Autor einzelne Puzzlesteine und überlässt es dann dem Leser, daraus ein Gesamtbild zu formen. Ganz nach dem System, das er auch in seinem Buch "Lernen" propagiert.

Mein Fazit: Mir gefallen die Aufsatzsammlungen von Manfred Spitzer. Auch die neunte Folge bringt unterhaltsame und erhellende Beiträge aus der Welt, wie sie von Neurowissenschaftlern betrachtet werden kann. Wer zu den Sammlern oder Fans gehört und schon Band 1 bis 8 gelesen hat, wird auf Wiederholungen stossen. Aber das macht nichts, denn Einmallektionen bringen in der Regel keine monumentalen Erkenntnisschübe. Den Abzug eines Sterns haben Preis, Druckqualität und Gestaltung zu verantworten.
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Produkt-Bild: Phänomen Zeit: Ein Spezial der Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft

Phänomen Zeit: Ein Spezial der Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft

Broschiert von Spektrum der Wissenschaft
Preis bei Amazon: EUR 8,90, Angebote ab EUR 4,90

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 393863958X, Erscheinungsdatum: Juni 2007, Auflage: Nachdruck.
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Eine Kundenrezension:

Umfassendes Spektrum der Zeit
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
In der Reihe SPEZIAL erscheinen Artikel, die nicht schon im Monatsheft erschienen sind. Dies hat den Vorteil, dass der Band wirklich den Charakter eines Buches hat, dass das Thema "Zeit" von der Philosophie bis zur Materialforschung umfassend abdeckt.
Die beiden Beiträge zur Physik stammen von Paul Davies, der in zahllosen Publikationen bewiesen hat, dass sich komplexe Sachverhalte durchaus einfach erklären lassen. Der Aufsatz "Bauanleitung für eine Zeitmaschine" ist dabei allerdings eher Kost für hart gesottene Science Fiction Freaks. Wer an Grundlagenforschung interessiert ist, kommt bei der Lektüre des Artikels "Der rätselhafte Fluss der Zeit" auf seine Kosten. Die hervorragenden Illustrationen führen uns auf einen verblüffenden Gedanken: Ist Zeit lediglich eine Illusion?
Reichhaltig illustriert sind auch die Artikel "Eine kurze Geschichte der Zeitmessung" und "Die Kunst des Kalendermachens". An und für sich wäre damit bereits ein gutes Spektrum an Themen abgedeckt. Es zeichnet diesen Band aus, dass zusätzlich auch die Themen Kunstphilosophie und "Zeitkulturen" ihren Platz finden. Vielleicht wird sich der eine oder andere Physiker angeregt fühlen, sich auch einmal mit Ästhetik zu beschäftigen. Sinnvoll wäre es, denn das universelle Phänomen der Zeit kann nur interdisziplinär verstanden werden!
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Produkt-Bild: PsyQM - Qualitätsmanagement für psychotherapeutische Praxen

PsyQM - Qualitätsmanagement für psychotherapeutische Praxen von Beatrice Piechotta

Taschenbuch von Springer Verlag
Preis bei Amazon: EUR 39,95

ISBN: 3540757414, Erscheinungsdatum: März 2008, Auflage: 1., verb. Aufl.
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Produkt-Bild: Die Tellerwächter oder wer das Wetter wirklich macht

Die Tellerwächter oder wer das Wetter wirklich macht von Hans Zippert, Michael Sowa

Gebundene Ausgabe von Sanssouci Verlag AG
Preis bei Amazon: EUR 9,90, Angebote ab EUR 5,75

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3836300826, Erscheinungsdatum: Juli 2008, Auflage: 1
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3 Kundenrezensionen:

Gutes Geschenkbüchle
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
"Die Tellerwächter" ist ein nettes kleines Büchle mit witzigen Ideen und der Gesamteindruck ist rund. Das Büchle eignet sich sehr gut als Geschenk für Erwachsene mit Sinn für schräge Ideen und Humor oder auch Kinder ab ca.12 Jahren. Leichte lustige Kost für zwischendurch mit gewohnt schönen Bildern von Herrn Sowa.
Eine Frage des Humors
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Acht Jahre lang hat Hans Zippert als Redakteur und Chefredakteur für das Satiremagazin Titanic gearbeitet. Seit 1999 schreibt er die satirische Kolumne "Zippert zappt" für die Welt, für die er 2007 den Henri-Nannen-Preis bekam. In Die Tellerwächter oder "Wer das Wetter wirklich macht" zeigt der Autor, dass der vom Volksmund behauptete Zusammenhang zwischen einem leeren Teller und Sonnenschein tatsächlich existiert. Beim Lesen hat man immer wieder das Gefühl, dass der Autor beim Schreiben eine Menge Spaß hatte und seiner Fantasie keine Zügel angelegt hat, sodass eine absurde Idee der nächsten folgt, eine Pointe der nächsten. Allerdings wird dieser Spaß nicht jeden Leser erreichen. Zum einen sind nicht alle Pointen wirklich witzig, und wenn sie als solche dargestellt werden, kann das durchaus nerven und dem Autor eine Aura von Selbstverliebtheit verleihen. Zum anderen sind die Ideen oft zu vorhersehbar, zu geradlinig in ihrer Absurdität, zu wenig überraschend.

Manche Vokabeln lassen vermuten, dass das Buch eher für Jugendliche oder Erwachsene gedacht ist. Es ist eine Mischung aus Komik, Krimi und Kinderbuch und will fantasievoll, rasant und witzig sein. Aber letztlich wirkt alles zu gewollt und aufgesetzt, zu unecht und trotz - oder auch gerade wegen - der vielen Ideen zu wenig inspiriert.

Als Fazit kann man nur sagen, dass Humor sehr individuell ist. Es wird mit Sicherheit Leser geben, die Zipperts Art von Humor teilen und die werden wahrscheinlich jede Menge Spaß mit dem Buch haben.
Eine Verrücktheit nach der anderen ergibt ein wunderbar schräges Buch
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Oh je, das haben unsere Eltern ja schon immer gewusst, dass nur gutes Wetter kommt, wenn der Teller brav leer gegessen wird. Die Wahrheit dieses Phänomens beweist Hans Zippert in seinem kleinen und mit viel Augenzwinkern geschriebenen Schmunzelbuch "Die Tellerwächter" (Sanssouci). Da werden die fast unangetasteten Reste von Mutters Kochkunst zur Beseitigung des Welthungers nach Bangladesh geschickt - und kommen postwendend zurück. Und wenn der Teller in der Pizzeria um die Ecke, die gern auch Käse nach Ablauf des Verfallsdatums obendrauf legt, leer gegessen wird, hat das Einfluss auf die Wetterentwicklung in Hannover. Die selbst ernannten Klimatologen um Inspector Ultra und Sergeant Marin von der Tellerwächter GmbH achten auf die Essgewohnheiten ihrer Mitmensche und tun dies mit durchaus subtilen Mitteln. Ach ja, armer Tobias, dem es so gut schmeckt, das in St. Anton Schneemangel herrscht. Der muß leider reduzieren. Schließlich noch ein paar tolle Bilder, die Michael Sowa mit unverwechselbarem Pinseleinsatz beigetragen hat. Eine runde Leistung!
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Produkt-Bild: Die große transpress-Modellbahn-Werkstatt

Die große transpress-Modellbahn-Werkstatt von Georg Kerber, Andreas Stirl

Gebundene Ausgabe von Transpress
Preis bei Amazon: EUR 19,95

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3613713144, Erscheinungsdatum: Sept. 2007, Auflage: 1
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Eine Kundenrezension:

Empfehlenswert besonders für Einsteiger!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dieser aus vier ehemaligen Einzelpublikationen bestehende Sammelband hat mir den Wiedereinstieg in das Hobby sehr erleichtert. Von der Raum- und Anlagenplanung über die Gleise und Gleissysteme bis hin zur Elektrik sowie Weichen- und Signaltechnik decken die Autoren ein breites Spektrum des Themas Modellbahnbau ab. Die Texte sind sehr ausführlich und ermöglichen dem Leser einen guten Einstieg in die Thematik. Sehr gute schematische Illustrationen, viele sehr schöne Photos von Vorbild und Modell sowie der Abdruck der Normen runden dieses sehr gute Buch ab. Das Preis-Leistungs-Verhältnis finde ich ebenfalls ausgezeichnet.
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Produkt-Bild: Führungskompetenz ist lernbar: Praxiswissen für Führungskräfte in Gesundheitsfachberufen

Führungskompetenz ist lernbar: Praxiswissen für Führungskräfte in Gesundheitsfachberufen von Renate Tewes

Taschenbuch von Springer, Berlin
Preis bei Amazon: EUR 29,95

ISBN: 3540793143, Erscheinungsdatum: Dezember 2008, Auflage: 1
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Produkt-Bild: Die fröhliche Wissenschaft

Die fröhliche Wissenschaft von Friedrich Nietzsche

Taschenbuch von Reclam, Ditzingen
Preis bei Amazon: EUR 7,60, Angebote ab EUR 3,99

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3150071151, Erscheinungsdatum: Januar 2000
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5 Kundenrezensionen:

Gott ist tot, das Leben geht weiter
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
In der "Fröhlichen Wissenschaft" präsentiert Friedrich Nietzsche bereits einige der Kernthemen seines späteren Hauptwerks Also sprach Zarathustra, vor allem die Dekonstruktion der Sinngebäude des christlichen Abendlandes. Völlig frei, fast schon heiter, aber auch ironisch, bissig und unbequem presst er 383 Aphorismen zwischen zwei Buchdeckel und würzt sie mit Liedern und Gedichten. Mal zielsicher, mal umherschweifend nimmt er sich einer ganzen Reihe von Themen an. Vor allem aber etabliert er ein neues Menschenbild: Hier wird der vitale (Über-)Mensch geboren, der Nietzsche berühmt machen soll. Frei von allen Moralvorstellungen, durch den Tod Gottes in die Existenz hineingeworfen und von der ewigen Wiederkehr des Gleichen zum verantwortungsvollen Handeln gedrängt, muss sich dieser neue Mensch in der Welt behaupten. Er sucht sein Heil in der Wissenschaft und in der Kunst und orientiert sich an der Antike. Für Nietzsche war die Gedankenarbeit offenbar eine heilsame Medizin: Er glaubte beim Verfassen der Aphorismen eine Besserung seiner zahlreichen Leiden zu spüren.
Philosophisch nicht zu verachte.
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dies Buch ist wirklich genial. Man kann es nicht nur "so nebenbei lesen", man findet auch genug Tiefe in diesem Buch, wenn man sich darauf einlässt. Nietzsches Gedanken sind oft etwas düster, aber gerade das macht ihn aus. Der Text in diesem Buch: "Der tolle Mensch" in dem es heißt: "Gott ist tod" dürfte eines der bekanntesten Texte Nietzsches sein und auch beim mehrmaligen Lesen dieses Textes ist er immer noch so schön, wie beim ersten Mal. Das Buch ist sehr zu empfehlen!
Immer lesenswert
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
etwas schwierig sich einzulesen, aber wenn man es dann geschafft hat, dann macht es sehr viel Spaß.
Ein super Buch, welches einigen Aufschluss zu vielen von Nietzsche behandelten Themen geben kann, wenn man aufmerksam liest.
Also viel Spaß
Ein einziger Alptraum!
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Ich habe Nietzsches Zarathustra verschlungen und auch sein Werk "Über die Frauen" fand ich sehr originell. Aber vielleicht bin ich einfach nicht introvertiert genug um Nietsche in seinen wüsten Gedankengängen durch die "fröhliche" Wissenschaft zu begleiten.
Dieses Buch ist eine wahre Herausforderung und deshalb nicht für den leichten Leseabend zu empfehlen. Ich habe auch 1 Jahr nach dem 1. Versuch, bei meinem 2. Versuch das Werk nach 50 Seiten wieder beiseite gelegt, denn ich fand es ebenso schwer verständlich wie auch phantasielos.
Nietzsche's Qualität in Zarathustra lag meiner Meinung nach in der konsequenten Synthese aus Nihilismus, Sarkasmus und Leben. Es war gerade deshalb so ein Erfolg, weil er sich stets an einen glasklaren Ausdruck und wahrscheinlich ein bißchen Abstand zu seiner eigenen Schreiberei gehalten hatte.
Dies ist in der Fröhlichen Wissenschaft leider nicht der Fall, was ich sehr bedaure.
Wissenschaft für sich
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Nietzsche hat in "Die fröhliche Wissenschaft" zum einen Wissenschaft von ihrer moralischen Natur her kritisiert und darauf hingewiesen. Nietzsche gibt damit den Anstoss für die Klassiker der Wissenschaftskritik wie z.B. Foucault. Ferner stellt Nietzsche hier auch die Frage nach dem Kerngehalt und dem Wert von Wissenschaft überhaupt, und das nicht in der Sprache des Wissenschaftlers.
Darüber hinaus ist die Lektüre auch noch wegen der unerhörten Sprachgewalt, die Nietzsche zu einem Meilenstein der Deutschen Sprache gemacht hat, zu empfehlen.
Aber "Vorsicht: Gift! - Wer hier nicht lachen kann, soll hier nicht lesen! Denn, lacht er nicht, packt ihn 'das böse Wesen'."
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Produkt-Bild: Aus meinem Leben und Denken

Aus meinem Leben und Denken von Albert Schweitzer

Taschenbuch von Fischer (Tb.), Frankfurt
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 3,90

ISBN: 3596128765, Erscheinungsdatum: Juni 1995, Auflage: 7., Aufl.
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Produkt-Bild: Das Gehirn - ein Beziehungsorgan. Eine phänomenologisch-ökologische Konzeption

Das Gehirn - ein Beziehungsorgan. Eine phänomenologisch-ökologische Konzeption von Thomas Fuchs

Gebundene Ausgabe von Kohlhammer
Preis bei Amazon: EUR 28,00

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3170192914, Erscheinungsdatum: Dezember 2007
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2 Kundenrezensionen:

Unbedingt lesenswert
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Soviel vorweg: Das Buch ist ein Segen, sehr profund und brillant argumentiert und ausgezeichnet gegliedert. Und es empfiehlt sich für jeden zu lesen, der sich von den vermeintlichen Fortschritten der Hirnforschung inzwischen ermüdet fühlt, da sie bislang bei weitem nicht einlösen konnte, was sie in Aussicht gestellt hat: Nämlich das Gehirn, und daraus abgeleitet das Bewusstsein und Denken zu verstehen.
In wissenschaftlichen mainstream der Hirnforschung wird das Gehirn immer als eine Art ultrakomplexer Computer aufgefasst. Allerdings scheint es kaum jemanden zu irritieren, dass Computer nicht einmal im Ansatz irgendwie Bedeutungen kennen würden. Kein Computer weiß, was er auf seinen eigenen Schirm schreibt. Er zeigt nicht die Spur von Eigenheit oder Identität, während das Gehirn diese Eigenschaften fast nebenbei hervorbringt. Und da diese Diskrepanz offenbar nicht zu überbrücken ist, braucht es einen Grund-legend neuen Ansatz zum Verständnis des Gehirns.
Genau dies leistet Thomas Fuchs mit seinem Buch. Zunächst kritisiert er in hervorragender Weise die gängigen (meist mechanistisch-deterministisch ausgerichteten) Bewusstseinstheorien, um dann ein eigenes phänomenologisch gegründetes Gegenmodell zu entwerfen, das die Subjektivität von Lebewesen als nicht-reduzible Qualität wirklich ernst nimmt.
Kern seiner Theorie ist die Beobachtung, dass jede belebte Entität, von der Zelle angefangen bis zur Person, sich dadurch auszeichnet, dass sie eigenaktiv in die Gestaltung seiner äußeren Lebensbedingungen eingreift und sich so seine Lebensbedingungen ein Stückweit selbst organisiert. Dabei handelt es sich um eine Aktivität des gesamten Organismus, die nicht in mikroskopische Schaltvorgänge zerlegt werden kann. Das Lebensganze übt also einen organisierenden Einfluss auf seine Teile aus, genauso wie umgekehrt auch die Teile (sprich Moleküle, Zellen, Organe) zurückwirken auf das Ganze. Ursachen und Wirkungen stehen nicht in einem linearen Verhältnis (weil die Moleküle so und so zappeln, stellen sich bei der Person diese oder jene Gedanken bzw. Gefühle ein), sondern zirkular kausal.
Unter dieser Perspektive präsentiert sich das Gehirn nicht mehr als eine Art Apparat, sondern als ein Organ der Person, das Beziehung verdaut und anverwandelt. So wie sich Magen und Darm die Nahrung anverwandeln und dem Körper zueigen machen, verwandelt sich das Gehirn die Welt und die sozialen Bezüge an, verleiblicht sie.
Dies tiefer zu verstehen, muss man das ganze Buch lesen. Es liest sich freilich nicht wie ein Roman, aber wer ein wirkliches Erkenntnisinteresse verfolgt, findet darin etliche goldene Sätze. Das Buch hat das Potenzial, zu einem wirklichen Grundlagenbuch einer neuen Forschungsausrichtung zu werden, die sich mehr für das Leben selbst als für dessen stückweise herausisolierten Funktionsabläufe interessiert. Es ist jedem zu empfehlen, der sich für Gehirn- und Bewusstseinsforschung interessiert und nicht nur ingenieursmäßig, sondern Sinn-voll darüber nachdenken möchte eines der tiefgründigsten Bücher zur Hirnforschung, die bislang auf dem Markt zu finden sind.
Gegenposition verständlich erklärt
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wissensarbeit und Forschung scheinen irgendwie mit masochistischen Zügen zusammenzuhängen. Dieser Gedanken befiel mich jedenfalls bei der Lektüre dieses Buches. Da hat man Roth, Singer, LeDoux, Damasio und wie sie alle heissen, gelesen, bewährte Weltbilder mühsam angepasst, um dann erschreckt feststellen zu müssen, es könne alles auch ganz anders sein. Aber für eine solche Erschütterung braucht es Autoren wie Thomas Fuchs. Denn obwohl er dem neurobiologischen Reduktionismus hart an den Karren fährt, haut er seine Wissenschaftskollegen nicht in die Pfanne. Er reichert seine Gegenpositionen auch nicht mit gestelzten Formulierungen an oder behauptet, seine Wahrheiten seien nun für alle Zeiten in Stein gemeisselt. Er macht lediglich eine übersichtliche Auslegeordnung, welche Puzzlesteine nicht in mehrheitsfähige Bilder passen. Und er zeigt, wie es mit unserem Gehirn auch sein könnte, wenn man den Fokus mehr auf die Interaktionen mit der Umwelt richtet.

Der berufliche Werdegang des Autors ist ein weiterer Beleg dafür, dass die eigene Geschichte die Interpretation der Wahrnehmung und der verinnerlichten Denkgebäude beeinflusst. Er promovierte nach dem Studium der Medizin, Philosophie und Geschichte in Medizingeschichte und ist heute Professor für Psychiatrie. Da erstaunt es nicht, dass er einen Blickwinkel einnimmt, der über die Betrachtung von Gehirnscanns und elektromagnetischen Wellen hinausgeht. Im Buch finden sich daher auch Kapitel, in denen er sich eingehend mit Fragen psychischer Krankheiten auseinandersetzt.

Mein Fazit: Wer nicht einfach blind die Thesen der Medienstars unter den Neurowissenschaftler übernehmen will und neugierig auf andere Meinungen ist, muss dieses Buch lesen. Die Lektüre ist zwar manchmal schmerzhaft, aber schützt vor intellektuellem Sektierertum. Und einige lieb gewonnene Gewissheiten werden so in Frage gestellt, dass der Weg zu weiteren Erkenntnissen freier wird.
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Produkt-Bild: Psychosomatische Medizin und Psychotherapie: Ein Lehrbuch auf psychoanalytischer Grundlage

Psychosomatische Medizin und Psychotherapie: Ein Lehrbuch auf psychoanalytischer Grundlage von Michael Ermann

Gebundene Ausgabe von Kohlhammer
Preis bei Amazon: EUR 29,80

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3170196642, Erscheinungsdatum: März 2007, Auflage: 5., überarb. A.
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Eine Kundenrezension:

Keiner macht mehr an, als Ermann!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein durch und durch absolut gut strukturiertes Fachbuch besonders für PP's und alle KollegenInnen, die sich grundlegend in die Psychosomatik einarbeiten wollen. Einmal abgesehen von notwendigen Fachbegriffen ist das Buch in einer verständlichen und schnörckellosen Sprache gehalten. Der Effekt: "Es kann allein schon beim Lesen eine Menge an Wissen aufgenommen werden". Im entwicklungspsych. Teil werden über alle Entwicklungsphasen hinweg entsprechende Konflikte benannt, eine Hilfe besonders bei der Erstellung von Berichten im Richtlinienverfahren für tf. u. analy.Pt. Ein Werk, das neben Mentzos in den Bücherschrank gehört!
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