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  • FSK 12

Produktbeschreibung

Paris bei Nacht. Die junge Adle steht auf einer der zahlreichen Brücken, die sich über die Seine spannen und möchte ihrem Unglück ein für alle Mal ein Ende setzen. Sie ist überzeugt davon, dass sie das Pech schicksalhaft anzieht und sie spricht aus Erfahrung. Wo sie nur konnte, hat sie ihr Glück auf die Probe gestellt, mit jedem verfügbaren Mann, in jeder nur denkbaren Situation. Und dabei nie das große Glück gefunden. Deshalb steht sie nun am Rand der Brücke und schaut in die Tiefe. "Du siehst aus wie eine Frau, die im Begriff ist einen Fehler zu begehen". Der Fremde, der quasi aus dem Nichts aufgetaucht ist und diesen Satz sagt, ist Gabor. Nachdem er Adle aus dem kalten Wasser gezogen und ins Krankenhaus gebracht hat, lässt sich diese von ihm überreden, mit ihm zu kommen und zu arbeiten. Gabor ist Messerwerfer und rekrutiert seine Partnerinnen vornehmlich unter jungen Selbstmordkandidaten - kaum jemand anderes ist bereit, als lebendige Zielscheibe diesen riskanten Job zu übernehmen. Bald schon werden die beiden vom Publikum stürmisch gefeiert, es scheint, als könnten sie zusammen alles schaffen Gabor kann blind Messer werfen, Adle gewinnt im Kasino ein kleines Vermögen. Aber Adle möchte sich mit dem Erreichten noch nicht zufrieden geben, noch immer ist sie auf der Suche nach dem großen Glück, das ja eigentlich schon greifbar vor ihr liegt. Gabor ist darüber verständlicher Weise nicht glücklich, doch dagegen etwas unternehmen kann er auch nicht. Alles Private zwischen den beiden bleibt unausgesprochen, Adle sucht wie bisher in jedem Mann, der ihr begegnet, ihre große Liebe. Auf einer Kreuzfahrt lernt sie den frisch verheirateten Takis kennen, zusammen mit dem wohlhabenden griechischen Geschäftsmann brennt sie in einem Rettungsboot durch. Doch ohne den anderen sind sowohl Gabor als auc ...

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die Karriere des französischen Regisseurs Patrice Leconte ist eine der Wandlungen und Brüche. Angefangen hat er in den 70er-Jahren mit seichten, aber ungeheuer erfolgreichen Komödien, dann entstand -- wie aus dem Nichts -- in den 80er-Jahren Die Spezialisten, einer der besten französischen Action-Filme überhaupt. Aber wirklich zu sich gefunden hat Leconte erst 1989 mit Die Verlobung des Monsieur Hire. Mit diesem melancholischen Meisterwerk hat er sich von einem geschickten Handwerker und versierten Erzähler in einen der faszinierendsten Poeten des europäischen Kinos verwandelt. Er hat seine ganz eigene lyrische Form gefunden, die auch Die Frau auf der Brücke, in alles verzauberndem Schwarzweiß und Cinemascope gedreht, zu einem außergewöhnlichen Filmerlebnis macht.

Adèle (Vanessa Paradis) will von einer Brücke springen. Sie hatte in ihrem noch gar nicht so langen Leben nie Glück, deshalb soll nun Schluss sein -- für immer. Ein Mann (Daniel Auteuil) kommt hinzu und versucht alles, um sie umzustimmen. Doch er scheitert und kann ihr nur hinterher springen. So rettet er sie und sich selbst gleich mit. Nun ist Adèle bereit, mit ihm, Gabor, dem Messerwerfer, aufzutreten.

Die beiden waren schon immer füreinander bestimmt, nur so ist diese Begegnung auf der Brücke und das sagenhafte Glück, das ihnen danach für eine Zeit zuteil wird, zu erklären. Doch um Erklärungen geht es Patrice Leconte eigentlich nicht. Was geschieht, geschieht, ob sich zwei Menschen nun finden oder verlieren. Leconte ist dabei nur der Beobachter, dessen Herz für die Einsamen und die Träumer schlägt. Sein Ziel ist es, Momente reinen Glücks und Augenblicke von nahezu überirdischer Schönheit für uns auf Zelluloid festzuhalten. Dabei weiß er um ihre Flüchtigkeit, gerade auch im Film, bei dem ein Bild das nächste verdrängt. Aber es gibt sie nichtsdestotrotz, und Leconte kann sie auch in diesem Gedicht vom Messerwerfer und dem Mädchen wieder in unvergesslichen Bildern und Szenen bewahren, so dass wir jeder Zeit zu ihnen zurückkehren können. --Sascha Westphal

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